Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren
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Dienstag, 14. November 2017

Zac und der geheime Auftrag von Britta Kummer



Buchbeschreibung:
Zac gehört zur untersten Schicht, zu den Ärmsten der Ärmsten. Schon sehr früh muss er erleben, was es heißt, zum Arbeiten und Dienen geboren zu sein.
Eine Nachts wird er von einer unbekannten Stimme mit den Worten ´Zac, du bist eines Besseren bestimmt. Folge deiner Mission! Du wirst gebraucht` geweckt. Hat seine Fantasie ihm nur einen Streich gespielt oder war es eine Botschaft?
Als sein Herr ihn eines Tages wieder schlecht behandelt, läuft er einfach weg und somit beginnt das Abenteuer seines Lebens. Böse Mächte wollen die Menschheit vernichten. Kann Zac das verhindern?
„Zac und der geheime Auftrag“ handelt von Freundschaft, Mitgefühl, das positive Miteinander, Zusammenhalt, Mut und Liebe. Dinge, die im heutigen Leben so wichtig sind und leider oft in Vergessenheit geraten.
Mit Illustrationen von Ulrike Hölker.
Erhältlich beim Verlag und bei Amazon
Taschenbuch: 96 Seiten
ISBN-10: 3961116687
ISBN-13: 978-3961116683


Leseprobe Auszug aus: Der Angriff
Eines Tages saßen sie in der Sonne und machten Rast, als Zac plötzlich etwas hörte.
„Was war das?“, fragte er, reckte den Kopf in die Höhe und lauschte.
„Ich habe nichts gehört“, antwortet Sir Lennhart.
„Doch, da ist es wieder.“ Zac sprang auf und folgte dem Geräusch.
„Bleib hier, das kann gefährlich werden“, rief der Ritter, aber Zac hörte nicht auf die Worte seines Herrn, verschwand im Gebüsch und tauchte nicht wieder auf.
„Zac! Wo steckst du?“ Sir Lennhart wollte sich gerade auf die Suche machen, als der Junge mit völlig zerkratztem Gesicht sich durch das Gebüsch zwängte.
Er gesellte sich keuchend zu seinem Herrn.
Gleich darauf spürte Zac dessen Hand in seinem Gesicht aufklatschen und musste Vorwürfe über sich ergehen lassen: „Ich habe dir gesagt, du sollst auf mich hören. Was hast du dir dabei nur gedacht?“
Sir Lennhart entdeckte den Hund in Zacs Armen und ehe er etwas sagen konnte, kam ihm der Junge zuvor.
Zac schaute erst auf den Vierbeiner, den er schützend an sich drückte und dann zu seinem Lehrmeister. „Er brauchte doch meine Hilfe“, rechtfertigte er sein Tun. „Er war in einem Dornenbusch gefangen. Alleine wäre er da nicht mehr herausgekommen. Das wäre sein Tod gewesen. Verstehen Sie das denn nicht?“
Und in diesem Moment wurde Sir Lennhart klar, was er da gerade getan hatte: Er hatte ein Kind geschlagen, einen Menschen, der ihm in der kurzen Zeit, in der sie zusammen waren, so ans Herz gewachsen war. Er war auch nicht besser als die anderen Erwachsenen. „Kannst du mir verzeihen? Die Backpfeife war unpassend.“
Zac blickte hoch. „Schon gut. Ist ja nichts passiert, aber was  machen wir jetzt mit diesem Kerlchen? Kann er mit uns kommen?“
Sir Lennharts Antwort kam prompt: „Nein, auf keinen Fall. Schlag dir das aus dem Kopf. Der kommt nicht mit. Ich bin doch kein Babysitter.“ Seine Worte stießen bei Zac jedoch auf taube Ohren. Zähneknirschend musste er den neuen Reisebegleiter akzeptieren, auch wenn er davon nicht begeistert war.
Zwei Tage später erwähnte Sir Lennhart, dass sie nun fast an ihrem Ziel waren. Die Burg des Gutsherrn müsste hinter dem nächsten Berg liegen.
Zac wurde immer neugieriger.
Als sie am frühen Abend – die Dämmerung brach bereits herein – beim Feuer saßen, begann der Hund zu knurren und die Zähne zu fletschen. Auch das Pferd scharrte nervösmit den Hufen.
„Da ist irgend etwas“, mutmaßte Zac. Er wollte gerade aufspringen, da ermahnte ihn sein Herr: „Du bleibst hier, versprich mir das. Ich schaue nach.“
Mit dem Schwert in der Hand machte sich Sir Lennhart auf. Er verspürte eine innerliche Unruhe, weil er nicht abschätzen
konnte, was ihn erwartete. Der Hund folgte ihm und preschte plötzlich in Richtung eines sehr dichten und hohen Gebüsches. Sir Lennhart beeilte sich, hinterher zu kommen. Zac, der abwartend in die Dämmerung lauschte,
Zac, der abwartend in die Dämmerung lauschte, vernahm mit einem Mal ein lautes Knurren, Hundegebell, splitternde Äste und dann … einen Schrei seines Herrn, der ihm das Mark gefrieren ließ …
© Britta Kummer

