Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren
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Dienstag, 31. März 2015

Lucy und die abenteuerliche Zeitreise von Monika Baitsch



 Klappentext

Was gestern noch unmöglich erschien, kann heute schon Wirklichkeit sein! 

Die 10-jährige Lucy staunt nicht schlecht, als hinter dem großen Apfelbaum im Garten mit lautem Knattern eine silberblassblaurosa glänzende Metallkugel landet. In der Kugel findet sie den lustig aussehenden Wissenschaftler Oles, der aus dem Jahr 2098 stammt und mit seiner Erfindung – einer Zeitmaschine – eine Bruchlandung hingelegt hat, weil ihm die Antriebsmasse ausgegangen ist.
Lucy besorgt für Oles Marshmellows, mit denen er Ersatztreibstoff herstellen und wieder in seine Zeit zurückkehren kann. Als Dank verspricht er ihr, wiederzukommen und sie auf eine abenteuerliche Zeitreise mitzunehmen.
Oles hält sein Versprechen und bringt seinen Cousin Giss, einen Geschichtsexperten, mit. Noch am selben Abend brechen die beiden mit Lucy in spannende Jahre des vergangenen Jahrhunderts auf. Giss liefert fesselnde geschichtliche Informationen, und gemeinsam erleben sie tolle Abenteuer.
Aber schafft es Lucy, wieder in ihre eigene Zeit zurückzukehren – und was hat es mit dem blauen Edelstein auf sich?
Eine packende Zeitreise, die ganz nebenbei wertvolle Informationen zu Politik, Sport, Literatur, dem 2. Weltkrieg, der Mondlandung 1969 und vielem, vielem mehr bereithält. 
Kinderbuch ab 8 Jahre, erhältlich bei Amazon und buecher.de und alle anderen Online-Buchhandlungen, sowie im stationären Buchhandel.


