Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren

Dienstag, 17. Mai 2016

Abenteuer Amselrettung von Doris Thomas

Klappentext:

Eines Tages machen Tanja und ihr Bruder Andreas eine Entdeckung: Unter dem Amselnest in ihrem Garten liegt ein kleines, nacktes Küken. Es lebt, aber es gibt keinen Ton von sich. Was sollen sie tun? Die Geschwister wollen das hilflose Küken nicht seinem Schicksal überlassen. So beginnen aufregende Tage um die Rettung einer kleinen Amsel. Eine Begebenheit, die sich wirklich so zugetragen hat, wird zu einem echten Abenteuer. Das liebevoll illustrierte Buch liefert dir auch Sachinformationen über das Leben einer Amsel.
Ab 8/9 Jahre
Erhältlich bei Verlag an der Este und bei Antolin


Das Unglück geschieht


Regelmäßig schauen die Kinder nach dem Nest. Als sie vom Spielplatz kommen, machen sie eine schlimme Entdeckung. Ein Küken liegt unter dem Nest. „Mama! Mama!“, brüllen sie und rennen ins Haus. Tanja weint beinahe, aber Andreas bleibt ruhig: „Wir müssen sie retten, Mama!“

Sofort kommt die Mutter mit hinaus. „Das schaffen wir nie. Es ist ja so winzig“, meint sie. „Doch Mama, bestimmt. Wir helfen auch kräftig mit!“ Andreas und Tanja betteln so lange, bis ihre Mutter schließlich sagt: „Na gut, wir können es ja versuchen!“

Das Küken ist fast nackt und die wenigen Federn stecken noch in den Federstielen. Die Mutter besteht darauf, dass Andreas Gartenhandschuhe anzieht, bevor er den Vogel in die Hand nimmt. Vielleicht ist er ja krank! Vorsichtig nimmt Andreas das Küken in die Hand. „Die Kleine ist ja total leicht.“ - „Zerdrück sie bloß nicht!“, ermahnt ihn Tanja.
Wohin jetzt mit dem kleinen Vogel? Tanja flitzt in den Keller und  holt einen Suppenteller aus Plastik. Mit einem Geschirrtuch polstern sie den Teller aus. Andreas setzt das Küken behutsam in das Ersatznest. Es gibt keinen Ton von sich. Sein Schnabel ist fest geschlossen.

Die Mutter überlegt: „Andreas, du suchst Regenwürmer! Tanja, du holst eine Pinzette aus dem Badezimmer!“ Beide Kinder sausen los. Andreas findet einige kleine Würmchen im Beet. Jetzt wollen sie das Amselküken mit Hilfe der Pinzette füttern,  aber es will einfach nicht den Schnabel aufmachen.


Tanja tippt mit der Pinzette an den platten Schnabel. Nichts passiert. Die Kinder sind verzweifelt. Andreas will sich neben das Nest setzen und stößt dabei mit dem Knie an den Plastikteller. Plötzlich reißt die kleine Amsel den Schnabel auf. „Füttere sie, schnell!“, ruft Andreas seiner Schwester zu.

Tanja ist ganz aufgeregt. Ihre Hand zittert, als sie dem Vogel die Pinzette mit den Würmchen in den Schnabel steckt. Geschafft! „Juhu! Juhu! Die Kleine hat gefressen!“ Auf einmal hebt das Küken seinen federlosen Po. Flatsch!
Auf Tanjas T-Shirt hängt ein dicker Klumpen Kacke. „Iih, wäh!“, kreischt sie entsetzt. „Das ist ja eklig.“

Andreas krümmt sich jedoch vor Lachen. Die Mutter grinst und bringt Tanja Küchentücher aus Papier: "So eines solltet ihr auch noch ins Nest legen. Das könnt ihr wegschmeißen, wenn es dreckig ist."
Abends tragen sie die kleine Amsel hinunter in den Heizraum. Dort ist es warm genug. Ob sie morgen noch lebt?
Doris Thomas

Seit über 25 Jahren ist die Autorin im Wal- und Delfinschutz aktiv und hat bisher meist Bücher über die Meeressäuger geschrieben. Vielen Lesern sind die Abenteuer des Schwertwals Zabu bekannt. Aufgrund dieser Arbeit, die zum Teil auch in Englisch veröffentlicht wurde, hat sie bereits den Titel "Whale Writer" erhalten.

