Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren

Dienstag, 10. Oktober 2017

Auf der Spur des Abenteuers mit Henry und Saro von Yani Nara



Klappentext

Schnüffle wie ein Hund und denke wie ein Mensch! Begleite den neunjährigen Henry und seine Hündin Saro einen ganzen Sommer lang. Sei bei ihren spannenden Ausflügen dabei und erlebe, wie wahre Freunde selbst in den gefährlichsten Momenten zueinander halten. Folge Henry und Saro – Auf der Spur des Abenteuers!
Eine lustige, abenteuerliche und emotionale Geschichte für Kinder ab 7 Jahren, über die Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Die Erzählung bietet durch altersgerechten Sprachgebrauch und spannende Elemente selbst lesefaulen Kindern Anreiz, bis ganz zum Schluss zu lesen. Durch den Perspektivenwechsel der erzählenden Hauptfiguren erleben die Leser die Abenteuer von Henry und Saro haut- bzw. fellnah mit.
Erhältlich bei Amazon.



Leseprobe zu „Auf der Spur des Abenteuers – mit Henry und Saro“

Zu zweit
„Papa hat gesagt, für den Anfang sollst du nur bis zur kleinen Brücke gehen. Spiel danach noch ein bisschen mit Saro auf der Wiese, das ist auch okay!“, rief meine Mutter laut und deutlich vom Balkon auf die Straße herunter. Herrje, war mir das peinlich, ich war schließlich nicht mehr sechs. Ich rollte mit den Augen und hoffte, dass sie es von dort oben sah, obwohl sie ihre Brille gerade nicht trug. „Ja, Mama“, antwortete ich. Schnell drehten Saro und ich ihr den Rücken zu und marschierten los. Ich schaute zu Saro hinab, die Hündin trottete glücklich neben mir her. Es war, obwohl es schon nach fünf Uhr war, immer noch ziemlich warm, und ihre Zunge hing lang aus dem Maul. Bis zur ersten Brücke durften wir nur gehen. Das war wirklich nicht besonders weit. Ich schaute die Straße entlang, die ich mit meinen Eltern und Saro zusammen bestimmt schon hunderte Male gegangen war. Von den meisten Nachbarn in der Straße kannte ich die Vor- und Nachnamen. Freundlich grüßte ich meine Nachbarin, die gerade in ihrem Garten Rosen schnitt. „Hallo Frau Brönner!“, rief ich ihr zu, und sie winkte lächelnd zurück. Saro wirkte bisher nicht so, als ob sie meine Eltern auf dem Spaziergang vermissen würde. Glücklich hechelnd schaute sie mich an. Die Hündin war nun schon so groß, dass sie mir bis zum Oberschenkel reichte. Ich war erleichtert, dass sie nicht zu stark an ihrer grünen Leine zog.
Wir ließen das Ende der Straße bald hinter uns und durchquerten eine kleine Unterführung, in der es gespenstisch hallte. Bei jedem Schritt hatte man das Gefühl, ein unsichtbarer Verfolger sei einem auf der Spur. Es war immer ungemütlich dunkel hier. Es standen viele komische Sprüche an den Wänden, und ich hatte schnell aufgehört, sie zu lesen, als ich es endlich konnte. Saro zog an ihrer Leine und beeilte sich, durch die Unterführung zu kommen. Ich hatte nichts dagegen einzuwenden, und wir joggten gemeinsam los. Schließlich wollte ich nicht wie ein kleines Baby einfach losrennen.
Die Brücke, zu der wir wollten, lag nur einen Katzensprung entfernt von hier. Das hier war mein erster Ausflug ganz allein, mit meiner besten Hunde-Freundin Saro – darauf hatte ich schon sehr lange gewartet. Uns beiden würde die nächsten drei Wochen, auch ohne Paul, ganz bestimmt nicht langweilig werden.
An der großen Wiese neben der Brücke angekommen, traute ich mich zunächst nicht, Saro von der Leine zu lassen. Ich war schon dabei gewesen, als der Jagdtrieb die Hündin gepackt hatte. Sie war einem Reh quer durch den halben Wald gefolgt. Papa konnte sie nur mit großer Mühe wiederfinden und zurückbringen. Deshalb rannten Saro und ich erst einmal gemeinsam durch das kniehohe Gras, ihre Leine hielt ich locker in der Hand. Dabei scheuchten wir Grashüpfer, Fliegen und Bienen auf. Es fuhren zum Glück keine Autos hier, und Rehe oder Eichhörnchen sah ich auch keine. Damit wir besser toben konnten, ließ ich die Hündin schon bald von der Leine. Die reifen Schirmchen der Pusteblumen stoben in alle Himmelsrichtungen davon, als wir Fangen spielten. Wie wild jagten wir uns gegenseitig über das unbestellte Feld. Irgendwann waren wir beide außer Atem und setzten uns nebeneinander an den Wegrand. Ich holte mir die Pusteblumen aus den blonden Locken und klopfte sie von meiner kurzen Hose ab. Danach streichelte ich Saro ausgiebig. Dabei zupfte ich ihr die letzten Grashalme, die von unserer Schlacht hängen geblieben waren, aus dem Fell. Ihr feuerrotes Fell war lang und weich. Nur auf dem Rücken, entlang der Wirbelsäule, verlief ein Haarstreifen, der sich borstig anfühlte. Dieser Streifen Haar war länger und wuchs in eine andere Richtung als das restliche Fell. Am liebsten mochte ich an diesem Haarstreifen, dass er zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter aufgestellt war. Er sah aus wie eine Frisur, die man Irokesenschnitt nennt. Papa sagt, Saro sei ein Mischling, und den besonderen Haarstreifen habe sie, weil ihre Mutter zu einer Hunderasse gehört, die Ridgeback heißt.