Vita:
Britta Kummer wurde 1970 in Hagen (NRW) geboren. Heute lebt sie im schönen Ennepetal und ist gelernte Versicherungskauffrau.
Die Freude am Schreiben hat sie im Jahre 2007 entdeckt und seit dieser Zeit bestimmt es ihr Leben. Es macht ihr einfach großen Spaß, sich auf diese Art und Weise auszudrücken.
Sie schreibt Kinder-, Jugend- und Kochbücher, wurde in Hagen geboren und wohnt heute in Ennepetal. Inzwischen ist auch ein Buch zum Thema MS auf dem Markt.
Erst wurden ihre Werke im Bekanntenkreis herumgereicht und die Resonanz darauf war sehr positiv.
Es dauerte nicht lange und schon hielt sie ihr 1. Buch "Willkommen zu Hause, Amy" in Händen. Dieses Buch wurde im Januar 2016 mit dem Daisy Book Award ausgezeichnet. Der Kärntner Lesekreis „Lesefuchs“ vergibt in unregelmäßigen Abständen diese Auszeichnung für gute Kinder- und Jugendliteratur.
http://brittasbuecher.jimdo.com/
http://kindereck.jimdo.com/
http://pressemeldungen.jimdo.com/
https://www.instagram.com/brittasbuchtipps/

Bücher der Autorin:
Zac und der geheime Auftrag, ISBN: 978-3-9611-1668-3
Willkommen zu Hause, Amy (Paperback), ISBN: 978-3-99049-854-5
Willkommen zu Hause, Amy (Hardcover), ISBN: 978-3-99049-855-2
Die Abenteuer des kleinen Finn, ISBN: 978-3-8448-1599-3
Kummers Kindergeschichten, ISBN: 978-3-7386-0100-8
Kummers Kindergeschichten 2, ISBN: 978-3-7392-3824-1
Mein Leben mit MS, ISBN: 978-3-9030-5642-8
Kleine Mutmachgeschichten, ISBN: 978-3-9030-5644-2
Weihnachtsgeschichten … und noch mehr, ISBN: 978-3-7386-4553-8
Geschichten für Groß und Klein, ISBN: 978-3-7347-4942-1
Vegetarisch für die ganze Familie, ISBN: 978-3-7448-9344-2
Das Marmeladenbüchlein, ISBN: 978-3-9611-1212-8
Kummers Ofengerichte, ISBN: 978-1-5232-2552-1
Vegetarischer Genuss - Quer Beet, ISBN: 978-1-5084-8474-5
Kummers Schlemmerkochbuch, ISBN: 978-3-7322-3126-3
Vegetarische Weltreise, ISBN: 978-1-5355-5204-2
Vegetarisch für Jedermann [Kindle Edition]
BEST OF [Kindle Edition]
Schmökerkatalog mit Leseproben Anthologien [Kindle Edition]
Schmökerkatalog mit Leseproben 2 Bunt gemischt [Kindle Edition]
Schmökerkatalog mit Leseproben 3 Kinder- und Jugendbücher [Kindle Edition]

Dienstag, 2. Mai 2017

Das Zaubersaxophon - wie der kleine grüne Frosch endlich einen Namen bekam - erzählt von Marion von Vlahovits



Illustriert von Angelika Niklas

Was macht ein Frosch alleine auf dem Mars?

Er hüpft einsam umher und wird immer blasser.
Doch dann passiert etwas Wunderbares.

Er verlässt sein gewohntes Umfeld.
Er entdeckt seine Bestimmung.
Er rettet  eine Froschprinzessin.
Er bekommt einen Namen.

Das Zaubersaxophon ist eine Geschichte über den Zauber der Musik,
über den Mut sich auf etwas Neues und Unbekanntes einzulassen,
über Freundschaft und darüber, wie wichtig es ist, in einer Gemeinschaft mit anderen zu leben.


