Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren
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Dienstag, 24. Oktober 2017

Quatschmonster – Monstergeschichten für Erstleser von Angelika Musold




 
Beschreibung:
Nudelmonster, Dönermonster, Piratenmonster – noch nie von den Quatschmonstern gehört? Dann wird es aber höchste Zeit!

Wenn Monster cool und witzig sind, werden Erstleser zu geübten Lesern. Im vorliegenden Bilderbuch „Quatschmonster“ für junge Leser ab 5 Jahren können Erstleser die etwas anderen Monster kennen lernen und verbessern dabei auf unterhaltsame Art und Weise ihre Lesefähigkeiten. Liebevoll illustrierte Monster und witzige Texte motivieren Jungen und Mädchen gleichermaßen. Ein monsterhaftes Quatsch-Vergnügen! Versprochen…

Erhältlich bei Amazon




Cover, Text und Illustrationen: Angelika Musold, 2017
Copyright: Angelika Musold
Homepage: www.angelika-musold.de







Inhalt
Copyright
Das Flauschmonster
Das Müllmonster
Das Augenmonster
Das Lasermonster
Das Fußballmonster
Das Schleimmonster
Das Rüsselmonster
Das Gruselmonster
Das Matschmonster
Das Piratenmonster
Das Nudelmonster
Das Partymonster
Das Traktormonster
Das Baummonster
Das Dönermonster
Monsterspaß

 

Das Flauschmonster



„Bist du aber flauschig und süß!“,
rufen die anderen Monster
zu Engelbert.
Engelbert ist ein Flauschmonster.
Jeder möchte mit ihm kuscheln.
„Nein, ich bin nicht flauschig!
Ich bin cool!
Ich bin gruselig und ich habe viele Muskeln!“,
meint Engelbert und ist sauer.




Das Müllmonster


Wasti ist ein Müllmonster.
Er liebt Müll und Schrott.
Am liebsten frisst er
stinkige Socken,
schimmeligen Käse,
klebrigen Kaugummi und
altes, rostiges Blech.
Neulich war Wasti auf
dem Schrottplatz.
Dort hat er ein ganzes
Auto verspeist.
Klingt lecker, oder?


Zu welchem Monster gehört dieser Schatten?



Dienstag, 28. Februar 2017

Giso und die Wesen der Elemente von Rotraud Falke-Held

 Die „GISO“-Abenteuer sind spannende, etwas andere Gespenstergeschichten zum Vorlesen ab etwa 5 Jahren. Aufgrund der großen Schrift eignen sie sich auch sehr gut zum ersten Selbstlesen in den ersten beiden Grundschuljahren.
Beide Bücher sind im A4-Format erschienen und haben große Schwarz-Weiß-Bilder zum Ausmalen.
Die beiden GISO-Abenteuer können unabhängig voneinander gelesen werden.

Endlich ist es soweit: Giso besucht zusammen mit seinen Menschenfreunden Charlotte und Philipp den Zauberwald. Doch als sie bei dem Kobold Fedor und dem Zauberbaum ankommen, wartet eine schlimme Nachricht auf sie. Die böse Hexe Creszentia und der Zauberer Hyazinth haben die Herrschaft im Zauberreich übernommen. Die Feen wurden gefangen genommen und ihre Schlösser mit einem Bann belegt. Nur eine auserwählte Schar kann den Zauberwald retten. Doch es ist schwierig und gefährlich. Wird es Giso und seinen Freunden gelingen, den Zauber zu brechen?
Das Buch hat 124 Seiten. Die vielen schönen Bilder zum Ausmalen sind von Janine Münstermann.