Über die Autorin

Noch bevor sie die Bedeutung vieler Worte verstand, liebte Yani Nara es Geschichten zu lauschen. Am Abend, wünschte sie sich zum Einschlafen oft ihre Lieblingsgeschichte von der Maus, die Gefühle und Gerüche sammeln konnte. Am Wochenende, um kurz nach fünf Uhr morgens, wenn alle noch schliefen, schlich sie sich vor den Fernseher, um Märchen anzuschauen. Während des Spielens lief im Hintergrund eine Hörbuch-Kassette und an Geburtstagen wurden Familienmitglieder mit aufwendig inszenierten Aufführungen im hauseigenen Kasperletheater beglückt. Und obwohl ihre ältere Schwester standhaft behauptete, Yani könne nicht lesen, begann sie schon bald, alle Bücher die ihr in die Hände fielen, in Windeseile auszulesen.
Die Autorin wurde 1988 in Deutschland geboren und studierte an der Universität von Mainz Erziehungswissenschaften und Philosophie. Während und nach dem Studium arbeitete sie in verschiedenen pädagogischen Einrichtungen, zumeist als Kummerkasten, Beraterin und Unterhalterin. Yani Nara verreiste in ihrer Kindheit häufig innerhalb Europas und nach ihrer Schulzeit dehnten sich ihre Reisen aus, auf weiter entfernte Ziele. Für die Eindrücke, die sie auf Reisen bekam, die Erfahrungen die sie während ihrer Arbeit als Sozialpädagogin sammelte, und den allgemeinen Wahnsinn des Alltags, benötigte Yanis blühende Phantasie bald ein Ventil. Sie begann zu schreiben, zunächst aber nur für sich selbst und Freunde.
Nach einer längeren Reise entschied sie sich, ihre Geschichten unter dem Pseudonym Yani Nara zu veröffentlichen und Autorin zu werden. Schließlich gibt es viele Wege, um Menschen glücklich, und die Welt noch ein bisschen schöner zu machen.  Frei nach dem Zitat: „Der Planet braucht keine erfolgreichen Menschen mehr. Der Planet braucht dringend Friedensstifter, Heiler, Erneuerer, Geschichtenerzähler und Liebende aller Art“ (Dalai Lama).