Klappentext:


Der kleine grüne Frosch lebt alleine auf dem Mars. Er ist einsam. Außer ihm gibt es kein anderes Lebewesen auf diesem Planeten.
Doch eines Tages entdeckt er ein unbekanntes Flugobjekt und so beginnt das größte Abenteuer seines Lebens.
Er findet seine Bestimmung und am Ende erhält er endlich einen eigenen Namen.
Erhältlich bei Amazon und BoD, außerdem kann das Buch kann in jeder Buchhandlung bestellt werden und ist als Taschenbuch und als eBook erhältlich.


Leseprobe:
Auf dem Mars lebte einmal ein kleiner grüner Frosch. Seine Haut hatte die Farbe von frischem Gras und seine Augen leuchteten goldgelb wie Sterne in der Nacht.
Der kleine grüne Frosch lebte schon so lange er denken konnte alleine auf dem Mars. Deshalb hatte er auch keinen Namen. Es gab ja niemanden, der ihm einen Namen hätte geben können.
Der kleine Kerl fühlte sich sehr einsam. Jeden Tag hüpfte er auf seinen grünglänzenden, spindeldürren, langen Beinen auf dem Mars herum. Aber ganz gleich wie weit er auch sprang - und er war ein sehr guter Springer- er fand kein anderes Lebewesen.
So wurde er immer einsamer und einsamer. Seine Haut glänzte nicht mehr und das Leuchten verschwand aus seinen Augen. Der kleine grüne Frosch wurde immer blasser und schwächer.
Eines Tages, als er müde und traurig auf dem Mars herum hüpfte, entdeckte er etwas, was er noch nie zuvor gesehen hatte. Direkt hinter einem großen Felsbrocken befand sich ein sehr, sehr großes, merkwürdiges Etwas. Himbeerrot war es und stand auf vier schwarzen Ringen. An beiden Seiten befanden sich lilablassblaue Flügel und vorne war sogar ein Propeller angebracht. Aufgeregt hüpfte der kleine grüne Frosch zu diesem seltsamen Ding. Es bewegte sich nicht vom Fleck und so traute er sich vorsichtig immer näher heran.
Aufgeregt hopste er einmal um das Flügel-Propeller-Ding herum und betrachtete es sehr genau.
„Was kann das nur sein? Wo kommt es nur her?“

Autorenvita
Als Tochter eines Piloten bin ich die ersten Jahre meines Lebens viel herumgekommen. Bücher und Geschichten waren in dieser Zeit für mich eine Art Heimat neben meiner Familie. Seit fast 30 Jahren lebe und arbeite ich nun schon hier im Landkreis Regensburg. Ich bin Lehrerin an einem Förderzentrum und liebe die Arbeit mit den Kindern. Sie sind meine besten und kritischsten Zuhörer. Wenn mir neue Geschichten einfallen sind sie oft inspiriert durch Erlebnisse mit meinen Schülern. Bei meinem Hundekrimi ist das jedoch anders.
Die Idee dazu entstand während der Spaziergänge mit meiner eigenen Hündin Laila und ihrem Freund Gino.
Facebook https://www.facebook.com/pages/Gino/441654182575372
Homepage https://marionsgeschichtenwerkstatt.jimdo.com

Dienstag, 26. April 2016

Von Pampelonen, fiesen grünen Wühlhoppern, putzigen Putzigs und anderen von Martina Pawlak



Klappentext:
Pampelonen, Kürboffeln, Schaninchen, Putzigs … in einem fremdartigen, putzigen Tal geht es bunt und fröhlich zu. Doch auch in einer friedlichen und harmonischen Welt, in der Freundschaft eine wichtige Rolle spielt, lauern Gefahren. Fiese grüne Wühlhopper und boshafte Grantelwürfler führen nichts Gutes im Schilde. Wird es immer gelingen, drohendes Unheil rechtzeitig abzuwenden?
Erhältlich bei Amazon.

Leseprobe:

Zufrieden betrachtete Papa Pit Putzig das muntere Treiben der kleinen fliegenden Helfer auf dem Feld.
»Die Pampelmücken fliegen gut in diesem Jahr«, sagte er zu Mama Mia Putzig. »Das wird eine ausgezeichnete Pampelonenernte geben.«
Doch schon am nächsten Tag wurde die Vorfreude auf eine gute Ernte stark getrübt.
Papa und Mama Putzig kontrollierten wie an jedem frühen Morgen das Feld. Plötzlich rief Mama Mia Putzig erschrocken aus: »Oh nein, schau doch nur Pit!«, und sie wies auf einige Blüten, die verwelkt am Boden lagen.
Aufgeregt rannte Papa Pit Putzig über das Feld. Auch Fips und Fine war die Aufregung ihrer Eltern nicht entgangen und sie liefen ihrem Vater hinterher. Dann sahen alle die Bescherung.
Ein großes schwarzes Loch inmitten der Pampelonenpflanzen tat sich vor ihnen auf.
»Verflixter Pampelschreck«, keuchte Papa Pit Putzig atemlos. »Das hat uns gerade noch gefehlt. Wir müssen sofort dem Bürgermeister Bescheid geben, damit er eine Sonderversammlung einberuft.«
Fips und Fine sahen sich ratlos an. Noch nie hatten sie ihre Eltern so aufgeregt erlebt. Was war denn nur so furchtbar an dem Loch?
Bürgermeister Ernst Putzig erkannte allerdings gleich den Ernst der Lage und eilte sofort auf den Dorfplatz.
Mit bebender Stimme rief er: »Alle Putzigs eilt herbei, berichte euch heut' allerlei.«
Eilig liefen die Dorfbewohner heran. Es musste etwas wirklich Schlimmes sein, wenn der Bürgermeister außer der Reihe zur Versammlung rief. Angespannt hörten sie, was ihr Bürgermeister zu sagen hatte.
»Liebe Putziggemeinde. Unsere Pampelonenernte ist in großer Gefahr. Nachdem wir nun jahrelang verschont geblieben sind, haben sich heute Spuren des größten Pampelonenfeindes gezeigt. Der fiese grüne Wühlhopper ist zurückgekehrt!«
Ein aufgeregtes Raunen ging durch die Menge.
Der Bürgermeister mahnte zur Ruhe und fuhr fort. »Wir treffen uns heute Abend im Dorfkrug und werden alles Weitere veranlassen, um gemeinsam gegen den Feind vorzugehen. Die Versammlung ist hiermit beendet.«



Martina Pawlak, Jahrgang 1967, lebt mit Mann, zwei Söhnen und einer Katze am Rande des nördlichen Ruhrgebietes. Im Laufe der Jahre entstanden zahlreiche Kurzgeschichten und Kinderbücher, die als eBook, teilweise auch als Printausgabe, veröffentlicht wurden.
Weitere Informationen gibt es hier:
https://www.facebook.com/pages/Ein-Gespenst-im-Flatterhemd/643146915758052?ref=hl

Dienstag, 29. März 2016

MIRELLE UND IHRE FREUNDE auf der Suche nach dem Wunschkraut von Astrid Schneider



– das weltoffene Kinderbuch mit Lerneffekt!


Klappentext:
Drei Tiere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen aufeinander. Sie stellen fest, dass sie alle in ihrem Leben auf der gleichen Suche sind. Die Suche heißt Veränderung und Freundschaft. Gemeinsam begeben sie sich auf Wanderschaft, um das sagenumwobene Wunschkraut zu finden, das alles verändern soll. Auf ihrer Reise lernen sie sich das erste Mal besser kennen und entdecken neue Seiten an sich. Sie begreifen, was Freundschaft bedeutet, und sind ihrem Ziel so nah – wäre da nicht der böse Ismo, der die Adlerburg mit dem Wunschkraut bewachen lässt. Gemeinsam schaffen sie es, Berge zu versetzen und das Böse zum Guten zu wenden.

Erklärung zum Buch:
Astrid Schneider möchte mit ihrem Kinderbuch nicht nur unterhalten, sondern den kleinen und großen Lesern etwas mitgeben. Egal, wie wir sind, welche Nationalität, welche Sprache, welchen Hintergrund – wir sind gut so, wie wir sind! Und gemeinsam kann man so viel mehr erreichen, als jeder einzelne gedacht hat. Auch wenn es viele und vielfältige Probleme gibt auf dieser Welt, die Lösungen und positiven Erlebnisse sind es ebenso.

Ein bereicherndes Buch für alle Leser, findet auch der bekannte Kinderlied-Sänger Rolf Zuckowski:
„Astrid Schneider leistet zusammen mit ihrer Illustratorin Fadila Ennouri Kutalic einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und Sozialkompetenz der Kinder.“
Kinder ab 6 Jahren
Leseprobe und Links zur Buchbestellung gibt es bei Tredition und Amazon.



Kapitel 1 – Mirelle, die traurige Schönheit

Der Frühling ist da, es ist herrlich, die Welt sieht so bunt und

fröhlich aus. Jede Blume sprießt farbenprächtig empor und jedes

einzelne Tier im Wald ist gut gelaunt, voller Elan und nimmt jeden

Sonnenstrahl dankbar auf.