Die Autorin hält Vorträge über Wale und will auch mit ihren Büchern, die immer mit eigenen Ölbildern, Aquarellbildern, Bleistiftzeichnungen oder auch einmal mit Fotos illustriert werden, die jungen Leser mit spannenden Geschichten fesseln und gleichzeitig für Umweltthemen sensibilisieren. In vielen der Fanbriefe, die Schüler an sie geschrieben haben, erwähnen die Kinder, dass sie nun Walfans sind und diese tollen Tiere schützen möchten. Kann es ein größeres Kompliment für eine Arbeit geben?

Aber auch andere Tierarten liegen der Autorin am Herzen. Ob es nun die Robbe Tippo oder eine kleine Amsel ist, mit jedem Buch finden die jungen Leser einen ganz besonders einfühlsamen Zugang zu der Tierart, selbst wenn es sich um Wildtiere handelt.

Gerade sucht Doris Thomas einen Verlag für ein spannendes, reich illustriertes Kinderbuch über einen jungen Elefanten.

Übrigens gibt es zu allen Büchern einen Fragesatz bei Antolin.

Homepage: www.doris-t.de

Dienstag, 10. Mai 2016

Simons nächtliche Reisen von Ulrike Blatter



Klappentext: Simon wünscht sich einen ganz besonderen Freund: einen Elefanten. Und das Wunder geschieht – in einer Vollmondnacht wird der kleine, dreibeinige Traumelefant tatsächlich lebendig. Leider verschwindet er dann ziemlich schnell auf eine geheimnisvolle Insel.
Dort warten neue Freunde und ungeahnte Abenteuer auf ihn. Wie gut, dass Simon in der nächsten Vollmondnacht auch die weiter Reise in das fremde Land wagt!
Anmerkung: Den Erlös aus dem Verkauf dieses Buches verwende ich für meine Reisekosten, wenn ich unsere Kinderprojekte in Bonsien besuche. Mehr Infos: http://www.ulrike-blatter.de/mein-projekt-2/
Erhältlich bei Amazon und bei der Autorin, in der Schweiz

Leseprobe:
KAPITEL 3
Die Insel
«Autsch! Kannst du nicht aufpassen, wo du dich hinsetzt?» rief ein piepsiges Stimmchen. Erschrocken sprang der Elefant auf und sah hinter sich. Er blinzelte heftig — aber es half ihm nicht. Er konnte nichts erkennen. «Hier bin ich!» rief das Stimmchen. «Pass auf! Ich springe jetzt rauf und runter. Du kannst mich nur sehen, wenn ich mich bewege.» Ja, tatsächlich: Jetzt erkannte der Elefant eine Art Flimmern in der Luft und dann ein paar Linien, die ständig die Farbe wechselten — je nachdem, wie der Hinter­grund aussah. Das Dingsda war perfekt getarnt, weil es immer die jeweilige Farbe seiner Umgebung annahm.
«Kann ich jetzt aufhören mit Herumspringen?» fragte es. «Ich bin schon ganz ausser Atem.» Der Elefant beäugte das Wesen, das sich nun auf einen grossen Stein gesetzt hatte. Wenn er genau hin­sah, konnte er ein Gewirr von grauen Linien erkennen. «Wer bist denn du?» fragte er. «Ich bin das Kritzel-Kratzel», sagte das Wesen. «Mich hat ein kleines Mädchen gemalt, als es zum ersten Mal im Leben einen Stift in die Finger bekam. Leider haben mich die Eltern zum Altpapier gelegt — und dann bin ich einfach abge­hauen!» — «Donnerwetter», staunte der Elefant. «Das ist eine ganz ähnliche Geschichte wie bei mir. Mich haben sie ausgelacht, weil ich so komisch aussehe und nur drei Beine habe. Ich bin dann auf einem Mondlichtstrahl zum Fenster rausgelaufen, und dann bin ich einfach hierher geweht worden. Wo bin ich denn eigentlich?» «Das hier ist die Insel, auf der alle missglückten Kinderzeichnungen landen, die keiner mehr haben will», erklärte das Kritzel­Kratzel. «Hier gibt es jede Menge lustige Gestalten. Wir haben viel Spass miteinander und erleben Abenteuer. Mir gefällt es hier. Wir können sogar tagsüber spielen und nicht nur nachts wie zu Hause.»