Homepage der Autorin: www.livingbooks.net


Dienstag, 3. Oktober 2017

"Schatzsuche im Spaßbad" von Veronika Aretz

Klappentext: Zu ihrem siebten Geburtstag wird Jana von ihrer Familie mit einem Ausflug ins Spaßbad und einem goldenen Schlüssel überrascht. Irgendwo im Spaßbad ist eine Truhe versteckt, die Jana nur mit diesem Schlüssel öffnen kann. Zusammen macht sich die Familie auf die Suche. Dazu müssen Vulkan- und Wasserrutsche genommen und auch Wildwasserbahn und das Wellenbad durchforstet werden. Eine aufregende Suche beginnt ... Einige Baderegeln sind in dieser Geschichte versteckt. Schau mal, ob du sie finden kannst!
Erhältlich bei VA-Verlag und Amazon

Geschafft!
Wir fahren los!
Endlich sitzen wir im Auto. Anna und ich haben einen Platz ganz hinten. Wir überlegen, was wir wohl alles im Spaßbad erleben werden. Wie gut, dass wir beide schon unser Seepferdchen haben und jetzt für das bronze-Abzeichen üben!
Leon und Max sitzen vor uns, sie flüstern und lachen die ganze Zeit. Ob sie etwas aushecken? Brüdern kann man ja nie trauen.
„Oma Inge kann euch beiden bestimmt noch eine Menge Übungen im Wasser zeigen“, sagt Papa zu uns. „Sie ist früher Wettkämpfe geschwommen und kennt sich richtig gut aus. Vielleicht ist sie in Wirklichkeit sogar eine Wassernixe.“
Da lacht Oma Inge laut. „Ja, aber eine, die zu viel Kuchen gegessen hat!“



Es dauert sehr lange, bis wir den Parkplatz erreichen. Von dort müssen wir zu Fuß weiter. Das Spaßbad hat eine große Kuppel, aus der sich eine blaue und eine rote Rutschbahn schlängeln. Ich höre viele Leute lachen und rufen.
Die Frau an der Kasse lächelt. „Und du bist das Geburtstagskind? Dann hast du heute freien Eintritt.“ Sie reicht mir einen goldenen Schlüssel. „In diesem Gebäude ist ein Schatz versteckt. Nur du allein kannst die Truhe öffnen!“
Nun bin ich sprachlos. Auch Anna strahlt. Das wird ein tolles Abenteuer!



Schnell ziehen wir uns um. Dann gehen wir ins Spaßbad. Auf den ersten Blick ist es wundervoll. Wir laufen eine ganze Runde, damit wir alles kennenlernen. Es gibt viele Pflanzeninseln und jede Menge Wasserläufe. Palmen und Bäume wachsen bis zur Decke. Von dort höre ich Vögel zwitschern, kann aber keinen von ihnen entdecken. Über eine Hängebrücke können wir über die Anlage laufen. Draußen sind weitere Becken. Dort wachsen auch viele bunte Blumen.



„Und wo finde ich jetzt den Schatz?“, frage ich. Den Schlüssel habe ich an mein Handgelenk gebunden.
Papa zuckt die Schultern. „Das weiß ich leider auch nicht. Wir müssen ihn suchen.“

Erste Aufregung
„Zuerst müssen wir duschen“, erinnert uns Oma Inge.
„Aber ich bin sauber!“, ruft Max.
Papa lacht. „Unser Schweiß klebt trotzdem auf der Haut. Wenn sich die Leute nicht richtig duschen, muss der Schwimmmeister mehr Chlor ins Wasser schütten.“
„Chlor?“, frage ich. „Ist das nicht das Zeug, das immer so in den Augen brennt?“
„Stimmt!“, sagt Oma Inge. „Und es muss noch mehr Chemie ins Wasser, wenn jemand ins Wasser macht.“
„Ihhh“, rufen Anna und ich. Auf jeden Fall duschen wir jetzt gründlich, seifen uns ordentlich ab und gehen vorher noch mal zur Toilette.