Leseprobe
Was war denn das? Lucy eilte zum Fenster. Neugierig schob sie die Gardine zur Seite und schaute in den Garten. Zuerst hörte sie ein ihr unbekanntes Knattern, dann ein lautes Rumsen. Hinter dem großen Apfelbaum meinte sie ein silberblassblaurosa glänzendes rundes Ding entdeckt zu haben. Sie machte sich sofort auf den Weg nach draußen, um sich das aus der Nähe anzuschauen.             
Lucy war neugierig – immer … und egal, worum es sich handelte. Mit ihren zehn Jahren wollte sie alles ganz genau wissen und hinterfragte jede Einzelheit, bis sie alle Informationen besaß, die sie brauchte. Den Erwachsenen ging sie damit schon häufig auf die Nerven, aber das war Lucy egal. Schließlich wusste sie selbst am besten, was wichtig für sie war und was nicht. Immer, wenn ihre Mutter sie bat, doch endlich einmal still zu sein und nicht ununterbrochen ihre Fragen zu stellen, schüttelte sie trotzig ihre rotbraunen Locken, stampfte mit dem Fuß auf und erwiderte energisch: „Ich muss das aber wissen!“ Ihre Mutter erkannte, dass es kein Entrinnen gab, solange Lucy nicht zufrieden war und alle Fragen gestellt hatte, die es zu stellen gab.    
Lucy kam im Garten bei dem großen Apfelbaum an und ging vorsichtig zu den hohen Büschen, die dahinter standen.                
„FLIEGENSHIT und KRÖTENDRECK, du dickes Ding, beweg dich jetzt!“, hörte sie jemanden fluchen, der an einer seltsamen Metallkugel zerrte und diese wohl gerade in den Büschen verstecken wollte. Erschrocken wich sie einige Schritte zurück. Sie konnte ein Keuchen und Krächzen hören, als ob jemand schwer körperlich arbeiten würde. „Puh, geschafft!“, vernahm sie in dem Augenblick, und gleich darauf einen dumpfen Plumps. Nun war ihre Neugierde richtig geweckt. Langsam schob sie die Äste beiseite und traute ihren Augen nicht. Da lag rücklings ein … ja, was war das bloß? Ein kleines Männlein, etwa halb so groß wie sie! Es lag auf dem Boden und schnaufte so sehr, dass der kugelrunde Bauch aussah wie ein Luftballon. Das Männlein hatte die Augen geschlossen und machte einen erschöpften Eindruck. Seine Latzhose war grasgrün und dazu trug es ein lila Hemd. Die Haare hatten einen karottenroten Farbton und waren fürchterlich strubbelig. Und die Ohren waren oben nicht rund, nein sie waren flach - ein seltsames Geschöpf. In diesem Moment öffnete der kleine Kerl die Augen. Lucy sah ihn groß an und er stieß sofort einen Schrei aus, der Lucy derart erschreckte, dass sie rücklings auf den Po fiel. Als sie sich gerade aufrappeln wollte, um die Flucht zu ergreifen, kam dieses Männlein vorsichtig auf sie zu. Er stupste sie mit seinem überlangen Zeigefinger an und meinte: „Okay, du bist echt.“   
„Natürlich bin ich echt, was denkst du denn?“ Lucy hatte ihre Sprache wiedergefunden und stand entrüstet auf. „Wieso landest du mit diesem seltsamen Schrottteil ausgerechnet in unserem Garten?“, fragte sie. „Kannst du mir vielleicht mal bitte sagen, wer du bist und woher du kommst? Was ist das überhaupt für ein seltsames Ding da?“ Dabei deutete sie auf die merkwürdige Metallkugel. 
„Das geht dich gar nichts an“, antwortete das Männlein aufmüpfig.     
„Das geht mich wohl etwas an, schließlich bist du hier in unserem Garten!“ Lucys Kampfgeist war geweckt.    
„Nein, tut es nicht!“      
„Doch, tut es wohl! Wenn du mir das nicht auf der Stelle sagst, werde ich dich an meine Mutter verraten und die holt die Polizei.“              
„Pfft“, machte das freche Kerlchen, drehte sich um und ging zurück zu seiner Kugel. Es stieg ein und versuchte den Motor zu starten. Krcht …. Krcht …. Krch …. Nichts passierte.  
„FLIEGENSHIT und KRÖTENDRECK“, fluchte das Männlein erneut und stieg wieder aus.             
„Kann ich dir vertrauen?“, fragte es Lucy und schaute sie mit zusammengekniffenen Augen an.
„Verrate mir doch erst einmal, was das hier alles soll.“ So allmählich war Lucys Wut verflogen und Neugierde machte sich in ihr breit.             
Seufzend ließ sich der Halbgroße ins Gras sinken und fragte: „Sind wir hier sicher?“     
„Sicher? Wovor?“          
„Na, stört uns jemand?“             
„Wenn du nicht bald mit der Sprache herausrückst, wird wohl meine Mutter nach mir suchen, weil das Abendbrot fertig ist.“ Lucy setzte sich neben das Männlein ins Gras und schaute es abwartend und selbstsicher grinsend an.   
„Ich habe ja sowieso keine andere Chance, also kann ich dir auch erzählen, wer ich bin. Mein Name ist Oles und ich bin ein Wissenschaftler aus dem Jahre 2098. Ich arbeite gerade an dieser Zeitmaschine und wollte einen kurzen Probeflug machen. Leider habe ich vergessen, Antriebsmasse mitzunehmen und jetzt sitze ich hier wohl für alle Zeiten fest.“ Traurig ließ er den Kopf sinken.              
