Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren
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Dienstag, 3. Januar 2017

Piet und Polly - Die Piratenkinder von Barbara Zimmermann



Klappentext:
Die Geschwister Piet und Polly sind Piratenkinder und segeln mit ihrer kleinen Mannschaft über die Weltmeere.
Kommt mit auf die Reise durch den Höllenschlund zur Insel Makama auf Schatzsuche. Begegnet einem vegetarischen Dinosaurier und einem freundlichem Seeungeheuer. Und wer ist Joey?

Erhältlich als Taschenbuch und E-Book bei Amazon, BoD und anderen Shops.




Leseprobe: Piet und Polly
Tamano
Piet und Polly waren Piratenkinder. Ihre Pirateneltern segelten zurzeit auf einem anderen Schiff durch die Weltmeere und hatten Piet und Polly dem alten Pirat Hektor und ihrer Kochmamsell Esmeralda anvertraut.
Hektor war schon sehr alt und trug einen dünnen langen geflochtenen grauen Zopf und eine Augenklappe. Bis zum Ende seines Lebens wollte er auf dem Schiff bleiben. In seiner Nähe war meistens der Papagei Rudi. Er konnte sprechen und krächzte oft:
»Land in Sicht, Land in Sicht!« oder
»Mann über Bord, Mann über Bord!« oder
»Essen fassen, Essen fassen!«

Mit an Bord waren auch die Zwillingsbrüder Jan und Bolle. Man konnte sie kaum voneinander unterscheiden. Damit sie nicht immer verwechselt wurden, hatte Jan sich einen Anker auf seinen linken Unterarm tätowieren lassen.
Esmeralda war kugelrund und die beste Köchin der Welt. Sie trug dicke blonde Locken auf dem Kopf und eine Himmelfahrtsnase zierte ihr Gesicht. Meistens hatte sie eine Kittelschürze um, da sie für alle kochte und sich um Piet und Polly kümmerte wie eine richtige Mutter.
Polly, sechs Jahre alt, hatte eine Zahnlücke und blondes störrisches Haar, das sie mit bunten Stirnbändern bändigte. Sie trug lieber Hosen als Kleider.
Piet, zehn Jahre alt, liebte Pumphosen und Leinenhemden. Er war sehr hübsch mit braunen Locken und einem dichten Wimpernkranz um seine blauen Augen. 


Er hortete jede Menge Piratenkopftücher in allen möglichen Farben. Piet fühlte sich schon als kleiner Kapitän und überlegte sich die Seerouten, die sie fahren wollten.
Zum Glück war der Bug ihres Piratenschiffs mit Gold und Edelsteinen gefüllt. So segelten sie alle zusammen über die Meere und litten keine Not. Ihr Schiff war mittelgroß und trug stolz einen Drachenkopf als Gallionsfigur. Morgen würden sie in Tamano anlegen, um die Lebensmittel und Wasservorräte aufzufüllen. Das Piratenschiff wurde gerade von einem Schwarm Delfine begleitet. Polly lag in ihrer Hängematte, die Hektor ihr aus rotem Schiffstau geknüpft hatte, und beobachtete die Delfine.
»Spielst du mit mir?«, fragte sie Piet.
»Morgen. Morgen spiel ich mit dir«, antwortete Piet.
»Pfeffersack und Bohnenstroh«, rief Hektor, der mit einem Fernrohr das Meer beobachtete. 


Vita
Barbara Zimmermann am Niederrhein geboren, liebte schon als Kind das Meer. Seit meiner Heirat wohne ich an der Ostsee. Meine vielen Kinder und Enkelkinder inspirierten mich dazu sich eigene Kindergeschichten auszudenken. Bei meinen Spaziergängen am Meer entstand die Geschichte Piet und Polly, die Piratenkinder. Gemeinschaftlich mit der jungen talentierten Yana Walther haben wir ein Buch gestaltet, welches vielen Kindern Freude bereiten soll.

Yana Walther, geboren Anfang der neunziger Jahre zwischen Hafen und Alster, ist stets ihrer Heimat Hamburg treu geblieben. Dort arbeitet und lebt sie in ihrem Winterhuder Apartment und füllt so manchen typisch verregneten Tag mit dem gestalten von farbenfrohen Illustrationen, die nicht nur Kindern gefallen, sondern auch das Kind im Herzen eines jeden Erwachsenen wieder aufleben lassen.