Leseprobe:


Die Kinder betrachteten Fedor neugierig. Lustig sah der Kobold aus. Mit seiner wurzelbraunen Haut, seinen großen Ohren und der runden Knollen­nase.
Dann seufzte Fedor plötzlich.
„Was ist denn los, Fedor?“, fragte Coralie. „Stimmt irgendetwas nicht?“
„Ach ja, Coralie. Das kann man wohl sagen.“
„Ja, was ist denn passiert?“, fragte Giso er­schrocken.
„Creszentia...“
„Ach die“, antwortete Giso abwertend. Mit der werden wir fertig. Das haben wir doch schon ein­mal geschafft!“
„Aber das war doch reiner Zufall“, erwiderte Fedor.
„Die Lage ist wirklich ernst“, mischte sich der Zauberbaum ein.
„Creszentia und der Zauberer Hyazinth haben die Herrschaft im Zauberwald übernom­men. Über den Schlössern der Nachtfee und der Tagfee liegt ein Fluch. Deshalb können die Feen ihre Schlösser nicht verlassen und niemand kann zu Ihnen gelangen.
Die Elfen haben versucht, den Zauber zu brechen, aber er ist zu stark. Niemals hätte Creszentia ihn alleine vollbringen können. Nur gemeinsam mit Hyazinth war das möglich. Außerdem können sie sich jedes Lebewesen gefügig machen.“
„Aber es gibt keinen Zauber, der Wesen verän­dern kann!“, rief Giso aus.
„Ja, das stimmt. Niemals könnten sie die Feen oder Elfen auf ihre Seite ziehen, niemals könnte ein Zauber sie zwingen, für sie zu kämpfen und ebenfalls böse zu werden. Aber es gibt Zauber, die ihre Willenskraft lähmen.“, erklärte der Baum.
Und Fedor ergänzte: „Sie versuchen, dunkle Mächte auf ihre Seite zu ziehen. Den Riesen Demian, die Kobolde – du weißt, es gibt viele böse Kobolde.“
„Ja, ja, ich weiß“, rief Giso ungeduldig. „Aber was bedeutet das?“
„Die guten Mächte werden schwach und die bösen Mächte werden stark. Sie werden uns unterdrücken.“
„Mich werden sie vielleicht zu Kleinholz verar­beiten“, befürchtete der Baum.
„Die Feen und ihre Diener werden für immer in ihren Schlössern als Gefangene leben“, ergänzte Fedor.
Giso und Coralie waren ganz still. Sie dachten an die gute Nachtfee, deren Schloss sie damals gesucht hatten. Sie war so freundlich gewesen.
„Aber irgendetwas muss es doch geben, das wir tun können!“, rief Giso schließlich aus.
„Oh, es gibt etwas“, antwortete Fedor. „Aber es ist schwierig. Kein einzelnes Wesen kann den Zauber von Creszentia und Hyazinth brechen.“
„Und wer kann ihn brechen und wie?“, fragte Giso.
„Nur einer Gruppe besonderer Wesen könnte es gelingen. Aber es ist schwierig…
Wir brauchen ein Wesen der Erde und ein Wesen der Lüfte. Ein Wasserwesen und ein Feuerwesen. Ein Geisterwesen und ein Wesen aus Fleisch und Blut. Wenn diese Wesen gemeinsam der Hexe und dem Zauberer entgegen treten und dabei einen Zauberspruch sagen, wird der Zauber gebrochen.“

Rotraud Falke-Held wurde 1964 in Bad Driburg geboren.
Schon in der Grundschulzeit entdeckte sie die Freude am Schreiben.

Doch zunächst absolvierte sie eine solide kaufmännische Ausbildung und kann heute auf eine 20jährige Berufstätigkeit zurückblicken.
Nach der Geburt ihrer Kinder - in den Jahren 2000 und 2001 – gab sie ihre Berufstätigkeit auf. Sie begann, sich spannende Geschichten auszudenken – zunächst nur für ihre eigenen Kinder.
2009 erschien ihr erstes Kinderbuch „Der kleine Bär Tapp“ im Monolith Verlag.
Seither sind einige Kinder- und Jugendbücher von ihr erschienen, altersmäßig wachsen die Geschichten mit dem Alter ihrer eigenen Kinder.
Rotraud Falke-Held lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und der Hundedame Cacy in Büren. 

