Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren

Freitag, 8. Mai 2015

„Rabauke und Biene auf Entdeckungstour …durch die Welt“ von Anna Maria Kuppe



Klappentext:
Rabauke und Biene sind zwei weiße Kater, die in ihren Träumen die Welt bereisen. Das Wahrzeichen, die Hauptstadt und das Nationalgericht der einzelnen Länder werden in lustigen Geschichten vorgestellt. Amüsant, liebevoll und lehrreich zugleich. Ein geeigneter Lesespaß für Katzenliebhaber und Kinder. 
Taschenbuch ISBN: 978-3-7357-5905-4 
eBook ISBN 9783735710949 (ePUB)
Erhältlich bei Amazon.  


 
               Leseprobe zu
                 „Rabauke und Biene auf Entdeckungstour …durch die Welt“
             Geschichte: Neuseeland


»Böh, böh«, blöckt ein Schaf neben dem Rabauken und schubst ihn von der rechten Seite an. »Manno, wer bist du denn? Warum schubst du mich denn?«, fragt der leicht verärgerte Rabauke. Doch es kommt vom Schaf nur ein weiteres »Böh.«

»Wo sind wir denn hier gelandet?«, fragend schaut der Rabauke seinen Bruder an.  »Wir sind in Neuseeland«, erklärt ihm die Biene. »Neuseeland? Wo liegt das denn?«, will der Rabauke wissen.   »Neuseeland ist ein Inselstaat im südlichen Pazifischen Ozean und besteht aus einer nördlichen und einer südlichen Insel und vielen kleineren Inseln«, berichtet die Biene und führt weiter aus: »Das Land liegt etwa 2000 Kilometer östlich von Australien. Nach Australien ist Neuseeland der zweitgrößte Produzent von Wolle. Es leben viele Millionen Schafe in Neuseeland.«

»Na toll, aber auch wenn sie so viele sind, braucht mich doch keiner anrempeln.«  Der Rabauke ist noch immer ein bisschen angesäuert. Schleunigst flitzt der Rabauke durch die Beine der Schafe hin-durch und setzt sich auf einen sicheren Platz am Ende einer Weide hin. »Puh, hier schubst wenigstens keiner!«  Dann dreht er sich um und entdeckt seinen Bruder, der unter dem letzten Schaf hindurchkriecht. »Komm wir ziehen weiter, hier ist es mir zu böh!«

So wandern die beiden Kater weiter und kommen an einem Platz vorbei, an dem viele Menschen laut jubeln. »Was wird denn hier gespielt?«, fragend schaut der Rabauke auf die Zuschauermenge. »Rugby«, antwortet die Biene, »Rugby ist so wie Fußball bei uns zu Hause und ist in Neuseeland eine beliebte Sportart.«

»Ah, Fußball, prima, spiele ich auch gerne«, doch heute will der Rabauke weiter auf Entdeckungstour gehen. »Gibt es hier etwas Leckeres zu essen?«, den Rabauken überkommt ein leichtes Hungergefühl.  »Ja, aber kannst du noch ein bisschen damit warten? Wir wollten uns doch die Gegend ansehen«, fragt die Biene und lächelt den Rabauken liebevoll an. »Klar«, antwortet der Rabauke und runzelt ein wenig seine Stirn. Doch im Vorbeigehen studiert er schon mal kurz die Speisekarten. Fleisch, Geflügel, Gemüse, Süßspeisen, Fish and chips (frittiertes Fischfilet mit Pommes frites) und Lammbraten. Auf dem Weg zum nächsten Ausflugsort entdeckt der Rabauke einen kleinen Jungen, der etwas Merkwürdiges trägt. Der sogenannte Maori-Kilt besteht aus Flachsblättern und wird von den Frauen und Männern der Maoris getragen.

»Wo bist du?«, fragt die Biene und blickt auf seinen Bruder, der den kleinen Jungen bemustert. »Das ist ein Maori-Junge«, erklärt die Biene. »Maori? Wer ist das denn?« Schnuppernd beugt sich der Rabauke in Richtung des kleinen Jungen.  Nun stupst der kleine Junge den Rabauken an die Nase. »Hey, was machst du da?«, fragt er entsetzt.  Für den kleinen Jungen ist das ganz normal, denn die Maoris, die Ureinwohner von Neuseeland, begrüßen sich so. »Kia ora«, begrüßt der kleine Maori-Junge den Rabauken und die Biene.