Endlich können wir ins Wasser. Wir finden ein Becken mit künstlichen Palmen. Unter ihren Blättern wird Wasser durch Rohre in offene Kokosnüsse geleitet. Sobald genug Wasser in die Nüsse hineingeflossen ist, kippen sie zur Seite. Danach rutschen sie zurück und werden wieder mit neuem Wasser befüllt. Man kann nie wissen, wann sie sich entleeren.
Das Wasser im Becken ist kalt. Es reicht mir nur bis zu den Knien, ich zittere aber trotzdem.
„Dann hast du vorhin nicht kalt geduscht“, sagt Oma Inge. „Deshalb frierst du. Am besten bewegst du dich mal!“
Daraufhin versucht sie mich zu fangen. Ich kreische auf und verstecke mich hinter Papa. Der flüchtet hinter den Kübel, wo Leon und Max stehen. Gleich erwischt mich Oma Inge – doch eine Kokosnuss öffnet sich genau über ihr und das Wasser plätschert auf ihren Kopf. Sie lacht laut und schüttelt sich wie ein begossener Pudel – und ich habe noch einmal Glück gehabt!



Vita:
Veronika Aretz wurde 1963 in Aachen geboren, hat Grafik-Design studiert und arbeitet seit mehreren Jahren als Selbstständige. Mit ihrem Mann und den drei Kindern lebt sie in der Nähe von Aachen. Seit dem Jahr 2000 trainiert sie ehrenamtlich Kinder im Schwimmverein ihrer Heimatstadt.
www.va-verlag.de, www.kinder-lernen-schwimmen.de

Dienstag, 19. September 2017

Rechtschreibung und Verben nach dem Wortstamm üben von Sandra Gau




Rechtschreibung und Verben nach dem Wortstamm üben

Verwirrt schaute Elias auf sein Diktat. Rot übersät! Seine Lehrerin fand doch wieder Fehler. Dabei hat er alle Buchstaben, die er gehört hatte, aufgeschrieben. Wenn es da nicht das stumme h gebe, könnte doch mal einen Mucks von sich geben dieses blöde h, oder das lange ie, ach, und das tz, ts klingt doch sowieso alles gleich. Betrübt schaute er aus dem Fenster und grübelte, wie er diesem Buchstaben-Dschungel nur entkommen soll.







Einführende Worte aus meinem pädagogischen Erfahrungsschatz:
Auf dem Weg zur sicheren Rechtschreibung schauen viele Lernenden irritiert und suchen einen festen Anker, an dem sie sich halten können. Zum einen gibt es die Regeln, die sie abrufen können, zum anderen die Lernwörter, wobei der Blick auf den Wortstamm und der Wortfamilie Abhilfe schaffen kann. Die Rechtschreibung mit der Wortfamilie spielend leicht zu erkunden, fordert eine visuell bewährte Hilfestellung. In meinen Aufgabenblättern wird anhand von Bäumen oder Schmetterlingen die Thematik ergründet. Im Baumstamm befindet sich der Wortstamm, links außen die Vorsilben und rechts die Endungen. Darin werden verschiedene Schwerpunkte angesprochen: das lange ie, das stumme h, die ks- und die s-Laute, doppelten Konsonanten sowie k, ck, z, tz, ts. In dieser Übungsreihe zeige ich auf, wie man mit dem Wortstamm Lernwörter oder auch die Rechtschreibregeln festigen kann. Das gibt Raum für Wortspiele und spielend lernt es sich ohnehin leichter.