„Aus dem Jahre 2098?“ Lucy schaute ihn mit großen Augen an. „Du bist wohl eher irgendwo ausgebrochen, wo man solche Lebewesen …“, formulierte sie vorsichtig, „ … ansonsten eher einsperrt.“
„Nein, ich erzähle dir die Wahrheit, aber das kannst du natürlich nicht glauben, wie auch? Ich bin ein Nachfolger der Menschen. Wir haben uns im Laufe der Zeit weiterentwickelt und sind zwölfmal intelligenter als ihr in eurer Zeit. Deshalb haben wir auch nur noch die Hälfte an Größe, weil wir dadurch weniger Nahrung aufnehmen müssen und somit weniger Dreck produzieren – du weißt schon, was ich meine“, ergänzte er grinsend. „Seit sieben Jahren arbeite ich nun an dieser Zeitmaschine und dachte, dass die Entwicklung so gut wie abgeschlossen sei.“              
„Zwölfmal intelligenter?“, fragte Lucy ungläubig.           
„Um genau zu sein, zwölfeinhalbmal, aber das klingt so angeberisch.“
„Das klingt eher gelogen!“, fing Lucy schon wieder an sich aufzuregen. So ein eingebildeter Schnösel! „Und wieso schafft ihr es dann nicht, euch vernünftig anzuziehen? Guck dich mal an, so läuft doch niemand herum!“ Sie schaute dabei auf seine grasgrüne Latzhose, das lila Hemd und nun stellte sie auch noch fest, dass seine Schuhe orange waren und die Socken rosa! Welcher Typ trug denn rosa Socken?        
„Das ist absolut trendy! Du hast ja keine Ahnung – woher auch? Man nennt das Gruffel-Look und der ist der neuste Schrei!“, regte sich Oles auf.     
„Oles, was ist das denn für ein bescheuerter Name?“, stichelte Lucy amüsiert weiter.
„Oles bedeutet auch Intelligenzbolzen und setzt sich zusammen aus: O wie ohne, L wie Lexikon, E wie extrem und S wie schlau und du brauchst dich überhaupt nicht lustig über mich zu machen.“       
„Mach ich gar nicht.“    
„Machst du wohl!“        
„Nee, mach ich nicht!“ 
„Doch!“
„Nee!“
„Blöde Ziege!“ 
„Dummer Affe!“            
„Und jetzt?“     
„Weiß nicht.“   
„Du bist tatsächlich ziemlich intelligent und mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als dir zu vertrauen“, unterbrach Oles unvermittelt den Schlagabtausch.         
„Klar kannst du mir vertrauen!“              
„Dummerweise habe ich nicht daran gedacht, dass ich in eurer Zeit keine Antriebsmasse bekomme und auch vergessen, den Tank zu füllen.“      
„Was ist denn Antriebsmasse?“              
„Kannst du Marshmallows besorgen?“ Oles schaute Lucy ernst an.      
„Marshmallows? Wenn du Hunger hast, kann ich dir auch etwas Richtiges besorgen.“
„Nein, wenn ich Marshmallows habe und Regenwasser dazugebe, habe ich eine Ersatz-Antriebsflüssigkeit und kann wieder zurück in meine Zeit fliegen. Das müsste eigentlich klappen.“
„Ja, aber das geht erst morgen, heute sind die Geschäfte schon alle geschlossen.“ Lucy wunderte sich über Oles, aber es schien etwas an seiner Geschichte dran zu sein, denn normal war der nicht!   
„Besser morgen als niemals! Was soll ich in eurer Zeit? Ich werde diese Nacht hier im Garten verbringen und du besorgst mir morgen Marshmallows, damit ich wieder nach Hause komme.“ Er stand auf und wollte zu seiner Zeitmaschine gehen.               
„Moment!“ Lucy stand auch auf. „Was ist für mich dabei drin?“              
„Ich habe es befürchtet! Ich muss auf jeden Fall zuerst einmal in meine Zeit zurück und ausreichend Antriebsmasse laden. Wenn du dein Versprechen hältst, werde ich wiederkommen, und wir machen eine Zeitreise in die Vergangenheit.“               
„Hmmm, das klappt nie und nimmer und du lügst mich sicher an. Aber ich gehe das Risiko ein, der Handel gilt!“ Lucy streckte Oles die Hand entgegen und ließ keinen Zweifel daran, dass sie es ernst meinte. „Ich muss jetzt in Haus zurück, sonst kommt meine Mutter, um mich zu suchen. Wenn heute Nacht etwas sein sollte, kannst du ein Steinchen an das rechte Fenster über der Terrasse werfen, das ist mein Zimmer.“           
„Was bleibt mir anderes übrig?“ Oles zuckte seufzend die Schultern.  
„Das klappt schon“, sagte Lucy und zwinkerte Oles dabei aufmunternd zu.      
In diesem Moment rief auch schon Lucys Mutter zum Abendessen und Lucy knuffte Oles beim Gehen freundschaftlich in die Seite.           
„Bis morgen dann“, sagte dieser aber mürrisch und versteckte sich in seiner Zeitmaschine.
Am nächsten Morgen schaute Lucy direkt nach dem Aufstehen aus dem Fenster. Sie wollte wissen, ob sie das alles nur geträumt hatte, oder ob tatsächlich im Garten hinter dem Apfelbaum eine Zeitmaschine gelandet war. ...      