Dienstag, 7. Februar 2017

Das kleine Gespenst GISO von Rotraud Falke-Held




 Die „GISO“-Abenteuer sind spannende, etwas andere Gespenstergeschichten zum Vorlesen ab etwa 5 Jahren. Aufgrund der großen Schrift eignen sie sich auch sehr gut zum ersten Selbstlesen in den ersten beiden Grundschuljahren.
Beide Bücher sind im A4-Format erschienen und haben große Schwarz-Weiß-Bilder zum Ausmalen.
Die beiden GISO-Abenteuer können unabhängig voneinander gelesen werden.


 
- Giso im Zauberwald -

Das kleine Gespenst Giso ist traurig. Er möchte so gerne ein Freund der Menschenkinder sein, aber alle haben Angst vor ihm. Mit der weisen Eule Coralie macht er sich im Zauberwald auf die Suche nach einer Lösung. Er findet neue Freunde, muss aber auch einige Gefahren überstehen.
Das Buch hat 74 Seiten und viele große Bilder zum Ausmalen von Michael Klapper



Leseprobe:

Der Zauberwald ist nicht leicht zu finden.
Nur ganz besondere Wesen können ihn überhaupt sehen. Geister und Zauberwesen und Geschöpfe der Nacht, wie Coralie.
Für Menschen bleibt er fast unsichtbar.
Und so gehen sie an ihm vorbei, ohne ihn zu bemerken. Aber vielleicht ist es auch besser so. Denn im Zauberwald warten nicht nur schöne Feen und gute Wesen, sondern auch viele Gefahre­n.
„Komm, Giso. Und pass auf, wohin du schwebst. Im Zauberwald sind die Dinge nicht wie sie schei­nen. Sogar ein Baum kann ein Zauberwesen sein. Oder ein Pilz“, warnte
Coralie.
„Ich passe auf. Außerdem bin ich ein Ge­spenst. Wie kann mir ein Baum etwas anha­ben. Ich könnte einfach durch ihn hindurch schweben.“
Coralie seufzte. Giso war eben noch ein kleines Gespenst und hatte nicht viel Ahnung von den Gefahren hier im Wald. Wie gut, dass sie mitgekommen war.
So flogen sie tiefer in den Wald hinein.
Coralie hatte keine Ah­nung, wo sie Giso hinführen sollte. Sie vertraute darauf, dass sie einem Wesen begegnen würden, das ihnen weiter­half.
Sie sah sich nach Giso um, der hinter ihr herschwebte und in der Gegend herumblickte. Der Wald war ein bisschen unheimlich. Viele Bäume hatten Gesichter.
Aus der Erde wuchsen seltsame Wurzeln.
Kleine Knollen rannten emsig umher.
Und irgendwie waren die Farben eigenartig. Den Himmel konnte Giso schon gar nicht mehr sehen, so dicht war der Wald.
„Giso, pass auf, wo du hinschwebst!“, rief Coralie.
Bums! Da war es schon passiert. Plötzlich stieß Giso gegen etwas Hartes. Was war das? Erschrocken schüttelte er sich.
„Wer wagt es, mich zu stören?“, brummte der Baum. Es war ein sehr alter Baum. Ein dicker, knorriger Baum. Und sehr freundlich schien er auch nicht zu sein.
„I – i – ich. Giso. Ich bin ein Gespenst“, stotterte Giso ängstlich. „Es – es tut mir sehr leid. A – aber normalerweise fliege ich durch Wände und Bäume einfach hindurch.“
Coralie war inzwischen neben Giso gelandet.
„Es tut mir leid, alter Baum. Es war keine Absicht. Giso ist zum ersten Mal im
Zauberwald. Er hat nicht auf den Weg geachtet“, erklärte sie.
„Das sollte er aber tun!“, brummte der Baum un­freundlich. „Was sucht ihr hier überhaupt?“
„Giso sucht die Antwort auf eine Frage.“
„Auf eine Frage?“ Der Baum war verwundert.
„Er möchte gerne ein Freund der Menschen sein. Aber leider haben alle Angst vor ihm“, erklärte Coralie.
Da begann der Baum zu lachen. 