Und so verhält es sich auch mit den Verben. Wir unterscheiden die regelmäßigen (auch: schwach) und unregelmäßigen (auch: stark) Wortstämme. Zu Beginn werden die Fachbegriffe geprägt, wobei all meine Schüler an ihre Grenzen stießen und wir gemeinsam eines Tages die folgende Eselsbrücke bauten: „Schwache bleiben, starke verändern sich.“ Das wurde zu einem Leitspruch, der zweideutig erkundet wurde. Nur so konnten sich meine Mädchen und Jungen die Zuordnungen „regelmäßig – schwach“ sowie „unregelmäßig – stark“ im Langzeitgedächtnis speichern. Sie schufen sich Bilder, und das prägte.
Die Verben nun mit dem Wortstamm konjugieren zu lernen, überdauert schneller im Langzeitgedächtnis, da sich das visuelle Bild auch hier stets abrufen lässt. Am Wortstamm werden die entsprechenden Endungen angehängt, und so gestaltete ich auch die Aufgaben. Das Finden des Wortstammes kann spielerisch mit dem Eintragen der einzelnen Wortteile in einem Baum beginnen. Es nimmt zwar mehr Lernzeit in Anspruch, bietet jedoch den Lernschwachen einen klaren Zugang zu dem Thema.
Rätselnd Wörter zu erkunden und nebenbei noch Wissenswertes zum Koboldmaki und anderes Sachwissen zu erfahren, lieben die Mädchen und Jungen. In Partner- oder Gruppenarbeit wird gemeinsam eine Wortfamilie erkundet und anschließend zusammen im Wechsel verglichen.

Um einen spielerischen Zugang zu finden, empfehle ich immer zusätzlich das „Wortspiel: Wer wird Wortstamm-Profi?“. [Link hierzu: https://www.lernwerkstatt-fuer-deutsch.de/shop/rechtschreibung/#cc-m-product-10452104398 ] Es kann zu Beginn des Unterrichts eingesetzt werden, nimmt zirka zehn Minuten in Anspruch. Die Schüler suchen nach Zeit so viele Wörter, wie sie finden können. Anschließend wird kontrolliert und alle richtig geschriebenen Begriffe ergeben jeweils einen Punkt. Ich lasse während der Kontrolle immer den Wortstamm unterstreichen.

Link zu „Rechtschreibung und Verben nach dem Wortstamm üben“: https://www.lernwerkstatt-fuer-deutsch.de/shop/rechtschreibung/#cc-m-product-10444295598

Ein Aufgabenbeispiel

Schwache und starke Verben
Merke dir:
Schwache Verben bleiben regelmäßig gleich, aber die starken lieben die Unregelmäßigkeit und verändern sich.

Aufgabe:
1)      Finde sechs verschiedene Wortfamilien heraus. Notiere auch die passenden Wortstämme. Nutze zum Unterstreichen des Wortstammes für schwache Verben die blaue Farbe und für starke Verben die rote.


 

Meine Schreib- und Lernwerkstatt
Sich hier kurz zu fassen, ist gar nicht so einfach, denn es gibt ja immer eine Menge zu erzählen. Doch beginnen wir mal mit der Entstehung. August 2004. Lang ist es her, doch ich erinnere mich noch sehr genau an die damals verzweifelten Eltern, die auf mich zukamen und von meinem Können überzeugt waren, ich müsse eine Nachhilfe für ihre Kinder anbieten. Das tat ich. Mittlerweile tu ich es immer noch für viele andere Mädchen und Jungen. Als pädagogische Mitarbeiterin gepaart mit journalistischem sowie belletristischem Wissen vereinte ich die Kenntnisse zu Schulischem, wühlte die Lehrpläne durch, investierte in Lernmaterialien von anderen und stellte irgendwann fest, das muss ich selbst in die Hand nehmen. Meine Schüler sollen erst einmal verstehen, was ein Prädikat ist. Ihnen reichte die Information nicht, dass es Verben seien, denn die Hilfsverben und Modalverben wurden trotzdem beim Unterstreichen vergessen. Und so schaffe ich neben dem Nachhilfeunterricht eigene Lehrmaterialien und verkaufe sie zusätzlich über meine Homepage, damit auch andere, die nicht zu mir kommen können, von dem Wissen profitieren.
Wer mehr über meine Schreib- und Lernwerkstatt wissen möchte, sollte meine Homepage besuchen: www.lernwerkstatt-fuer-deutsch.de

 
Vita
Im September 1971 begann mein Abenteuer: das Leben. Schon früh spürte ich einen Hang zu Geschichten, meine Liebe zu den Buchstaben. Doch meine heutige Tätigkeit erreichte ich erst auf Umwegen. So wurde ich nach der Schule Damenschneiderin, lernte später meinen Mann kennen, bekam zwei prächtige Söhne und sattelte neben der Kindererziehung beruflich komplett um. Ich ließ mir das Handwerk zum Schreiben zeigen, besuchte Kurse zur Pädagogischen Mitarbeiterin, schrieb zwischendurch für eine Regionalzeitung, später für verschiedene Online-Plattformen, verfasste auch Kurzgeschichten und war ab der Gründung meiner Schreib- und Lernwerkstatt den Lehrmaterialien komplett verfallen. Und mal schauen, was das Abenteuer Leben mir noch so bietet.