Monika Baitsch lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen an der Bergstraße.
Im Sommer 2011 veröffentlichte sie ihr erstes Kinderbuch „Hilfmir – mein kleiner Freund und seine Mutmacher-Geschichten“, welches auf großes Interesse gestoßen ist und schnell weitere Bücher von und mit dem kleinen Hilfmir folgten. Das „Hilfmir-Konzept“ entstand 1999, als ihr älterer Sohn eingeschult wurde. In seiner Schultüte befanden sich zur Stärkung seines Selbstvertrauens, ein kleines Stofftierchen und ein Brief, die der Auslöser waren und zu erstaunlich positiven Ergebnissen geführt haben. Seitdem zieht sich „Hilfmir“, wie ein roter Faden, durch ihr Leben und vor allem das Leben ihrer Kinder. Mit dem Buch „Hilfmir – mein kleiner Freund und seine Mutmacher-Geschichten“ hat sie ein jahrelang selbst erprobtes Konzept, welches immer wieder überraschende Wirkungen hervorgerufen hat, zu Papier gebracht.
Inzwischen widmet sie sich auch anderen Themen und so entstand in Zusammenarbeit mit einem norddeutschen Musikverlag „ROB74 … und die Macht der Freundschaft“ – ein Musikabenteuer über Träume und Ziele für Kinder ab dem Vorschulalter und „MICHA – Ist Diabetes eigentlich anstecken?“ – eine Geschichte für betroffene Kinder, Angehörige und Interessierte, die die Hintergründe und Fachbegriffe von Diabetes mellitus Typ I auf einfache Weise erklärt.
Im Juni 2014 ist nun ihr erster Roman „Verlieb dich mal wieder … oder: Sex ist auch eine Lösung!“ erschienen. Es ist die Geschichte von Marit, eine Frau Anfang 40, die sich im Alltagsbrei selbst verloren hat, was sich natürlich auch auf ihre Ehe mit Tom auswirkt. Aber, sie zieht die Reißleine! Ein Buch für alle Traumfrauen und die, die vergessen haben, dass sie Traumfrauen sind!
Doch sie bleibt den jungen Lesern treu! Ihr neustes Kinderbuch „Lucy und die abenteuerliche Zeitreise“ erschien im November 2014. Eine Geschichte um ein 10-jähriges Mädchen, zwei Wissenschaftlern aus der Zukunft, deren Zeitmaschine und abenteuerliche Reisen in spannende Jahre des letzten Jahrhunderts mit vielen interessanten Informationen.