Freitag, 29. Mai 2015

Leuchtturm der Abenteuer 02. Flucht durch Bärenstadt von Karim Pieritz


Für Lena ist es ein Dauerzustand, sich über ihren jüngeren Bruder Jan zu ärgern. Er bringt nicht nur seltsame und gefährliche Dinge mit nachhause, sondern lässt auch ihre Sachen immer wieder verschwinden. Auf der Suche nach ihren Puppen nimmt sie sich eine Taschenlampe zu Hilfe, die ihr Bruder irgendwo gefunden hat.
Unglücklicherweise verfrachtet diese Lampe alle angeleuchteten Dinge auf den Planeten Himmelblau. Klar, dass Lena sich versehentlich auch dorthin befördert – und prompt von fiesen Zwergen entführt wird.
Der Elfenjunge Purzel hat das aus der Ferne beobachtet. Er holt Michael und dessen Freund Tim für eine Rettungsmission von der Erde. Aber sie kommen zu spät. Die Zwerge haben Lena schon an die Piraten verkauft und mit ihrem Schiff segeln sie zur dunklen Seite des Planeten in die gefährliche Bärenstadt. Wird es den Kindern gelingen, Lena zu befreien?
Kinder ab 6 Jahren

1.1   Leseprobe


Das Zepter

Am Fuße eines Feuer spuckenden Vulkans liegt die gewaltige Bärenstadt. In ihrem Herzen ist ein großer Platz mit einer uralten Eiche und ganz in der Nähe ist ein Kindergarten.

Dort arbeitet die Bärin Mala. Sie ist 62 Jahre alt, hat hellbraunes Fell und trägt ein rosafarbenes Sommerkleid. In ihrer Zeit als Erzieherin hat sie viele Bären aufwachsen sehen. Sie ist einen Kopf größer als die Kinder und sehr beliebt, auch bei der 5-jährigen Sali.

Sali hat dunkelbraunes Fell und eine für ein Bärenmädchen besonders süße Stupsnase. Sie ist ungefähr so groß wie ein 3-jähriges Menschenkind. Passend zu ihren Augen trägt sie ihre neue, blaue Hose, mit der sie auf jeden Baum klettern kann. Sie glaubt fest daran, dass sie ihr Glück bringen wird.

Sali und die anderen Bärenkinder sitzen im Lesezimmer auf einem kuschelweichen braunen Teppich im Kreis. Durch ein offenes Fenster weht frische Meeresluft hinein und man hört leises Wellenrauschen. An den Wänden stehen Regale, die voll mit bunten Bilderbüchern sind. Die kleinen Bären staunen über das, was Mala heute mitgebracht hat. Es ist ein langer Holzstab mit einem leuchtenden Kristall an der Spitze. Der Stab liegt direkt vor ihnen auf dem Teppich.

"Zaubermeister Bärlo war so freundlich und hat uns sein Zepter ausgeliehen", sagt Mala. "Er wird uns von seinem abenteuerlichen Leben berichten. Bis er kommt, erzähle ich eine Geschichte." Sie hat ein dickes, schweres Buch auf dem Schoß und schlägt eine Seite auf.

"Es war einmal eine junge Frau von der Erde", liest sie vor. "Das Schicksal meinte es nicht gut mit ihr, denn eines Tages verschwanden ihr Sohn und ihre Tochter. Es hieß, sie seien gestorben."

Die Bärenkinder rutschen näher an Mala heran und hören aufmerksam zu.

"Die Frau zweifelte aber daran und so machte sie sich auf die Suche nach ihren Kindern. Dabei fand sie einen Stein, dem man magische Kräfte nachsagte. Die Menschen glaubten, er könne Wünsche erfüllen."

Sali reckt den Arm in die Höhe und fragt: "War das ein Zauberkristall wie dieser hier?" Sie zeigt auf den funkelnden Kristall des Zepters.

"Ja", antwortet Mala. "Bärlo wird euch gleich alles darüber erzählen." Mala rückt sich ihre gelbe Brille zurecht. "Beim Versuch, ihre Kinder mithilfe des Steins zu finden, landete sie auf unserem grünen Mond. Seitdem liegt sie dort in tiefem Schlaf. Ihr seht also, wie gefährlich die Zauberei ist, wenn man sie nicht gelernt hat."

Sali hebt wieder die Pfote und fragt: "Warum weckt sie denn niemand auf?"

Bevor Mala antworten kann, fliegt die Tür auf und ein erwachsener Bär stürmt in das kleine Lesezimmer hinein. Er trägt eine rote Augenklappe und richtet seinen Krummsäbel auf die am Boden sitzende Erzieherin. Dabei schreit er: "Ich nehme dieses Zepter in meinen Besitz."