Dienstag, 12. September 2017

Tipps & Tricks zur Leseförderung von Barbara Rath



Einführender Text:

Zum Beginn des neuen Schuljahres kommt eine Leseoffensive genau richtig!

Zur Leseförderung ist es nie zu spät. Je früher sie beginnt und je individueller sie gestaltet ist, umso größer der Lesehunger, den sie weckt. Also los: Ran an die Bücher!

Klappentext:

Jedes Kind lässt sich fürs Lesen begeistern - aber nicht alle Kinder für ein und dasselbe Buch und schon gar nicht auf einem einzigen Weg.

Aus dem Blickwinkel der Mutter, der Biologin und der Autorin schaut Barbara Rath auf das Phänomen, dass immer weniger Jungen und Mädchen gern lesen. Fatalerweise funktioniert Lesenlernen nur durch Lesen; es ist nach wie vor die Kulturtechnik Nummer eins der Menschheit. Das bedeutet, lesen zu können und es in ausreichendem Maße zu tun, ist wichtig für den Einzelnen wie auch für unsere Gesellschaft insgesamt.

Wie man Kinder dahingehend beeinflussen kann, dass sie gern und viel lesen, erklärt dieser Ratgeber und zeigt dabei ungewöhnliche Methoden und Ansätze auf. Beim Heranziehen von Leseratten geht es nämlich längst nicht nur darum, ein Kind mit altersgerechten Büchern zu versorgen.

In kleinen, angenehm kurzen Abschnitten bekommen hier vor allem Eltern, aber auch Lehrer und Erzieher alltagstaugliche, praxisnahe Tipps, wie man Kids für das geschriebene Wort nachhaltig interessieren und gewinnen kann.

Ob Babys, Kleinkinder, Vorschulkinder, Kids, die gerade lesen lernen (1. Klasse Grundschule) oder jene, die das Lesen üben: Leseförderung wird bei ihnen allen nur dann erfolgreich sein, wenn sie Freude daran finden, sich mit Texten zu beschäftigen. Die Ratschläge in diesem Buch sollen ganz unterschiedliche Wege und Möglichkeiten skizzieren, damit jedes Kind zu seinem ganz persönlichen Lesevergnügen findet.

Dabei, diesen individuellen Weg zu finden, sind ihre Eltern gefordert, denn: In der Schule lernen Kinder lesen, aber in ihrem Zuhause entscheidet sich, ob sie zu Leseratten werden oder nicht.

Erhältlich als E-Book und Taschenbuch bei Amazon.

Leseprobe:



Lies …
… um Riese und Zwerg zu werden!
… um der Welt zu entkommen und anzukommen auf Erden!
… um zu träumen und die Realität zu fassen!
… um dich zu bilden und bilden zu lassen!
… um zu wachsen, um zu sein.
… und vor allem: um gut unterhalten zu sein!

Kapitel 1: Warnhinweis!