Mehr Informationen unter www.monika-baitsch.de

Dienstag, 10. Juni 2014

Oma ist aber komisch geworden von Monika Baitsch


Klappentext:
Oma Line war für den kleinen Nick immer eine liebevolle Oma. Ganz schleichend ändert sich aber etwas und plötzlich ist nichts mehr so wie es einmal war.
Oma Line zieht zu Nick und seinen Eltern ins Haus und macht immer häufiger verrückte Dinge, die Nick nicht versteht.

Die Oma ist aber komisch geworden! - eine helfende Geschichte für Kinder, welche die Krankheit Demenz bei Familienangehörigen ein wenig näher bringt und die Hintergründe auf kindgerechte Weise erklärt.
Erhältlich bei Amazon.

Leseprobe:
Mama war vor etwa sechs Wochen von einem Besuch bei Oma Line zurückgekehrt und hatte Papa und Nick mitgeteilt, dass sie wohl den Dachboden ausbauen müssten. Oma Line wohnte in einem großen Haus, in dem auch viele andere ältere Menschen wohnten, aber jeder hatte seine kleine Wohnung für sich und musste auch für sich selbst sorgen. Mama besuchte Oma Line mindestens dreimal in der Woche und kümmerte sich um die Dinge, die Oma nicht mehr alleine tun konnte. Aber an diesem Tag war etwas anders! Mama wirkte sehr besorgt und meinte, dass es wohl das Beste wäre, wenn Oma Line zu ihnen ins Haus ziehen würde. Nick fand den Gedanken gar nicht schlecht, denn Oma Line war eine liebe Oma, die immer Zeit hatte und gerne etwas mit ihm zusammen spielte. Schon am nächsten Wochenende begann der Umbau, damit Nick nach oben ziehen konnte und sein Kinderzimmer für Oma Line eingerichtet werden konnte.
Nick wunderte sich, wie schnell das alles ging und fragte seine Mutter: „Warum ist das denn so eilig? Ich meine, Oma hat sich doch die ganze Zeit sehr wohl in der Wohnung gefühlt.“
„Ach, Nick“, Mama schaute Nick traurig an, „weißt Du, Oma ist dement und kann manche Dinge in ihrem Alltag nicht mehr richtig sortieren und organisieren. Sie macht Fehler, die gefährlich werden können.“
„De … was?“ Nick konnte mit diesem Wort nicht viel anfangen und welche gefährlichen Fehler konnte Oma denn machen?
„Das ist eine Krankheit, man nennt sie auch Alzheimer Krankheit und du musst dir das so vorstellen: In unserem Blut befindet sich Eiweiß und bei älteren Menschen verklumpt sich dieses Eiweiß, setzt sich an den Nervenzellen im Gehirn ab und es kommt zu Störungen. Das kann Vergesslichkeit sein, oder die alten Menschen finden plötzlich nicht mehr die richtigen Worte, verlegen ständig etwas oder wissen einfach nicht mehr, was sie gerade eben noch gemacht haben. Sie finden sich einfach im Alltag nicht mehr zurecht und da sie das auch merken, versuchen sie es häufig zu vertuschen und zu überspielen.“
Nick war in der letzten Zeit auch schon häufiger aufgefallen, dass Oma Line ihn nicht bei seinem Namen nannte und immer nur „mein Junge“ zu ihm gesagt hatte, aber er hatte sich nichts weiter dabei gedacht.
„Aber welche gefährlichen Fehler kann Oma Line denn machen?“, wollte er wissen. Er konnte sich einfach nicht vorstellen, was sie so gefährliches anstellen könnte.
„Sie erinnert sich zum Beispiel nicht mehr daran, ob sie ihre Tabletten schon genommen hat und nimmt dann schon mal die für den Mittag und Abend auch schon am Morgen. Das kann natürlich ganz schnell zu einem Problem werden, denn bei ihren Blutdruckmedikamenten, die dafür sorgen, dass ihr Herz das Blut nicht zu schnell durch den Körper pumpt, passiert dann natürlich genau das Gegenteil. Der Blutdruck wird zu niedrig und sie fällt vielleicht um und verletzt sich bei dem Sturz. Es wäre dann keiner in ihrer Nähe, um zu helfen. Und, neulich habe ich in ihren Kühlschrank geschaut und musste einige verdorbene Lebensmittel wegwerfen. Sie hat tüchtig mit mir geschimpft, weil sie dachte, dass sie die Sachen erst eingekauft hätte und sie noch essbar seien.“
...

Dienstag, 4. Februar 2014

Micha - Ist Diabetes eigentlich ansteckend? von Monika Baitsch




Klappentext:
Ist Diabetes eigentlich ansteckend? … und andere Fragen rund um das Thema Diabetes werden in der Geschichte des 12jährigen Michas, ein Mensch mit Diabetes, beantwortet.
Micha hat Diabetes mellitus Typ I. Er ist mit seiner Familie in eine andere Stadt gezogen und lernt seinen neuen Freund Chris kennen. Im Verlauf der Geschichte erklärt er ihm auf gut verständliche Weise die Hintergründe, Fachbegriffe und Besonderheiten der Erkrankung, Micha beantwortet die vielen Fragen von Chris und die Freunde erleben gemeinsam aufregende Situationen.
Eine Geschichte um Freundschaft und das Leben mit Diabetes mellitus Typ I. Sie zeigt, dass – wenn man einige Regeln befolgt – ein durchaus „fast“ normales Leben möglich ist.
Die Idee hinter diesem Buch ist, Betroffenen, Angehörigen und Interessierten die Krankheit Diabetes mellitus näher zu bringen.
Erhältlich bei Amazon.