Der Elefant wurde ganz aufgeregt, als er das hörte. Er war also nicht völlig alleine auf der Welt mit seinem Problem. Hier fand er bestimmt Freunde! «Wo sind denn die anderen?» schnaufte er. «Komm, ich will sie alle kennenlernen!» — «So einfach ist das nicht», meinte das Kritzel-Kratzel und sprang auf eine grosse, feu­errote Blüte, wo es sofort wieder die Farbe wechselte. Der Elefant hatte alle Mühe, etwas zu erkennen. «Wieso nicht?» — «Weil wir nicht wissen, ob du böse und gefährlich bist. Wir sind doch alle aus Papier, und mit deinem langen Rüssel könntest du uns alle durcheinanderpusten, oder mit deinen grossen Füssen könntest du auf uns herumtrampeln.» — «Glaubst du wirklich, dass ich so gefährlich bin?» fragte der Elefant. Er fühlte sich fast ein wenig geschmeichelt. Also war er doch gross und stark! Na ja, das Kritzel-Kratzel war ja auch so klein und zerbrechlich. Kein Wun­der, dass es Angst hatte. Der Elefant bemühte sich, seine Stimme möglichst ruhig und zuverlässig klingen zu lassen. «Du brauchst keine Angst zu haben. Ein kleiner Junge hat mich so gross und stark gemacht, damit ich die Kleineren beschützen kann. Ich bin hier, um neue Freunde zu finden, und nicht, um alles kaputt zu machen.»
Das Kritzel-Kratzel sah ihn prüfend an. Anscheinend machte der Elefant einen guten Eindruck, denn es sprang ihm mit einem Satz auf den Rücken und kitzelte ihn mit seinen vielen Strichen hinter dem rechten Ohr. «Lauf schon los!» rief es. «Ich sage dir die Richtung.»
Gemütlich schaukelnd setzte sich der Elefant in Bewegung. Es war eine wundersame Welt, die sich da vor ihnen auftat. Die Bäume waren so hoch wie Häuser. Ihre Äste und Blätter berührten sich und schufen so ein grünes Dach, so dass das Sonnenlicht nur gedämpft hindurchfiel. Riesengrosse Blumen hingen an Ranken herab und verströmten seltsame Düfte. Neugierig trat der Elefant an eine Blume heran und senkte seinen Rüssel in den schneeweis­sen Blütenkelch. Es roch so lecker nach Honig, dass er gar nicht mehr aufhören konnte zu schnüffeln. Geniesserisch schmatzte er mit der Zunge. «Das nächste Mal bist du etwas vorsichtiger», schimpfte das Kritzel-Kratzel auf seinem Rücken. «Die Honig­blumen duften so gut, dass manch einer, der daran riecht, alles um sich herum vergisst und an der Blüte klebenbleibt. Erst wenn die Blume verblüht ist, erwacht er wie aus einem Traum und weiss gar nicht mehr, wo er ist und wo er eigentlich hinwollte.» «Mhmmm­jammm», seufzte der Elefant und zog betrübt den Rüssel aus dem Blütenkelch. «Um ein Haar wäre es mir genau so ergangen.»
Verträumt stapfte er durch den Wunderwald, während das Kritzel-Kratzel ihm noch so manches erklärte. «Es gibt auch fleischfressende Pflanzen. Schnapp! Und irgend etwas von dir ist weg! Sei bloss vorsichtig — du hast ja sowieso nur drei Beine.» Erschrocken schaute der Elefant auf den Boden, konnte aber nichts Verdächtiges erkennen. Hoffentlich gab es in diesem Wald nicht zu viele fleischfressende Pflanzen! Er hob seinen Rüssel und pustete sachte gegen das Kritzel-Kratzel. Das kreischte erschrok­ken auf und hielt sich mit aller Kraft an der Elefantenhaut fest. «Ich fliege ja runter, pass auf!» — «Da siehst du», brummte der Elefant. «Genau so einen Schrecken hast du mir auch eingejagt. Kennst du denn nur gruselige und gefährliche Sachen auf dieser Insel? Es sieht doch eigentlich alles ganz nett aus.» «Na klar», beeil­te sich das Kritzel-Kratzel zu sagen. «Siehst du dort die violetten Blüten mit der langen, samtblauen Zunge? Wenn du an einer sol­chen Blume riechst, wirst du für eine Nacht zum besten Geschichtenerzähler der Welt. Manchmal machen wir abends ein grosses Lagerfeuer und braten Kartoffeln. Wenn dann die Sonne untergegangen ist, riecht einer von uns an einer solchen Märchen­blume, und dann fängt der Spass erst richtig an! Die ganze Nacht kommen wir nicht zum Schlafen, weil wir uns die schönsten Geschichten anhören. Das ist toll!» Aufgeregt hüpfte das Kritzel­Kratzel auf dem Elefantenrücken hin und her.