Bevor der Rabauke fragt, antwortet die Biene. »Kia ora bedeutet Guten Tag in der Sprache der Maoris. Aber meistens wird in Neuseeland auch Englisch gesprochen.«

»Ah ja, klar«, dann geht der Rabauke auf den kleinen Jungen zu und stupst ihn freudig von Nase zu Nase. Das macht ihm wirklich Spaß. Der kleine Junge lächelt und die beiden Kater erwidern sein Lächeln und ziehen weiter auf ihrer Entdeckungsreise. »Kannst du mir noch mehr von Neuseeland erzählen?«, fragt der Rabauke neugierig die Biene. »Ja. Das Wahrzeichen von Neuseeland ist der Kiwi«, beginnt die Biene mit der Erzählung. »Ah, kenne ich, das ist eine Frucht«, sagt der Rabauke voller Stolz. »Ja, auch, aber hier in Neuseeland ist das ein Vogel«, antwortet die Biene dem staunenden Rabauken. »Dieser Vogel ist flugunfähig und das Wappentier von Neuseeland. Er steht unter Naturschutz.«

»Wie, der Vogel kann nicht fliegen?« Der Rabauke zieht seine Augenbrauen hoch.  »Ja, das ist so. Ich weiß auch nicht warum«, sagt die Biene achselzuckend und erzählt weiter: »Wellington ist die Haupt-stadt von Neuseeland. Nach Auckland ist es die zweitgrößte Stadt in diesem Land. Sie befindet sich an der Südspitze der  Nordinsel.«

»Ah ja«, der Rabauke hört seinem Bruder aufmerksam zu. »Dann gibt es noch einen Nationalpark, den Tongariro-Nationalpark. Dieser liegt im Zentrum der Nordinsel und ist der viertälteste Nationalpark der Welt«, berichtet die Biene. »Interessant«, kommt es etwas zaghaft aus dem Mund des Rabauken. Ihr Weg führt sie weiter nach Hokitika. Dort steht eine große Jadestein-Fabrik.
»Oh ist das schön!« Die Biene ist ganz entzückt von diesen wunderschönen grünen Edelsteinen. »Da könnten wir unserer Mama doch eine Kette aus Jade kaufen«, sagt die Biene und sofort stimmt der Rabauke zu. »Klar, das machen wir, dann freut sich Mama bestimmt.« Gesagt, getan und ein schönes Souvenir aus Jade ist für die Mama zu Hause gekauft.

»Jetzt ist es aber Zeit zu essen!«, meint der Rabauke und steuert spontan das nahegelegene Restaurant an.  Auf der Speisekarte findet er eine leckere Süßspeise, genannt Hokey Pokey. »Das klingt aber witzig. Hokey Pokey. Was ist denn das?«, fragt er und die Biene erklärt es. »Hokey Pokey ist ein Vanilleeis mit Toffees. Aber wir sollten zuerst eine Hauptmahlzeit nehmen«, denn auch die Biene möchte nicht auf eine warme Mahlzeit verzichten.  »Klar, dann nehmen wir doch den Lammbraten«, meint der Rabauke.

Nach dem leckeren Essen verabschieden sich die beiden Kater aus Neuseeland mit einem herzlichen:
Ka Kite ano, das heißt »Auf Wiedersehen« in der Sprache der Maori.



Anna Maria Kuppe wurde im Rheinland geboren. Nach dem Abschluss der Handelsschule erlernte sie den Beruf der Industriekauffrau, arbeitete viele Jahre in der Buchhaltung einer Sprachenschule und darf jetzt im Rentenalter kreativ sein.
So entstanden auch ihre Bücher, die mit Vorliebe wunderbare Geschichten von ihren beiden Katern erzählen. Erinnerungen, Fantasieerlebnisse auf Reisen, Werke, die sicher nicht nur Kinderherzen und Katzenliebhaber erfreuen.
Als Rosamunde-Pilcher-Fan wagte sie sich auch an ihren Debütroman, der an der französischen Atlantikküste spielt.




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