Leseprobe:
„Micha, du bist eine verdammt coole Socke“, Chris schlug Micha freundschaftlich auf die Schulter. „Wir sehen uns nachher auf dem Bolzplatz hinter der Schule. Noch während er das sagte, schwang er sich auf sein Fahrrad und fuhr los.
Micha war mit seinen Eltern und seiner Schwester Clara erst vor zwei Wochen in den kleinen Vorort von Heidelberg gezogen. Seine Eltern hatten ein kleines Haus gekauft und er und Clara mussten die Schule wechseln. Eigentlich hatte er Bauchschmerzen deswegen, aber es hatte sich herausgestellt, dass auch in der neuen Klasse richtig nette Jungs waren. Mit Chris hatte er sich schon am ersten Tag angefreundet und der wohnte auch nur eine Straße entfernt von ihm. Seitdem trafen sie sich fast jeden Nachmittag und gingen auf den Bolzplatz, der hinter der Schule lag, zum Fußballspielen oder hingen einfach nur zusammen an der Spielekonsole oder an ihren Laptops. Chris war inzwischen ein richtig guter Freund geworden und die beiden Jungs verstanden sich prächtig.
Auch er machte sich auf den Heimweg von der Schule, seine Mutter würde sicher schon mit dem Mittagessen warten. Während er so gedankenversunken die Straße entlanglief, dachte er daran, dass es bestimmt bald wieder soweit wäre und er bei Dr. Born vorbeischauen müsste, um seine Blutwerte kontrollieren zu lassen.
Micha hatte Diabetes, die Zuckerkrankheit, wie man früher gerne dazu sagte. Vor einigen Monaten war es bei ihm festgestellt worden und seither hatte sich einiges in seinem Leben verändert – verändern müssen!
Als er zu Hause ankam, stand das Essen bereits, wie erwartet, auf dem Tisch.
„Na, wie war es heute in der Schule? Wie lief die Mathearbeit?“, erkundigte sich seine Mutter bei Micha.
„Die war okay, ich hatte keine Probleme, aber für manche ist die Zeit am Ende etwas knapp geworden.“ Micha ging ins Badezimmer und wusch seine Hände, um noch vor dem Essen seinen Blutzuckerspiegel zu kontrollieren und sich das notwendige Insulin zu spritzen. Er trug die Werte fein säuberlich in sein Blutzucker-Tagebuch ein, das er immer zu Dr. Born mitnehmen musste. Dann setzte sich an den Tisch und aß. Auch seine Essgewohnheiten hatte er anpassen müssen!
„Du hast am Montagmorgen bei Dr. Born einen Termin zur Kontrolle deiner Werte“, sagte seine Mutter in dem Moment.
„Ist ja witzig, ich habe eben auf dem Heimweg auch daran gedacht, dass es bestimmt bald wieder an der Zeit ist, zur Kontrolle zu gehen. Ich brauche auch ein neues Rezept für mein Insulin. Dann sage ich Herrn Baumert morgen Bescheid, dass ich am Montag etwas später zur Schule komme.“
Nach dem Essen ging er in sein Zimmer, um seine Hausaufgaben zu erledigen und kaum war er fertig, klingelte es auch schon an der Haustür und Chris holte ihn ab.
„Bin auf dem Bolzplatz“, rief er seiner Mutter noch zu und schon waren die beiden weg. Als sie an der Schule ankamen, war noch niemand von den anderen da und sie setzten sich auf die Tischtennisplatte.
„Ach, übrigens!“ Micha fiel ein, dass Chris ihn am Montag dann nicht zur Schule abholen brauchte. „Am Montag komme ich später zur Schule, du brauchst nicht auf mich zu warten.“
 „Musst du mal ausschlafen, oder?“, fragte Chris lachend.
„Nee, ich einen Termin beim Doc – Blutentnahme!“ 

