Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren

Dienstag, 13. März 2012

William und das Spukhaus von Marita Sydow Hamann


Hinter dem Waldfriedhof liegt ein Haus. Das Spukhaus. Dort soll der Geist eines ermordeten Pastors umgehen, und ein gruseliges Licht soll dort zu sehen sein!
Die drei Freunde William, Albin und Ida gehen der Sache auf den Grund. Spukt es in dem alten Haus tatsächlich?
Empfohlen für Kinder ab 6 Jahre. Mit drei Schwarz-Weiß-Illustrationen. Auch zum Vorlesen bestens geeignet.
William und das Spukhaus ist bei Amazon erhältlich. Mehr über die Autorin erfahren sie auf ihrer Homepage.



William und das Spukhaus

William, Albin und Ida waren Freunde. Solche Freunde, die immer alles gemeinsam machten, sich sehr gut kannten und sich aufeinander verlassen konnten. Natürlich stritten sie sich auch manchmal. So ist es nun einmal, wenn man Freunde hat. Man streitet sich, aber verträgt sich auch wieder. Man muss nicht immer gleicher Meinung sein, um Freunde zu bleiben.
William, Albin und Ida wohnten in einem kleinen Dorf in Småland. Es gab einen kleinen Einkaufsladen, einen Kindergarten und eine Schule und sogar eine alte Kirche mit einem wunderschönen Waldfriedhof. Viele Menschen wollten hier begraben werden, weil der Friedhof so schön war. Die Gräber lagen nicht einfach lieblos nebeneinander, sondern waren wie Blumenbeete in einem Park verteilt. Ja, es sah fast so aus wie ein Park in einem großen Stück Wald.
Hinter diesem Waldfriedhof lag ein altes Haus. Man konnte nur dorthin gelangen, wenn man den Weg mitten durch den Waldfriedhof nahm. Es war der einzige Weg, der zu diesem alten Haus führte. Williams großer Bruder Anders hatte erzählt, dass in diesem Haus früher einmal ein Pastor gewohnt hatte.
»Er ist ermordet worden«, hatte Anders mit düsterer, ernster Miene erzählt.
»Und niemand hat jemals herausgefunden wer ihn umgebracht hat.« Und seit dieser Zeit soll der Geist des alten Pastors in dem alten Haus spuken. Ja, ihr habt richtig gehört. Es spukt in diesem alten Haus. Das wusste jedes Kind im Dorf. Nachts konnte man ein Licht im Haus sehen. Ein flackerndes, sich bewegendes Licht. Und ein Stöhnen könne man auch hören, erzählten sich die Kinder im Dorf. Sie nannten das alte Haus das Spukhaus.
Einmal waren sie am hellen Tag mit der Schulklasse über den Friedhof gewandert. Jimmy hatte da erzählt, dass er schon einmal nachts da gewesen wäre und das Licht selbst gesehen hätte. Die Lehrerin war sehr ärgerlich geworden und meinte, dass es keine Gespenster gab und deshalb könnte es da auch nicht spuken. Aber William hatte danach seinen großen Bruder gefragt. Und er hatte ihm dann die Geschichte vom Pastor erzählt, der ermordet worden war. Und William? Na, der war natürlich sofort zu Albin und zu Ida gelaufen und hatte ihnen die ganze Geschichte erzählt.


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