Nur Mirelle, die Schildkröte, empfindet keine Freude. Weder das

herrliche Wetter noch die bunten Blumen oder der frische

Frühlingsduft können sie aufmuntern. Tieftraurig sitzt sie in ihrem

Panzer und schluchzt jämmerlich vor sich hin.

„Je n´en peux plus – isch kann nischt mehr “, schnieft sie.

Wieder hängt sie ihren traurigen Gedanken nach und fühlt ihre

Einsamkeit. Vor vielen Jahren war sie als Baby an Land gespült

worden. Ein großer Sturm hatte sie von ihren Eltern und den

Geschwistern getrennt und sie hatte sich nur mit Mühe durch

das tobende Wasser an Land retten können. Jetzt war sie ganz

alleine. Sie zog sich in den schützenden Wald zurück und

verbrachte viele Jahre, ohne eine andere Schildkröte zu sehen.

Die Tiere im Wald waren ihr fremd. Kein einziges hatte einen

Panzer wie sie zu schleppen. Sie waren schnell und beweglich

und viele waren größer. Manche konnten prima klettern oder

sogar fliegen. Weil sie all das nicht konnte, hatte sie nie Kontakt

zu den anderen gesucht.

Sie war der Meinung, die wollten mit einer langsamen und

hässlichen Schildkröte nichts zu tun haben.

Irgendwann konnte sie sich auch nicht mehr an ihre

Geschwister und Eltern erinnern. So verbrachte sie die Jahre bis

heute.

Für sie ist der Frühling die schlimmste Zeit, weil alle anderen so

fröhlich sind. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, endlich Freunde zu

finden. Aber sie weiß nicht, wie sie das machen soll.

Da sitzt sie nun zwischen all den herrlichen Pflanzen und

schluchzt vor sich hin. „Je suis tellement triste et furieuse en

même temps – isch bin so traurisch und wütend zugleisch . Warum

bin isch nur so klein, hässlisch und das langsamste Tier im

ganzen Wald? Kein Wunder, dass isch keine Freunde habe, wer

möschte denn schon mit jemand wie mir zu tun haben?“

Sie weiß bis heute nicht, dass die anderen Tiere sie um ihren

starken Panzer beneiden und oft von ihrem majestätischen Gang

schwärmen. Ihr wunderschöner Panzer glänzt und schillert in

der Sonne.

Auf dem Ast hoch über ihr sitzt eine Amselfamilie. Auch sie ist

beeindruckt von dieser magischen Erscheinung. Aber sie traut

sich nicht, Mirelle anzusprechen. Denn warum sollte sich ein so

majestätisches Tier mit so einer einfachen Amsel abgeben!

Andere Tiere scheuen sich, Mirelle anzusprechen, weil sie sich

hilflos fühlen wegen ihrer ständigen Traurigkeit. Das ist sehr

schade, weil so hat Mirelle bisher nicht erfahren, wie gerne die

anderen Tiere Kontakt zu ihr hätten.



Lied

Mirelle, du bist so schön, strahlst Anmut aus, verzauberst alle.

Mirelle, was hast du nur, wieso so traurig?

Komm, sieh dich um, alles ist bunt und fröhlich lebhaft,

nur du, du sitzt allein und bist so traurig!

Gib dir ’nen Ruck und krabbel los, jetzt ist die Zeit reif,

komm, denk nicht nach und starte gleich heute!

Über die Autorin:
Astrid Schneider, lebt und arbeitet als Personalerin in Filderstadt bei Stuttgart.
Die gelernte Hotelfachfrau ist ein Wirbelwind und hat in ihren jungen Jahren beruflich sowie privat viel erlebt.
Neben dem Schreiben ist sie auch als Sängerin und Malerin aktiv und engagiert sich für behinderte Menschen.

Dennoch ist das Schreiben für sie immer noch das Wichtigste, denn dadurch kann sie Erlebtes verarbeiten und schöne neue Geschichten erfinden. Sie ist in den Genres Kinder- und Fantasybücher sowie Romane und Ratgeber zu Hause.

Inspiration für das aktuelle Kinderbuch, war ihre geistig-behinderte Schwester, mit der sie in ihrer Kindheit, viele schöne und unschöne Momente, bezüglich der Themen Freundschaft und Makel, erlebt hat.

Weitere Informationen zu anstehenden Projekten, Lesungen und vieles mehr auf
http://www.astridschneider-autorin.de
https://www.facebook.com/Astrid-Schneider-Autorin-505564232854726/?fref=ts