Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren

Dienstag, 10. Februar 2015

Käpten Schisshose und der miese Fiesling von Michaela Knospe



Käpten Schisshose, der mit richtigem Namen eigentlich Rudi Plankenhieb der II. heißt, ist ein durch und durch ängstlicher Mensch.
Er fürchtet sich vor fast allem und jedem.
Besonders aber fürchtet er sich vor Gewittern und hohen Wellen.
Eigentlich wollte er deshalb auch niemals mit seinem Schiff, der Wellentiger, in See stechen.
Doch in seinem ersten Abenteuer wurde er durch die Entführung seiner Lieblingstante dazu gezwungen.
Und dabei sollte es nicht bleiben!
In seinem zweiten Abenteuer musste der arme Käpten ein riesiges Seemonster besiegen und sich dafür erneut seinen schlimmsten Ängsten stellen.
Nach dieser weiteren gefährlichen Herausforderung könnte man annehmen, dass Käpten Schisshose nun ein für allemal genug von Abenteuern hätte.
Doch weit gefehlt.
Er hat nämlich eine Idee.
Und dafür muss er erneut in die weite Welt hinaussegeln.
Dieses Mal führt es ihn in den hohen Norden, denn dort möchte er etwas finden.
Aber auch bei seinem dritten Abenteuer kommt alles anders als geplant und wieder muss sich Käpten Schisshose mit seiner Mannschaft gegen ein Angst einflößendes Wesen zur Wehr setzen.
Der miese Fiesling scheint unbesiegbar und die Piraten müssen alles geben, um dieses Abenteuer unbeschadet zu überstehen.
Ob das wohl gut geht?
Erhätlich im Buchhandel oder im Miko Verlag.


Leseprobe


Leider dauert die gute Laune nicht besonders lange, denn mit einem Mal erklingt ein schauerliches Geräusch von draußen.
„Wuuuhäää! Wuuuhooo! Wuuuhaaa!“, schallt es laut und den Piraten bleibt vor Schreck der Mund offen stehen.
„Wa ... Was i ... ist ddd ... das?“, haucht der dicke Dieter und wird ganz weiß um die Nase.
Auch Käpten Schisshose sitzt wie erstarrt am Tisch.
„Ach, das wird schon nichts Schlimmes sein“, sagt der humpelnde Hein und steht auf.
„Wer kommt mit? Wir sehen nach dem Rechten. Ist sicher nur der Wind.“
Fanny, Fred, Kuddel, Tom und Piet stehen ebenfalls auf und auch Jens macht sich auf den Weg. Sogar der dicke Dieter erhebt sich zögernd und stellt sich zu den anderen.
Käpten Schisshose schluckt.
Er hat schreckliche Angst, doch er weiß auch, dass er nicht sitzen bleiben darf.
Besonders dann nicht, wenn alle anderen den Mut haben, nachzusehen, was da so grässlich schreit.
Als Käpten müsste er sogar vorausgehen.
Aber ihm zittern die Knie und sein Mund ist auf einmal so trocken wie die Wüste.
„Was ist, Käpten?“, sagt Jens da und reicht ihm die Hand.
„Schon zu müde für ein kleines Aben
teuer?“
Die restlichen Piraten sind gespannt, was ihr Käpten tun wird und schauen ihn interessiert an.
Da nimmt Käpten Schisshose all seinen Mut zusammen, ergreift die Hand von Jens und zieht sich hoch.
„Für ein Abenteuer kann ein Pirat doch niemals zu müde sein“, sagt er mit einer etwas piepsigen Stimme und dann versucht er, trotz seiner zitternden Beine, einen Schritt zu tun.
Doch da ist auch schon Fanny zur Stelle und hakt sich bei ihm unter.
„Gehen wir doch einfach zusammen, Käpten. Was hältst du davon?“, fragt sie gut gelaunt und so gestützt gelingt es Käpten Schisshose tatsächlich ohne zu wackeln oder hinzufallen, mit den anderen nach draußen zu gehen.


Michaela Knospe wurde 1960 in Trier geboren.
Seit fast zwanzig Jahren lebt sie in einem sehr schönen Ort im Hunsrück und arbeitet als Lehrerin an einer kleinen Grundschule.
2012 gründete sie den Miko-Verlag Lesen&Kunst.
Sie schreibt bereits seit vielen Jahre Kinderbücher und so entstanden die Bücher „Qualmis Abenteuer“, “Adele die fliegende Spitzmaus“ und die Buchreihe über den ängstlichen Piraten Käpten Schisshose. Daneben stammen aus ihrer Feder auch ein Theaterstück für Kinder, welches bundesweit an Schulen aufgeführt wird und zwei Literaturprojekte zu ihren Büchern, die ebenfalls mit großem Erfolg an Schulen eingesetzt werden. Unter dem Pseudonym Beatrix Lohmann veröffentlicht sie auch Werke für ältere Leser. Neben den Büchern vertreibt Michaela Knospe über ihren Verlag auch selbst gemalte Bilder in Acryl und Lichtinstallationen.
Über Besucher auf ihren Verlagsseiten, www.miko-verlag.de, freut sie sich sehr.

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