Sie waren jetzt schon ziemlich weit gelaufen. Allmählich lich­tete sich der Wald. Zwischen den Baumwipfeln wurde der blaue Himmel sichtbar, und Tausende von Vögeln sangen und zwit­scherten, pfiffen und trillerten, gurrten, gackerten und krächzten, dass es eine wahre Freude war. Ein alter roter Papagei schaukelte kopfunter an einer Liane und betrachtete den Elefanten neugierig. Andere Vögel waren winzig klein, hatten sich aber zu Schwärmen versammelt, so dass sie alleine durch ihre Menge respekteinflös­send wirkten. Ein solcher Vogelschwarm landete jetzt gerade in den Baumwipfeln und begann sich für den Abend einzurichten. War das ein Gezeter und Geschrei! Jeder wollte den besten und schön­sten Platz für sich. Aber kaum hatte sich einer von den gefiederten Wichten auf einem Ast niedergelassen und sich schön dick aufge­plustert, kam ein anderer Streithahn daher, um ihm den Platz streitig zu machen. Der Lärm war so ohrenbetäubend, dass der Elefant und das Kritzel-Kratzel sich beeilten, um schnell weiterzukommen. Dabei übersahen sie völlig einen grossen Reiher, der regungslos im Gebüsch stand und ihnen mit leuchtendgelben Augen nachschaute. Kaum waren die beiden vorübergegangen, schüttelte sich der grosse Vogel, spreizte seine Schwingen und faltete sie anschlies­send wieder ordentlich zusammen. Dann plusterte er sich kräftig auf, zog das rechte Bein dicht an den Bauch und schloss die Augen. Die Sonne war zwar noch nicht untergegangen, aber er hatte einen langen Tag hinter sich und ging immer ziemlich früh schlafen.





Oft werde ich gefragt, wann ich mit dem Schreiben angefangen habe. Die Antwort ist: seit ich einen Stift halten konnte. Ich habe schon immer versucht mit Farbe auf Papier Geschichten zu erzählen. Als ich noch nicht schreiben konnte, habe ich eben Bilder gemalt. Meine Eltern hatten nicht besonders viel Geld und konnten mir gar nicht so viel Papier kaufen, wie ich zum Malen benötigte. Ich habe aus dieser Zeit noch eine große Kiste mit Bildern, die auf die Rückseiten von Werbezetteln oder von aufgeschnittenen Brötchentüten gemalt worden sind.

Als ich in die Schule kam, waren die Buchstaben wie ein großes Wunder für mich und ich konnte nicht genug von ihnen bekommen. Ehrlich gesagt, meine Schrift war nicht immer die Schönste, aber man muss dafür Verständnis haben: ich hatte doch so viele Geschichten in mir, die heraus wollten, da konnte ich mich nicht lange mit Rechtschreibung und Schönschrift aufhalten, oder?
Aber auch das Schönschreiben habe ich schließlich gelernt. Ich wollte doch, dass die Lehrerin meine Geschichten auch entziffern konnte.

Also habe ich jahrelang in der Schule Aufsätze geschrieben. Viele Kinder mögen das Aufsatzschreiben ja nicht besonders und es waren ziemlich langweilige Themen darunter, so wie dieses: „Ein Sonntagsausflug mit meiner Familie“. In diesem Fall habe ich dann schnell etwas dazu erfunden und meine Lehrerin schrieb unter den Aufsatz: „Immer schön bei der Wahrheit bleiben!!“                Spannender war dann ein Thema in der fünften Klasse: „Mein Leben auf einer einsamen Insel“. Ich dachte an Robinson und an alle Piratengeschichten, die ich schon verschlungen hatte – für diesen Aufsatz war die Schulstunde auf einmal viel zu kurz!

Und so ging es weiter: mit 14 begann ich Tagebuch zu führen und mit 16 schrieb ich die ersten Gedichte, die später auch veröffentlicht wurden.

In meinem Beruf – ich bin Ärztin – muss man keine Gedichte oder Romane schreiben, sondern viele Briefe und Berichte. Also habe ich mein Schreiben einige Jahre nicht mehr so wichtig genommen.

Mit der Geburt meiner beiden Kinder änderte sich das aber gewaltig! Meine Tochter war erst zwei Jahre alt, da hatte ich schon mehrere Bilderbücher für sie gemalt und geschrieben und bereits 1997 entstand die Geschichte von „Simons nächtlichen Reisen“.

Und danach? .... schrieb ich einfach weiter.


