Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren
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Dienstag, 17. März 2015

Der kleine Bär Tapp von Rotraud Falke-Held




Klappentext:

Tapp lebt mit Mama und Papa in einer Wohnhöhle tief im Wald. Seine besten Freunde sind Kurt Hase und Freddi Fuchs. Aber natürlich kennt er auch noch viele andere Bewohner des Waldes. Tapp, ein kleiner Lausebengel, ist manchmal fröhlich, übermütig und ganz schön mutig, manchmal aber auch vorlaut und sogar ängstlich.
Mit seinen Freunden erlebt er im Wald viele Abenteuer

Ein liebenswertes Buch um Freundschaften zwischen Tieren, die menschliche Wesenszüge haben. Es eignet sich zum Vorlesen ab etwa 4 Jahren. Da Tapp schon ein Schulkind ist, mögen ihn aber auch noch Erstleser.
Zu jeder Geschichte gibt es ein buntes, meist ganzseitiges Bild von Heike Winkler.

Das Buch kann im Buchhandel bestellt werden (ISBN: 978-3-9811791-9-4) oder direkt beim Monolith Verlag (oder bei der Autorin)



Leseprobe aus der Geschichte „Tapp und Freddi“

Tapp liegt vor der Höhle im Wald und spielt Murmeln. Mama sitzt auf der Bank und liest die Bären-Nachrichten.
Gleich nebenan ist Familie Fuchs in einem Erdbau eingezogen. Ein kleiner Fuchs spielt mit einem bunten Papierding, an dem eine lange Schnur hängt.
„Was ist das für ein Ding?“, fragt Tapp seine Mama.
Sie sieht kurz auf. „Ein Papierdrache“, erklärt sie. „Ich hatte als Kind auch einen. Aber er ist in den Zweigen der Bäume hängen geblieben und kaputtgegangen.“
Tapp vergisst seine Murmeln und beobachtet, wie der kleine Fuchs die Schnur immer mehr abwickelt. Der Drache fliegt höher und höher.
Tapp findet das Spiel sehr spannend. Überhaupt ist es toll, dass jetzt in der Nachbarschaft ein Junge wohnt. Aber er weiß nicht so recht, wie er ihn ansprechen soll.
Da passiert es. Der Drache bleibt in einer Baumkrone hängen. Der kleine Fuchs zieht an der Schnur. Er will ihn befreien. Aber es klappt nicht. Er beginnt zu weinen.
Tapp springt sofort auf und läuft zu ihm. „Weinst du, weil du deinen Drachen nicht herunterbekommst?“
Der kleine Fuchs nickt schluchzend.
„Ich kann gut klettern. Soll ich den Drachen für dich holen?“
Der kleine Fuchs schaut auf. Er lächelt hoffnungsvoll. „Kannst du das wirklich?“
„Na klar. Ich heiße übrigens Tapp und du?“
„Ich heiße Freddi.“
Und schon beginnt Tapp, den hohen Baum hinaufzuklettern. Geschickt hangelt er sich von Ast zu Ast bis in die Baumkrone.



Rotraud Falke-Held wurde 1964 in Bad Driburg geboren.
Schon in der Grundschulzeit entdeckte sie die Freude am Schreiben.
Doch zunächst absolvierte sie eine solide kaufmännische Ausbildung und kann heute auf eine 20jährige Berufstätigkeit zurückblicken.
Nach der Geburt ihrer Kinder - in den Jahren 2000 und 2001 – gab sie ihre Berufstätigkeit auf. Sie begann, sich spannende Geschichten auszudenken – zunächst nur für ihre eigenen Kinder.
2009 erschien ihr erstes Kinderbuch „Der kleine Bär Tapp“ im Monolith Verlag.
Seither sind einige Kinder- und Jugendbücher von ihr erschienen, altersmäßig wachsen die Geschichten mit dem Alter ihrer eigenen Kinder.
Rotraud Falke-Held lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und der Hundedame Cacy in Büren.