Sie sollten diesen Ratgeber beiseitelegen und nicht weiterlesen, wenn Sie immer und überall in Eile sind.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Sie nicht über die Zeit verfügen, die nötig ist, um sich in Ihrem ohnehin eng gesteckten Terminplan mit Ihrem Nachwuchs auch noch in Sachen Leseförderung auseinanderzusetzen.
Die meisten der im Folgenden gemachten Vorschläge kosten nämlich Zeit: Sie bestellen beispielsweise nicht für Ihr Kind im Restaurant, bloß weil Sie die Speisekarte schneller lesen können, wenn sie den Ratgebertipps folgen. Sie flitzen dann nicht mehr beim Einkauf durch die Gänge des Supermarktes, weil es eben dauert, bis Ihr Kind entziffert hat, was auf der Ketchup-Flasche steht und ob diese grauenhaften Zwiebeln tatsächlich darin enthalten sind oder nicht. Sie haken als erklärter Leseförderer nicht den Tagesordnungspunkt Gutenachtgeschichte schnellstmöglich ab, sondern greifen beim Vortrag sogar nach ein paar Plüschtieren, um die Geschichte in 3-D ein wenig plastischer in Szene zu setzen.
Wenn Sie sich diese Zeit nehmen, sie sich selbst und Ihren Kindern schenken: Wunderbar – dann halten die folgenden Kapitel sicher den ein oder anderen Erfolg versprechenden Vorschlag für Sie bereit, um Ihren Nachwuchs zur zu einer echten Leseratte zu erziehen.

Übrigens: Was hier vorgeschlagen wird, kostet zwar definitiv Zeit, zahlt sich aber in vielerlei Hinsicht aus, denn die meisten der Tipps, die eine Leseratte heranziehen helfen wollen, können quasi als Nebenwirkung zu intensiven zwischenmenschlichen Begegnungen führen. Es wäre wirklich schade, wenn Sie die Gelegenheit dazu ausgerechnet im Hinblick auf Ihren Nachwuchs verpassen sollten.

Sollten Sie allerdings ständig hetzen, dann sparen Sie sich am besten den Zeitaufwand, dieses Buch zu lesen und setzen Sie sich nicht unnötig unter Druck, indem Sie sich über Möglichkeiten der Leseförderung informieren, die Sie leider nicht umsetzen können.

Noch dabei?
Wie schön! Dann viel Spaß beim Lesen!
Barbara Rath

Kapitel 2: Über diesen Ratgeber

Auf meiner Homepage (www.barbara-rath.de) befindet sich ein Blog. Da mir als Autorin natürlich daran liegt, dass meine Werke gelesen werden, möchte ich generell dafür sorgen, dass Menschen lesen können, dass sie Geschichten lieben und Bücher. Folglich ist Leseförderung ein ganz zentrales Thema in meinen Blogbeiträgen.
Ich halte Leseförderung allerdings nicht nur aus purem Eigennutz für wichtig. Bildung hängt schließlich direkt von der Lesekompetenz ab. Da wir in Deutschland in einer Demokratie leben, beruht deren sozial, politisch und wirtschaftlich erfolgreiches Funktionieren entscheidend auf einer vernünftigen Bildung möglichst vieler ihrer Mitbürger: Ob ein Mensch intelligent bzw. kultiviert denken und handeln kann, hängt ganz entscheidend davon ab, ob jemand über eine gute Bildung sowie Ausbildung verfügt. Lesen ist dazu DER Generalschlüssel.
Außerdem: Wer liest, kann – auf Dauer – nicht belogen werden, sondern sich selbst informieren, eine Meinung bilden und dann verantwortungsbewusst entscheiden bzw. handeln. Auch deshalb ist mir sehr daran gelegen, mich mit meinen Erfahrungen sowie meinem Fachwissen in die zahlreichen Versuche einzumischen, die sich unter dem Schlagwort Leseförderung zusammenfassen lassen. Wenn viele Menschen lesen können und es tatsächlich tun, mag das die Welt besser machen. Daran möchte ich glauben.

Die Blogbeiträge, die zum Themenbereich Leseförderung auf meiner Homepage inzwischen erschienen sind, stelle ich in diesem Buch – nach einer thematischen Neuordnung und natürlich in einer leicht überarbeiteten Form – zusammengefasst als Ratgeber vor. Wer Tipps und Tricks zum Thema Leseförderung sucht, kann in den folgenden Kapiteln (hoffentlich!) allerlei alltagstaugliche Anregungen finden, deren Praxisbezug sich vor allem aus drei Quellen speist:

·         Aus meinen Erfahrungen als Mutter einer Tochter sowie eines Sohnes mit sehr unterschiedlichen (sicher teilweise geschlechtsspezifisch geprägten) Einstellungen gegenüber Büchern und dem Lesen
·         Aus meinen Kontakten mit Kindern im Rahmen der vielen Autorenlesungen, die ich in Kindergärten bzw. an Schulen schon halten durfte und in deren Verlauf mir Kinder – oft in erfrischender Unverblümtheit – mitgeteilt haben, weshalb sie gern lesen oder warum Bücher ihnen ein Graus sind.
·         Aus meinen Wissen als Diplom-Biologin, da sich viele Verhaltensweisen durch das Erbe bzw. die Entwicklung des Homo sapiens erklären lassen


In diesem Ratgeber sollen vor allem Eltern, aber auch Lehrer und Erzieher in angenehm kleinen Informationseinheiten ganz gezielt mit Tipps versorgt werden, die ihnen helfen, ihren Kindern das Lesen bzw. Bücher schmackhaft zu machen.
Denn: In der Schule lernen Kinder lesen, aber in ihrem Zuhause entscheidet sich, ob sie zu Leseratten werden oder nicht.

Aus dem Inhaltsverzeichnis:

             Warnhinweis!
             Über diesen Ratgeber
             Weg mit den Büchern, damit Kinder wieder gerne lesen …!?
             Warum Kinder nicht lesen wollen: Bilder gegen Worte
             Das Kopfkino anwerfen: Warum Lesen besser ist als Fernsehen
             Wissen ist Macht
             Sinnvoll lesen – so früh wie möglich
             Lesen zu einer rundum positiven Erfahrung für Kinder machen
             Leselust ist kein (seltenes) Naturereignis
             Lesen belohnen?
             Wenn es gar nicht ohne Bildschirm geht ...
Gemeinsam lesen – anders geht es nicht
             (3 Kapitel)
Neues Schuljahr - neue Lesestrategie
             (3 Kapitel)
Tricks, die Lesemuffel diskret zum Lesen anregen
                    (16 Kapitel)
Motto-Lesewochen
                    (8 Kapitel)
Gute Kinderbücher
             (6 Kapitel)
Wie viele Geschichten braucht es, um ein Kind großzuziehen?
             (6 Kapitel)
Wann lesen?
             (5 Kapitel)
Stimmungsvoll lesen
             (5 Kapitel)
Puppenspiel beim Lesen
             (3 Kapitel)
Kinder schreiben & gestalten ihre eigenen Bücher
             (6 Kapitel)
Kinder beim Lesen aktiv beteiligen
             (5 Kapitel)
Leseräume schaffen!
             (2 Kapitel)
Schlussbemerkung
Über die Autorin

Vita Barbara Rath

  • seit 1962 da
  • daheim am Niederrhein
  • Diplombiologin - Zoologie / Human- & Zytogenetik
  • verheiratet / 2 erwachsene Kinder
  • 10 Jahre tätig in der Zoopädagogik im Krefelder Zoo (von 2002-2012)
  • seit 2000 als freie Autorin aktiv
  • 2009 gewann der Roman für Kinder „Der Gurkenvampir“ die Kalbacher Klapperschlange in der Rubrik Bücher für die Klassen 3 und 4. Inzwischen sind mehr als 30 Titel unterschiedlicher Genres veröffentlicht: Romane für große und kleine Menschen, Gedichte, Kurzgeschichten, Hörspiele, Theaterstücke, Musicals, Liedertexte.
In meinem Leben hat es immer drei große Ziele gegeben: Familie, Pferde und Bücher schreiben. So gesehen ist bisher alles ganz gut gelaufen:
  • verheiratet seit 1989
  • zwei erwachsene Kinder - eine Tochter / ein Sohn
  • Pferde gehören fest in mein Leben.
  • Inzwischen sind von mir mehr als 30 Bücher publiziert und über 80.000 Exemplare verkauft worden.
Wer noch mehr wissen will, sucht bitte hier:
Mein Motto: Ein Leben ist mir nicht genug - wie gut, dass es Geschichten gibt!
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