"Das wirst du nicht tun", entgegnet Mala und legt das Buch auf den Teppich. Sie nimmt den Stab und schlägt den Säbel damit zur Seite. Dann steht sie auf und stellt sich schützend vor die Kinder. Mit ihren braunen Augen funkelt sie den Bären herausfordernd an.

"Geh da weg", brüllt der Bär und fuchtelt mit dem Säbel vor ihr herum. "Ich bin der schreckliche Pirat Obertatze!"

"Hm", brummt Mala und der Bär sieht sie verunsichert an. "Du bist doch der kleine Pupu", sagt sie plötzlich. "Du hast schon als Kind den anderen ihre Spielzeuge weggenommen. Es wundert mich nicht, dass du ein Pirat geworden bist."

"Ich heiße nicht ... so, wie du gesagt hast", stammelt Obertatze verlegen.

"Doch", entgegnet Mala, "du bist der kleine Pupu Pummeldösel aus der Mondscheingasse 6."

Die Kinder fangen an zu tuscheln und zu kichern, einige lachen sogar laut. Nur Sali schaut ihn wütend an. Wie kann er es wagen, uns zu überfallen, denkt sie empört.

Der Pirat senkt langsam seinen Säbel und weicht ein paar Schritte zurück. Plötzlich kommt ein weiterer, größerer Bär herein. Er trägt eine rote Jacke mit goldenen Tatzen auf den Schultern und sein Säbel ist etwas länger.

"Kapitän Urs", ruft Obertatze überrascht.

"Muss man denn alles selber machen?", brummt der Kapitän wütend. "Ich werde mir noch einmal überlegen, ob du bei uns mitmachen darfst." Dann sieht er Mala herausfordernd an. "Gib mir das Zepter und wir lassen euch in Ruhe." Sein Säbel zeigt drohend in ihre Richtung.

"Niemals werdet ihr einen magischen Kristall in euren Besitz bekommen, ihr gemeinen Piraten", ruft sie wütend. Ganz unerwartet macht der Kapitän einen Satz nach vorne und schnappt sich das Zepter. Dabei verliert Mala das Gleichgewicht und stürzt auf den Boden. "Aua", stöhnt sie und reibt sich mit der Pfote den schmerzenden Po.

"Nein!", schreit Sali und springt auf. Sie greift nach dem Zepter und zerrt daran. "Verschwindet", brüllt sie. In ihren blauen Augen spiegelt sich der Kristall, der nun selbst blau leuchtet. Obertatze nimmt respektvoll Abstand von der Zepterspitze, die immer heller strahlt. Kapitän Urs hingegen versucht, das Mädchen in die Ecke zu drängen.

"Lass uns in Frieden", schreit Sali wütend. Sie sucht nach dem schlimmsten Schimpfwort, das sie kennt und sie wählt die abscheulichste Kreatur, die ihr einfällt: "Verschwinde, du ... du gemeiner Hase!"

In diesem Augenblick leuchtet der Kristall so hell auf, dass alle ihre Augen verdecken müssen. Als sie wieder sehen können, sitzt neben Obertatze ein weißes Häschen auf dem Boden.

"Was ist denn hier passiert?", fragt ein alter Bär in einem braunen Umhang. Er steht in der offenen Tür und schaut verwundert zwischen Sali und dem Hasen hin und her.

*

Mala und die Kinder haben mittlerweile den Leseraum verlassen. Auch Obertatze hat sich seinen Kapitän geschnappt und ist verschwunden. Der Zaubermeister Bärlo sieht nachdenklich aus dem Fenster und streicht sich dabei über seinen langen grauen Bart. Mit der anderen Pfote stützt er sich auf sein Zepter. Sali steht neben ihm und hat Angst. Ist er vielleicht böse, weil sie ohne Erlaubnis gezaubert hat? Wird er sie bestrafen? Plötzlich dreht er sich um und schaut ihr direkt in ihre blauen Augen.

"Du bist ein wirklich mutiges Kind", sagt er. "Du kommst dieses Jahr in die Schule und musst dich entscheiden, was du später werden willst. Möchtest du vielleicht Zauberin werden? Dann wäre ich sehr gerne dein Lehrer."

"Ich? Eine Zauberin?" Sali ist verblüfft. "Aber ich bin doch nur ein Mädchen."

"Soll ich dir ein Geheimnis verraten?", flüstert Bärlo und Sali nickt. "Mädchen können ganz toll zaubern und du bist sehr begabt."