Rotraud Falke-Held wurde 1964 in Bad Driburg geboren.
Schon in der Grundschulzeit entdeckte sie die Freude am Schreiben.
Doch zunächst absolvierte sie eine solide kaufmännische Ausbildung und kann heute auf eine 20jährige Berufstätigkeit zurückblicken.
Nach der Geburt ihrer Kinder - in den Jahren 2000 und 2001 – gab sie ihre Berufstätigkeit auf. Sie begann, sich spannende Geschichten auszudenken – zunächst nur für ihre eigenen Kinder.
2009 erschien ihr erstes Kinderbuch „Der kleine Bär Tapp“ im Monolith Verlag.
Seither sind einige Kinder- und Jugendbücher von ihr erschienen, altersmäßig wachsen die Geschichten mit dem Alter ihrer eigenen Kinder.
Rotraud Falke-Held lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und der Hundedame Cacy in Büren. 


Freitag, 15. Mai 2015

Magische Welt von Karim von Kreativ







Die Magische Welt handelt von einer utopischen Gesellschaft, die von Feen regiert und kontrolliert wird. Mittels magischer Kugeln können diese Feen ihr Reich beobachten und sich einmischen, wenn etwas nicht so funktioniert, wie sie es sich wünschen. Allen Wesen in der Magischen Welt  ist ihr kulturelles Leben sehr wichtig. So haben sie teilweise recht merkwürdige Feste (z.B. die Kopfstandsrallye der Wichtel oder das Falltürenfest der Gnome), auf die sie großen Wert legen. Und gerade jene Feierlichkeiten werden plötzlich von unbekannter Hand systematisch durcheinander gebracht. So laufen auf Schloss Feenburg derzeit die Vorbereitungen zum Spukneujahrsempfang, aber das Schloss-gespenst hat einen merkwürdigen Schluckauf, der nicht mehr weggeht. Eine der magischen Zauberkugeln wurde zudem noch gestohlen und ist in unsere Menschenwelt nach Frankfurt am Main zu einer jungen Detektivin namens Laura Stockiger gelangt, die nun Einblick in die Magische Welt erhalten hatte und jetzt mithelfen möchte, das Geheimnis um die rätselhaften Ereignisse zu lösen.

Kinder ab 5 Jahre
Erhältlich sind die Bücher bei Amazon



Leseprobe
Episode 2 Ein glanzvoller Auftritt   Teil 1 Rätselhaftes im Schloss

Prolog
Freitag, der 28. Dezember 2012, 15.00 Uhr, eine Fee probiert die Flüssigkeit aus ihrer Tasse im Teezimmer eines großen Schlosses. Dabei verzog sie ihre Mundwinkel so, wie es ein Murmeltier tut, das versehentlich in einen Stinkpilz hineinbeißt.

Igitt! Elvira!, rief Charlotte entsetzt und drückte fünfmal auf den vor ihr stehenden Klingelknopf der kleinen Glocke. Komm bitte schnell nochmal her!

Charlotte von und zu Feenburg, Oberfee und zugleich Königin der Magischen Welt mochte es gar nicht, wenn sie warten musste, insbesondere nicht, wenn etwas Wichtiges zu besprechen war, so wie jetzt mit ihrem nachmittäglichen Rotbeerentee.
Elvira war noch nicht lange die Haushälterin auf Schloss Feenburg, sondern gehörte zum Dienstpersonal erst seit 67 Jahren, 7 Monaten und 26 Tagen. Daher war es verständlich, dass sie gewisse Abläufe ihrer Arbeit im Schloss immer noch nicht richtig beherrschte.

Ich bin sofort bei Euch, Hoheit. Es dauert nur 35 Minuten., drang eine zarte Stimme ins Teezimmer. Ich muss nur noch die Glühwürmchenleselampe entstauben, das Toilettenpapier im Badezimmer nachzaubern, dem Papageien die Krallen schneiden, das Plasmagas Kugel-Ladegerät polieren, …“

Sofort!, schrie Charlotte. Das andere kann warten!

Immer kam Elvira mit irgendwelchen Ausreden, und manchmal dachte Charlotte, dass es vielleicht besser wäre, eine andere Haushaltskraft einzustellen. Aber Charlotte mochte Elviras oftmals leicht verträumte, aber stets freundliche Art und Weise.