Dienstag, 3. Februar 2015

Zauberbann über Mystica von Rotraud Falke-Held



Klappentext:

In dem geheimnisvollen Land MYSTICA lebt die Hexe Rosalia gemeinsam mit der Katze Pilar und dem Hund Adolar. Sie ist eine Außenseiterin und wird schließlich sogar vom Herrscher des Zauberreiches aus dem Hexenzirkel ausgeschlossen.
Durch ein Naturereignis öffnet sich das Tor zwischen Menschenwelt und Mystica. Zwei Kinder betreten das fremde Land und freunden sich mit Rosalia an.
Eines Tages verletzen einige Hexen das Gesetz und greifen in die Natur ein. Das erzürnt die Naturgeister, die das gesamte Zauberreich mit einem Bann belegen. Nur eine ausgewählte Schar von Geschöpfen beider Welten kann die Geister besänftigen. Aber allein Rosa hat Kontakt zu anderen Wesen…

Zauberbann über Mystica ist eine spannende Geschichte voller Magie für Mädchen und Jungen ab etwa 7 Jahren. 
Das Buch hat 102 Seiten und hat viele schöne schwarz-weiß Bildern von Heike Winkler.

Das Buch kann im Buchhandel bestellt werden (ISBN: 978-3-941666-04-7) oder direkt beim Monolith Verlag (oder bei der Autorin).

Leseprobe aus Kapitel 6: Sonnenfinsternis

Rosa stand vor ihrem Haus und vermisste die bunten Blu­men des Frühjahrs und Sommers. Inzwischen waren auch die letzten Blumen verwelkt. Und obwohl der Herbst bisher sehr warm und sonnig war, war heute ein ungewöhnlich düsterer Tag.
„Ich weiß, du darfst mit Zauberei nicht in die Natur eingreifen, aber kannst du nicht wenigstens ein paar Blumen in die Vase hexen?“, fragte Adolar.
„Natürliche Blumen nicht. Aber mit etwas Farbe kann ich Blumengirlanden an die Wände zaubern.“
„Dann tu es!“

                           Eene meene eins zwei drei
                           Sei´s getan mit Hexerei
                           Geschmückt seist du mit bunten Farben
                           Blumen und Blätter wollen wir im Hause haben
                           Es entstehe wie mit Künstlerhänden
                           Bunter Frühling an den Wänden   
                           Eene meene eins zwei drei
                           Es ist geschehn dank Hexerei.

Das Haus erstrahlte sofort viel fröhlicher. Bunte Blumengir­landen zogen sich über die Wände. Efeu rankte von der Decke.  Alles sah so echt aus, dass man sogar meinte, den Duft wahrnehmen zu können.
Rosa seufzte zufrieden. „Es ist wunderschön.“
„Ja, es sieht so aus, als hättest du den Sommer eingefangen“, lobte Pilar.
„Aber was tut sich nur draußen?“, klagte Adolar.
Ja, draußen sah es eigenartig aus. Es wurde so merkwür­dig dunkel, aber es war nicht die Dunkelheit der Nacht. Es war auch nicht die Dunkelheit von Regenwetter. Rosalia hatte noch niemals an einem Tag so triste Farben gesehen.
Nebel schlich über den Waldboden - und - obwohl keine Wol­ken am Himmel waren, schien sich die Sonne zu verdun­keln. „Was ist das?“, fragte Rosa. „Ich habe Angst. So etwas habe ich noch nie gesehen. Es ist, als würde die Welt unterge­hen.“
Pilar schüttelte den Kopf. „Nein, Mystica wird nicht unterge­hen.“
Rosalia fror plötzlich, obwohl es warm war in ihrem Häuschen. Ein Schauer des Grauens überkam sie. Sie schüttelte sich.
„Lass uns nach draußen gehen und zusehen, was geschieht“, schlug Pilar vor. „Du musst keine Angst haben.“
Sie stupste Rosa an.
Adolar zerrte leicht an ihrem Rock.
Rosa gehorchte und folgte den beiden nach draußen. In­zwischen war es noch düsterer geworden.
„Der helle Tag wird dunkel“, seufzte Adolar.
„So etwas hat es in Mystica noch niemals gegeben“, maunzte Pilar ehrfürchtig.

Rotraud Falke-Held wurde 1964 in Bad Driburg geboren.
Schon in der Grundschulzeit entdeckte sie die Freude am Schreiben.
Doch zunächst absolvierte sie eine solide kaufmännische Ausbildung und kann heute auf eine 20jährige Berufstätigkeit zurückblicken.
Nach der Geburt ihrer Kinder - in den Jahren 2000 und 2001 – gab sie ihre Berufstätigkeit auf. Sie begann, sich spannende Geschichten auszudenken – zunächst nur für ihre eigenen Kinder.
2009 erschien ihr erstes Kinderbuch „Der kleine Bär Tapp“ im Monolith Verlag.
Seither sind einige Kinder- und Jugendbücher von ihr erschienen, altersmäßig wachsen die Geschichten mit dem Alter ihrer eigenen Kinder.
Rotraud Falke-Held lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und der Hundedame Cacy in Büren.