Dienstag, 3. Mai 2016

Brummi, der kleine Bär - Brummi im Kindergarten von Dorothee Sargon







Klappentext:
Brummi im Kindergarten
Brummi lernt das Schwimmbad und eine große Rutsche kennen, Schwimmflügel sind ihm völlig fremd. Da er bald drei Jahre alt wird, meldet ihn seine Mami im Bärenkindergarten an. Einen Tag darf er reinschnuppern und erzählt, was er alles erlebt hat. Die Frage, warum er keinen Papi hat, beschäftigt ihn nun auch. Tütü, seine neue Freundin im Kindergarten, meint, dass eine Familie ohne Papi nur eine halbe Familie ist. 
Erhältlich bei Amazon. 
Leseprobe:
Am nächsten Morgen werde ich wach, bevor der Wecker klingelt. Mami ist bereits auf, angezogen und wartet auf mich. Mein Frühstück schlinge ich nur so runter, renne ins Bad, wasche Gesicht und Hände. Meine Zähne putze ich ordentlich, denn ich will gut riechen. Mittlerweile kann ich das alles sehr gut. Schnell mache ich an meiner Tafel einen Strich, damit ich weiß, wann die 20 Tage rum sind, denn heute beginnt der Erste. Fix und fertig angezogen tapse ich in die Küche. Mami hängt mir eine kleine rote Tasche um, in der sich drei Stullen mit Butter und Honig, eine Banane und eine Flasche befinden.
„Damit du mir nicht verhungerst und verdurstest“, sagt sie lachend.
„Und merke dir, wenn du nicht den ganzen Tag dort bleiben möchtest, sag es einer der Kindergartentanten. Sie wird mich anrufen. Ich komme dann sofort und hole dich ab, Ehrenwort.“
Der Kindergarten liegt nur einen Katzensprung von unserer Wohnung entfernt.

An Mamis Hand betrete ich das Haus. Eine Tante kommt sofort, begrüßt mich, nimmt mein Jäckchen ab und hängt es an einen freien Haken.



Na ja, mal sehen. So ganz wohl fühle ich mich nicht. 


 

Brummi, The Little Bear 

Brummi in Kindergarten

Volume 4
Klappentext:

Brummi learns to swim in a public pool and complains about having to wear water wings - how embarrassing!. He is almost three now and his mother promises that he will soon be old enough to go to Kindergarten. He finds a good friend in Tutu at Kindergarten but she asks him why he does not have a daddy. Although troubled by this, Mum soon puts his mind at rest and assures him that a family without a father is not only half a home.

Leseprobe:
My name is Brummi and I have already told you about my adventures going from China to Germany and how I eventually ended up with my mother. My life with Mummy is really great but there have been experiences along the way, as you will see.


Mummy had told me that, when I was old enough, I would go off to Kindergarten - that is a sort of nursery school for small children. Once I knew this would happen, I became very impatient and I asked Mummy, how long I would have to wait. I wanted to know when the time would come that I could go. I was just so fed up with waiting.

"Flip, spit and damn. I'm so bored."

Mummy looked at me and held out a warning finger: "Brummi, I do not want to hear such words. Is that clear? Well behaved bear children do not speak like that. And, I am really sorry, but you have to wait another twenty days. I know that you are bored. It is a feeling that we all have sometimes. If you want it to go away, then you have to think of something to do that you enjoy. That way the time will pass more quickly."

Oh for Heaven's Sake, I thought, 20 days! 20 – I couldn't even count up to 20. How long was 20 days? I already knew how to count up to 5. Here, I shall show you: "1, 3, 2, 4, 5 – Oh no, that’s not right. The 2 comes after 1, then 3, then 4 and then 5. Damn, I always make that mistake. I must try to remember it correctly."

Then I had a brilliant idea. I decided I would make lines on my chalk board every day, right after getting up. When I had made four lines with another line through, making five, I would ask Mummy again.

Brummi en la guarderia
Libro 4


Klappentext:

Pese a que Brummi y su mamá hacen muchas cosas divertidas juntos, como ir a la piscina y montar en bicicleta, Brummi se aburre mucho en casa. No obstante, ya ha cumplido tres años y es hora de ir a la guardería. Allí aprenderá muchas cosas nuevas y hará muchos amigos, entre ellos, la osita Tutu.