Als ihre Mutter sie vom Kindergarten abholt, ist Sali voller Freude. Ja, sie wird einmal eine Zauberin. Vielleicht kann sie dann sogar diese Frau auf dem Mond aufwecken und ihr helfen, ihre Kinder zu finden.




Die 11-jährige Lena und ihr 9-jähriger Bruder Jan wohnen am Stadtrand von Immergrün. Vor sechs Jahren verschwanden ihre Eltern aus ungeklärten Gründen und seitdem leben die Kinder bei ihrer Tante Elisabeth. Lena erinnert sich kaum an ihre Eltern, aber etwas von ihrer Mutter ist ihr geblieben: ihre drei heiß geliebten Puppen. Die Puppen sitzen normalerweise friedlich auf einem Regal über Lenas Schreibtisch. Doch nun sind sie verschwunden.

*

Lena ist in ihrem Zimmer und durchwühlt aufgeregt Schränke und Schubladen. Sie vermutet Jan als Bösewicht. Wenn irgendetwas verschwindet oder kaputt geht, dann steckt meist ihr kleiner Bruder dahinter. Schon oft hat er ihr Spielzeug einfach genommen, ohne zu fragen. Aber was hat er mit ihren Puppen gemacht? Jan hasst Puppen. Lena kriecht unter ihr Bett, um dort nachzuschauen. Dabei rutscht ihre Brille von der Nase. Da sie stark kurzsichtig ist, kann sie nichts mehr erkennen und schiebt die Brille versehentlich noch weiter nach hinten. Sie robbt zurück und steht auf. "Ich brauche eine Taschenlampe", ruft sie und weiß auch sofort, wo sie eine findet.

"Jan", brüllt sie durch die Wohnung. Sie geht zielstrebig den Flur entlang auf sein Zimmer zu. Die Tür ist offen, aber von Jan gibt es keine Spur. Tante Elisabeth und Jan sind also schon auf dem Weg zur Schule, denkt Lena. Schön, dass ich heute erst zur dritten Stunde muss.

Jan spielt doch in der letzten Zeit immer mit diesem bunten Ding herum, grübelt sie. Und da ist sie schon: Jans Taschenlampe. Sie nimmt die Lampe, läuft in ihr Zimmer zurück und robbt unter das Bett. Sie drückt auf den Einschalter und erkennt im Lichtschein undeutlich ihre Brille, die sich mit einem "Peng" vor ihren Augen in Luft auflöst.

Lena zuckt erschrocken zusammen. "Was war denn das?", ruft sie verblüfft. Mit gerunzelter Stirn betrachtet sie die Lampe und schaut ins Licht. Ihr wird schwindlig und alles um sie herum scheint sich zu drehen. Sie sieht verschwommene bunte Flecken und ihr wird übel.

Nach einer Weile bemerkt sie, dass sie auf etwas Grünem mit Stacheln liegt. Sie erkennt es als Rasen. Dann guckt sie genauer hin und entdeckt ein vierblättriges Kleeblatt. Und daneben noch eins. Und noch eins. "Das gibt‘s ja nicht!", ruft sie verwundert. "Jetzt muss ich ja viel Glück haben."

Über den Autor

Karim Pieritz lebt mit seiner Familie in Berlin. Als sein Sohn in den letzten Jahren immer wieder neue Abenteuergeschichten von ihm hören wollte, weckte das seine Inspiration. Schon beim ersten Buch war ihm klar gewesen, dass er nicht nur eine einzige Geschichte erfunden hatte. Er hatte ein lebendiges Universum voller Magie vor sich, welches sich ständig weiter entwickelte. Das Ergebnis war die Kinderbuch-Reihe „Leuchtturm der Abenteuer“ für Kinder ab 6 Jahren.
Autoren-Blog:          www.karimpieritz.de
Kinderbuch- Seite:   www.leuchtturm-abenteuer.de
Facebook:                 www.facebook.com/kpieritz
Google Plus:             plus.google.com/+KarimPieritz
Twitter:                      twitter.com/Kinderbuch_LdA