Elvira kam ins Teezimmer herein. So hier bin ich! Was kann ich für Eure Hoheit tun? 

Danke, dass Du gekommen bist!, entgegnete ihr Charlotte. Du weisst doch, dass ich immer um 15.00 Uhr meinen nachmittäglichen Rotbeerentee trinke, …“ 

Dieser steht doch auf dem Tisch vor Ihnen, Hoheit. Ich habe Euch den Tee wie immer um genau 14.58 Uhr serviert, damit er noch zwei Minuten nachziehen kann und Ihr ihn dann pünktlich um 15.00 Uhr lauwarm genießen könnt., unterbrach sie Elvira.

Umrühren, Elvira! Es geht ums Umrühren!, zischte Charlotte. 

Ja, aber das habe ich doch gemacht!, erwiderte Elvira erschrocken.

Aber bestimmt nicht dreimal links, zweimal rechts und nochmals viermal links herum!? Nur so löst sich das Rotbeerenpulver komplett im Teewasser auf und gibt diesen wohltuenden, lieblichen Geschmack, wie ich ihn jetzt brauche!, sagte die Königin jetzt in einem bestimmenden Ton.

Oh entschuldigt, Eure Hoheit! Ich hatte achtmal rechts, siebenmal links und einmal rechts herum gerührt! Ich dachte, so wird das immer gemacht!?, verteidigte sich Elvira.

Donnerkiesel! Achtmal rechts, siebenmal links und einmal rechts herum ist die Umrührformel des Grüntomatentees, meines Gutenachttees! Dass du auch immer wieder alles verwechseln musst! Es ist echt zum Spinnensaft-Melken mit Dir!, seufzte Charlotte, stand auf, nahm ihre Teetasse und kippte den darin enthaltenen Tee in den Kübel mit der grüngelblichen Feenpalme, der über ihr an der Decke herunterhing. Dann schritt sie selbst zum königlichen Küchenzimmer, nahm die auf dem Küchentisch abgestellte Teekanne und goss sich etwas Tee ein. Anschließend holte sie aus der Besteckschublade einen kleinen Teelöffel heraus, rührte dreimal links, zweimal rechts, viermal links herum und warf den Löffel in hohem Bogen in die noch geöffnete Besteckkiste der Zauberspül-maschine hinein.
Hmmmmmmm, so muss mein Nachmittagstee schmecken!, gluckste die Königin kostend und ging mit ihrer Tasse in ihr Teezimmer zurück.

Elvira stand im Teezimmer wie angewurzelt und starrte auf die hereinkommende Königin.

Was guckst du mich denn wie ein frisch geduschtes Eichhörnchen an, Elvira? Ich dachte, du hättest noch so viel zu tun!? Dann mal husch husch, weitermachen!, befahl Charlotte etwas genervt.

Entschuldigt, Eure Hoheit,, schluchzte Elvira, ich dachte gerade, , ich dachte gerade, seit dieser Diebstahl bei der Kirschkernweitspuckweltmeisterschaft bei uns im Schloss passiert ist, seid Ihr mit mir überhaupt nicht mehr zufrieden - egal, was ich tue!

 Hmpf, kam es aus dem Mund der Königin heraus, die ihre Teetasse an ihren vorherigen Platz am Tisch zurückstellte. Das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun! Dass die lila Empfangskugel Nummer 243 und der Kunstharzstift aus dem magisch verschlossenen Kugelraum gestohlen wurden, ist ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit! Hat Glücksfee Fortuna inzwischen schon etwas herausgefunden? Sie wollte sich doch darum kümmern! Und überhaupt, wo steckt sie eigentlich? Sie war um 13.00 Uhr nicht zu unserer Dienstbesprechung mit den anderen Feen erschienen!

Aber das ist doch verständlich. Ihr hattet Fortuna doch gestern den Auftrag gegeben, die Einladungen für die Gäste zum Spukneujahrsempfang zu machen und das Gespenst Hatschipunatschi zu suchen!, antwortete Elvira.