„Bist du krank?“ Chris schaute Micha etwas irritiert an. 
 „Ja und nein. Ich habe Diabetes und muss regelmäßig zur Blutkontrolle, damit mein Insulin auch richtig eingestellt ist.“ So, jetzt war es raus, nun wusste auch Chris Bescheid. Bisher hatte er es vermieden darüber zu reden, weil er nicht anders behandelt werden wollte, wie die anderen Jungs. Er hatte die Erfahrung gemacht, dass die wenigsten wussten, was es bedeutete diese Krankheit zu haben und sich auch nicht trauten zu fragen. Nicht so aber Chris. 
„DU hast Diabetes?“, fragte er ungläubig. „Meine Oma hat das auch, aber die ist alt und auch unsere Nachbarin, aber die ist auch schon alt. Wie kommt denn ein Junge in deinem Alter zu so etwas?“ „Erzähle ich dir ein anderes Mal, da vorne kommen schon Bastian und Leon. Ich gehe noch mal kurz hinter die Büsche.“ 
Micha tat, als müsste er noch mal für kleine Jungs, aber hinter dem Busch nahm er sein kleines Blutzuckermessgerät aus dem Rucksack und überprüfte seinen Blutzuckerspiegel. 148 zeigte das kleine Gerät an und somit war alles in Ordnung, der Wert war im grünen Bereich. Er konnte beruhigt mit den anderen Jungs Fußballspielen und musste weder Insulin nachspritzen, um den Wert zu senken, noch eine Kleinigkeit essen, um den Wert anzuheben. Als er wieder bei den anderen angekommen war, kickten sie fröhlich drauf los. Chris beobachtete Micha immer wieder verstohlen, man merkte überhaupt nicht, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung war. Seine Oma machte immer einen Test mit einem kleinen Gerät, ehe sie die Sahnetorte verschlang und anschließend spritzte sie sich etwas, damit ihr Blutzuckerspiegel nicht zu hoch wurde. Aber Chris hatte sich noch nie wirklich dafür interessiert. Er hatte häufig den Eindruck, dass sie das machte, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Ja, wenn er in diesem Moment schon gewusst hätte, warum Micha hinter den Büchen verschwunden war. 
Später, als sie dann auf dem Nachhauseweg waren, fing er noch mal dieses Thema an. 
„Meine Oma macht immer ein Tamtam um ihren Blutzuckerspiegel, bei dir merkt man das überhaupt nicht.“ 
„Ich muss den schon auch regelmäßig kontrollieren und kann auch nicht einfach alles essen, ich muss immer erst die richtige Mange an Insulin spritzen, aber ich habe das mittlerweile ganz gut im Griff“, antwortete Micha. „Vor ein paar Monaten sah das noch ganz anders aus und ich dachte, dass mir das Leben sicher keinen Spaß mehr macht.“ 
„Aber wieso hast du das denn? Bekommt man das nicht nur, wenn man alt ist?“ 
„Das ist Altersdiabetes oder Diabetes Typ II, den bekommen wirklich eher die älteren Menschen, aber ich habe Typ I und den bekommt meistens, wenn man noch recht jung ist. Ist ungewöhnlich, kommt aber vor.“ 
„Du bist so ein cooler Typ, wie kommt das denn?“ 
„Meine Bauchspeicheldrüse produziert nicht mehr genügend Insulin. Insulin ist ein Hormon, also ein Botenstoff, der die Organe und Drüsen steuert, damit sie wissen was sie zu tun haben. Hat man nun nicht genug von diesem Insulin, dann kann der Körper den Zucker nicht mehr in die Zellen transportieren und logischerweise steigt dann der Zuckergehalt im Blut an. Dann hat man Diabetes mellitus, so nennt man das nämlich richtig.“ 
„Aha!“ Chris merkte man an, dass er das Gehörte gerade verarbeitete. „Kann man das nicht operieren?“ 
„Leider nicht. Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht richtig funktioniert, muss man das mit Medikamenten oder Insulinspritzen ausgleichen und sich eben nach gewissen Regeln ernähren, also die richtige Insulinmenge für die Mahlzeiten berechnen.“ 
"Wie kann denn die Bauchspeicheldrüse nicht mehr richtig funktionieren?“ ...