Leseprobe:
De repente, mamá entra en la habitación y me pregunta:
“Brummi, ¿quieres ir a nadar conmigo, al yóuyongchang?” Mamá acaba de utilizar la palabra china para “piscina”.
“Hoy es un día muy bonito y aquí dentro hace demasiado calor.”
“¡Mamá! ¡Sabes que no me gusta el agua y mucho menos mojarme! Además, ¿qué significa „nadar“?“
“Yo te lo explicaré cuando lleguemos a la piscina, Brummi.“
No me entusiasma mucho la idea, así que murmuro enfadado: “Sí, claro.”
“No te enfades, Brummi. Seguro que te va a gustar. Allí hay muchas cosas.”
“¿Qué hay allí?”, pregunto.
“Algo muy guay, Brummi: una piscina en la que puedes quedarte de pie. Y además, allí habrá seguramente muchos otros osos de tu edad con los que podrás jugar.”
Eso ya suena mejor, ¿no creéis?
“Vale, entonces vámonos a la piscina, mamá.” La idea de jugar con otros osos me ha hecho feliz. No obstante, el agua seguirá estando húmeda y eso no me gusta para nada.
“Venga, Brummi, sonríe un poco. ¿Te he dicho ya que hay un tobogán?”
“¿Qué? ¡¿Un tobogán!?“, repito entusiasmado.
“Sí, un tobogán. Eso ya te gusta más, ¿a qué sí?”
“Eso tengo que probarlo. ¿Es muy alto? ¿Es muy largo? ¿Podré jugar todo el rato en el tobogán? ¿Cuándo nos vamos?”
Mamá empieza a reírse. “No soy capaz de responder a tantas preguntas a la vez.“
Juntos preparamos todo lo que nos vamos a llevar a la piscina y lo metemos en una gran bolsa: una manta para sentarnos en el suelo, toallas, unos manguitos, los bañadores, crema solar, gafas de sol y un par de juguetes.
Bajamos las escaleras, listos para salir. No obstante, mamá se dirige antes al sótano y cuando vuelve trae consigo una bicicleta. Luego coloca nuestra bolsa en la cesta de la bicicleta. En mi país natal, China, muchas personas toman la bicicleta para viajar de un lado a otro.
“Mira, Brummi”, dice mamá. “Te he reservado un sitio especial en la bicicleta, junto al manillar. Antes, cuando mis niños aún eran pequeños, solíamos dar muchas vueltas con la bicicleta. Ven, te voy a ayudar a subir.”
Mamá me coge en brazos y antes de que me dé cuenta, ya estamos en marcha. No había montado en bicicleta antes. Es muy divertido: el viento me acaricia las orejas y estoy muy contento. En pocos minutos hemos llegado a la piscina y entramos en los vestuarios.
Mamá tenía razón: esto es mucho menos aburrido que quedarse en casa todo el día sin hacer nada.



¡Una piscina con tobogán!


 Kurzbiografie

Dorothee Sargon kam unter dem Sternzeichen Widder 1942 in Kassel auf die Welt. Nach der Schulzeit lernte sie Bürokauffrau. Fernweh trieb sie 1963 als Au-pair-Mädchen in die USA, um die Sprache zu lernen und Land und Leute kennenzulernen. Nach ihrer Rückkehr im Jahre 1964 arbeitete sie viele Jahre als Sekretärin. Im Dezember 1965 folgte ihre Eheschließung, 1970 kam ihr Sohn zur Welt. Fünfzehn Jahre blieb sie zu Hause und widmete sich seiner Erziehung. Während dieser Zeit war sie die rechte Hand in den Geschäften ihres Mannes.
Seit sie denken kann, hält Dorothee Sargon wichtige Ereignisse in ihrem Tagebuch fest und erzählt gern Geschichten aller Art, besonders Episoden aus ihrem reich gefüllten Leben. Da die Zuhörer nie mit einer zufrieden waren, versprach sie: „Wenn ich pensioniert bin, schreibe ich ein Buch.“ Erst acht Jahre nach ihrer Pensionierung entdeckte sie im Keller die längst vergessenen Umzugskisten mit den Tagebüchern. Nach der Sichtung fing sie an, Kurzgeschichten für Anthologien und Bücher zu schreiben. Es sind Geschichten, die das Leben schrieb. Sie sollen Mut machen und zeigen, dass fast alles im Leben erreicht werden kann, wenn geduldig Ziele verfolgt werden und man seinem höheren Selbst vertraut.
Heute ist Schreiben ihr Hobby.
Starke Frauen der Weltgeschichte sind ihre Vorbilder.
Ihr Wahlspruch (Laotse): Wer sein Ziel kennt, findet den Weg.