Hatte ich das?, grübelte Charlotte. Ach ja richtig! Jetzt erinnere ich mich wieder! Ich werde mit meinen 1.245 Jahren allmählich alt und vergesslich. Aber warum weisst du das überhaupt, Elvira? Du bist doch bei den Besprechungen gar nicht dabei! Du sollst dich um die Schlossarbeit und die Küche kümmern! Die Küche hat übrigens auch lange keinen Besen mehr gesehen! In den Ecken ist der Staub bereits meterdick, so dass selbst unsere Hausmäuse geflüchtet sind und sich ein neues Mäusehaus im Turmzimmer gebaut haben.

Ja, verzeiht Eure Hoheit, aber ich hatte Extraaufgaben!, erklärte Elvira.

Was denn für Extraaufgaben?, empörte sich Charlotte.

Aber Eure Hoheit hat mir doch aufgetragen, dass ich jeden vierten Donnerstag im Monat an diesen Dienstbesprechungen teilnehmen muss. Das letzte Mal wurde hier besprochen, dass ich ab sofort immer Montagsfrüh von 06.41 Uhr bis 11.52 Uhr und Freitagsabend von 18.11 Uhr bis 23.37 Uhr im Kugelraum bei der Überwachung der Magischen Welt mithelfen muss. Sicherheitsfee Hanna wäre in dieser Zeitspanne mit der alljahrhundertlichen Wartung der gerade nicht benötigten Empfangskugeln in der Zauberwerkstatt beschäftigt. Und beides gleichzeitig kann Hanna ja trotz aller Zauberei nicht erledigen.

Ach, stimmt!, entschuldigte sich Königin Charlotte und runzelte ihre Stirn. Nun denn, mach aber jetzt bitte deine Arbeit weiter und schick mir Fortuna ins Teezimmer! Ich möchte dringend mit ihr sprechen!

Elvira nickte und verließ das Teezimmer. Die Königin stöhnte leise, nahm ihre Teetasse, schlürfte etwas daran und stellte sie wieder auf den Tisch zurück. Sie dachte nach und schloss ihre Augen.

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Schloss Feenburg war der Regierungskontrollsitz der Magischen Welt und lag idyllisch am kleinen Flüsschen Fee, das sich durch eine verzauberte Waldlandschaft mit allerlei merkwürdigen Bäumen  schlängelte, wie der Grüntomaten-Palme oder der Gummibärchen-Eiche.
Hier in Feenburg lebten die Schlossfeen Königin Oberfee Charlotte von und zu Feenburg mit dem Gremium der Magischen 7, das aus Glücksfee Fortuna, Sicherheitsfee Hanna sowie den Feen Pia, Fiona, Vanessa, Lina und Tamara bestand, Haushälterin Elvira, Schlossgärtnerin Jana, Schlossgespenst Hatschipunatschi, Papagei Kraxeldikrax und eine liebenswerte, friedliche Mäusefamilie. Sonstige Bewohner gab es in dem riesigen Schloss mit seinen wunderschönen Räumen nicht, wozu unter anderem die Zauberküche, der Kugelraum, der Besprechungssaal, das Teezimmer, der Freizeitausgleichsraum, der Entspannungsmassageraum, die Wohnschlafräume der Feen und das große Turmzimmer gehörten. Allerdings hausten noch ein paar Hühner und zwei Hähne im Schlossgarten in einer magisch-umzäunten Freigartenanlage.


Sascha Lock ist Erzieher sowie Pädagoge, seit über 20 Jahren in der Kinder - und Jugendarbeit Bereich Kindertagesstätten tätig. Unter dem Pseudonym Karim von Kreativ hat er seine erste Kinderbuchreihe veröffentlicht. Zu dieser Kinderbuchreihe gibt es auch ein Konzept wie Lesen und Selber-Aktiv werden (Mitmachaktionen von Basteln über Kochen und Spielen) miteinander verknüpft werden können.
Nähere Infos können im E-Mail- Austausch besprochen werden. Sascha Lock erreichen Sie unter locksascha@aol.com
Über die Geschichte kann man sich auch auf der Homepage www.magischewelt.eu informieren.