Dienstag, 24. September 2013

ROB74 … und die Macht der Freundschaft von Monika Baitsch

Klappentext:
ROB74, ein kleiner Roboter vom Planeten Orb, ärgert sich, dass er in der Waschstraße täglich die gleichen sinnlosen Arbeiten verrichten muss. Er hatte sich doch eigentlich vorgenommen kein so langweiliges Leben zu führen, wie all die anderen Planetenbewohner! Traurig und ein bisschen wütend sitzt er am Planetenrand und lässt die Beine baumeln, als plötzlich die kleine Sternschnuppe Stella auf ihn aufmerksam wird und auf ihrer langen Reise durch die endlosen Weiten des Weltraumes eine Rast bei ihm einlegt. Sie erinnert ihn daran, dass er an seine Träume glauben muss und macht ihm bewusst, dass nur er etwas in seinem Leben verändern kann. Und dann treten noch Piepf, ein kleiner verwirrter Roboter und Rosi-Dosi, ein elegantes, aber ausgemustertes Raumschiff in sein Leben. Eine dicke Freundschaft beginnt! Sie zeigt, dass man alles erreichen kann, was man nur möchte, wenn man die richtigen Freunde an seiner Seite hat und einen festen Entschluss fasst.           

ROB74 und die Macht der Freundschaft ist ein Musikabenteuer für Kinder ab dem Grundschulalter. Das Buch und die CD zeigen den Kindern, dass Träume einem den richtigen Weg weisen und man manchmal einfach nur seine eigen Sicht der Dinge ein wenig ändern muss, um seinem Leben eine unerwartete und positive Wende zu geben. 
Erhältlich über die Autorin.



Leseprobe:


Rob74, ein kleiner, gelber Roboter vom Planeten Orb, war traurig und wütend zugleich. Immer musste er diese blöden Anweisungen befolgen, auch wenn sie noch so sinnlos waren. Welchen Sinn machte es, alle fünfeinhalb Tage die komplette Raumschiffflotte von Orbs & Co. zu polieren? Der Sternenstaub würde sie innerhalb eines Tages wieder völlig einstauben und kein Weltraumbewohner würde einen Unterschied bemerken. Dieser seltsame Waschstraßen-Chef, bei dem Rob arbeitete, ließ aber kein Argument gelten! Er hatte einfach immer das letzte Wort! 
Heute war Rob wieder an einen Tiefpunkt. Er hatte gerade Feierabend gemacht, und setzte sich an den Planetenrand. Missmutig ließ er seine kurzen Beine über den Rand hängen und ein tiefer Seufzer entglitt ihm. „Ich will das nicht! Und schon gar nicht für die ganze galaktische Ewigkeit!“, brach es aus ihm heraus.      
„Was willst du nicht?“, hörte er in diesem Augenblick eine völlig fremde Stimme sagen. Er schaute sich irritiert um und erkannte den hellen Schein einer kleinen Sternschnuppe.      
„Stella, mein Name ist Stella“, stellte sich die kleine Sternschnuppe ihm vor. „Ich bin auf meiner Jahrtausende dauernden Reise durch die endlosen Weiten des Weltraumes und habe deinen tiefen Seufzer gehört. Ist denn so etwas Schreckliches passiert?“ Stella setzte sich einfach neben Rob an den Planetenrand und baumelte fröhlich mit ihren Beinen. 
„Du hast gut reden“, erwiderte Rob, „du kannst Jahrtausende durch den Weltraum fliegen und triffst immer wieder interessante Bewohner fremder Planeten. Ich sitze hier fest und muss immer diese überflüssigen und langweiligen Arbeiten machen, tagaus und tagein.“          
„Gibt es denn langweilige und überflüssige Arbeiten auf eurem Planeten?“       
„Du kannst vielleicht komische Fragen stellen! Natürlich! Ich muss alle fünfeinhalb Tage die ganze Raumschiffflotte von Orbs & Co. polieren und dazwischen an der Waschstraße arbeiten. Ist das vielleicht nicht überflüssig? Immer und immer wieder den ganzen Sternenstaub von den Raumschiffen entfernen und einen Tag später sehen sie wieder aus, wie vorher, so als hätte ich nichts getan! Meine Mutter ist noch viel schlimmer dran. Sie arbeitet im Planeto Inn, dem größten Hotel hier auf Orb, und sie muss den ganzen Tag Fenster und Badezimmer putzen und für andere die Betten machen. Kannst du dir das vorstellen?“, regte Rob sich weiter auf. „Wer macht denn solche sinnlose Arbeiten? Am Abend gehen alle wieder ins Bett und am Morgen wieder ins Bad – alles ist wieder, als hätte es niemand sauber gemacht.“            
Stella schaute ihn eine Weile wortlos an. „Alles hat einen Sinn, auch wenn wir ihn nicht auf den ersten Blick erkennen können.“     …