Dienstag, 10. Februar 2015

Käpten Schisshose und der miese Fiesling von Michaela Knospe



Käpten Schisshose, der mit richtigem Namen eigentlich Rudi Plankenhieb der II. heißt, ist ein durch und durch ängstlicher Mensch.
Er fürchtet sich vor fast allem und jedem.
Besonders aber fürchtet er sich vor Gewittern und hohen Wellen.
Eigentlich wollte er deshalb auch niemals mit seinem Schiff, der Wellentiger, in See stechen.
Doch in seinem ersten Abenteuer wurde er durch die Entführung seiner Lieblingstante dazu gezwungen.
Und dabei sollte es nicht bleiben!
In seinem zweiten Abenteuer musste der arme Käpten ein riesiges Seemonster besiegen und sich dafür erneut seinen schlimmsten Ängsten stellen.
Nach dieser weiteren gefährlichen Herausforderung könnte man annehmen, dass Käpten Schisshose nun ein für allemal genug von Abenteuern hätte.
Doch weit gefehlt.
Er hat nämlich eine Idee.
Und dafür muss er erneut in die weite Welt hinaussegeln.
Dieses Mal führt es ihn in den hohen Norden, denn dort möchte er etwas finden.
Aber auch bei seinem dritten Abenteuer kommt alles anders als geplant und wieder muss sich Käpten Schisshose mit seiner Mannschaft gegen ein Angst einflößendes Wesen zur Wehr setzen.
Der miese Fiesling scheint unbesiegbar und die Piraten müssen alles geben, um dieses Abenteuer unbeschadet zu überstehen.
Ob das wohl gut geht?
Erhätlich im Buchhandel oder im Miko Verlag.


Leseprobe


Leider dauert die gute Laune nicht besonders lange, denn mit einem Mal erklingt ein schauerliches Geräusch von draußen.
„Wuuuhäää! Wuuuhooo! Wuuuhaaa!“, schallt es laut und den Piraten bleibt vor Schreck der Mund offen stehen.
„Wa ... Was i ... ist ddd ... das?“, haucht der dicke Dieter und wird ganz weiß um die Nase.
Auch Käpten Schisshose sitzt wie erstarrt am Tisch.
„Ach, das wird schon nichts Schlimmes sein“, sagt der humpelnde Hein und steht auf.
„Wer kommt mit? Wir sehen nach dem Rechten. Ist sicher nur der Wind.“
Fanny, Fred, Kuddel, Tom und Piet stehen ebenfalls auf und auch Jens macht sich auf den Weg. Sogar der dicke Dieter erhebt sich zögernd und stellt sich zu den anderen.
Käpten Schisshose schluckt.
Er hat schreckliche Angst, doch er weiß auch, dass er nicht sitzen bleiben darf.
Besonders dann nicht, wenn alle anderen den Mut haben, nachzusehen, was da so grässlich schreit.
Als Käpten müsste er sogar vorausgehen.
Aber ihm zittern die Knie und sein Mund ist auf einmal so trocken wie die Wüste.
„Was ist, Käpten?“, sagt Jens da und reicht ihm die Hand.
„Schon zu müde für ein kleines Aben
teuer?“
Die restlichen Piraten sind gespannt, was ihr Käpten tun wird und schauen ihn interessiert an.
Da nimmt Käpten Schisshose all seinen Mut zusammen, ergreift die Hand von Jens und zieht sich hoch.
„Für ein Abenteuer kann ein Pirat doch niemals zu müde sein“, sagt er mit einer etwas piepsigen Stimme und dann versucht er, trotz seiner zitternden Beine, einen Schritt zu tun.
Doch da ist auch schon Fanny zur Stelle und hakt sich bei ihm unter.
„Gehen wir doch einfach zusammen, Käpten. Was hältst du davon?“, fragt sie gut gelaunt und so gestützt gelingt es Käpten Schisshose tatsächlich ohne zu wackeln oder hinzufallen, mit den anderen nach draußen zu gehen.


Michaela Knospe wurde 1960 in Trier geboren.
Seit fast zwanzig Jahren lebt sie in einem sehr schönen Ort im Hunsrück und arbeitet als Lehrerin an einer kleinen Grundschule.
2012 gründete sie den Miko-Verlag Lesen&Kunst.
Sie schreibt bereits seit vielen Jahre Kinderbücher und so entstanden die Bücher „Qualmis Abenteuer“, “Adele die fliegende Spitzmaus“ und die Buchreihe über den ängstlichen Piraten Käpten Schisshose. Daneben stammen aus ihrer Feder auch ein Theaterstück für Kinder, welches bundesweit an Schulen aufgeführt wird und zwei Literaturprojekte zu ihren Büchern, die ebenfalls mit großem Erfolg an Schulen eingesetzt werden. Unter dem Pseudonym Beatrix Lohmann veröffentlicht sie auch Werke für ältere Leser. Neben den Büchern vertreibt Michaela Knospe über ihren Verlag auch selbst gemalte Bilder in Acryl und Lichtinstallationen.
Über Besucher auf ihren Verlagsseiten, www.miko-verlag.de, freut sie sich sehr.