Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren

Dienstag, 19. März 2013

Hopser will helfen von Annette Paul mit Illustration von Krisi Sz.-Pöhls



 Ein Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahre.
Hopser ist der Jüngste in der Familie Osterhase. Vor Ostern haben alle viel zu tun und keiner hat Zeit für Hopser. Er stört die Großen nur bei der Arbeit und darf ihnen nicht helfen, weil er zu klein ist. Dabei würde er so gern mitarbeiten. Doch zum Glück gibt es Oma und Opa.

Erhältlich bei amazon, auch als Printbuch.






 

(...)
Hopser besucht Tante Deda und Tante Rosi. Sie stehen an dem großen Küchentisch und füllen flüssige Schokolade in Osterhasenformen.

„Ich helfe euch", sagt Hopser.

„Lieber nicht, du verbrennst dich nur", sagt Tante Dede. Und Tante Rosi gibt ihm zum Trost einen zerbrochenen Osterhasen.

Hopser isst ihn auf und schaut seinen Tanten bei der Arbeit zu. Aber immer nur zuschauen macht keinen Spaß. Also läuft er zu Mama. „Mama, mir ist langweilig."

„Schau dir ein Bilderbuch an", sagt Mama. Sie sieht ihn nicht einmal an. Nein, sie hat keine Zeit für ihn. Sie trägt einen großen Korb mit Eiern und stellt ihn vorsichtig ab.


Hopser verkriecht sich unter den Tisch und schaut sein Buch an. Eine Weile ist er beschäftigt. Doch anschließend langweilt er sich wieder.

„Mama, mir ist so langweilig."

„Dann geh in den Garten und spiel Ball." Mama verteilt die Eier aus ihrem Korb an Papa und Balduin.

Allein Ball spielen ist blöd. Niemand wirft den Ball zurück. Und als Hopser den Ball an die Hauswand wirft, schreit Balduin gleich. „Hör auf! Wenn der Ball durchs Fenster fliegt, zerbricht er unsere Eier."

Beleidigt zieht Hopser sich unter den Haselnussstrauch zurück. Wenn alle so viel Arbeit haben, warum darf er nicht helfen? Eine Weile schmollt er, endlich hat er eine tolle Idee. Als Opa aus seiner Werkstatt kommt, um eine Pause und ein kleines Nickerchen in der Sonne zu machen, schlüpft Hopser in Opas Werkstatt.

Oma ist noch immer in der Küche, sie muss jetzt die Küchenarbeit ganz alleine für die große Familie machen. Erst wenn sie damit fertig ist, hat sie Zeit, Osterkuchen zu backen. Deshalb ist niemand in Opas Werkstatt. Hopser holt sich fünf Eier aus dem Korb, genauso viele wie er Finger hat. Er stellt sie in die Eierbecher auf der Werkbank. Dann nimmt er einen Pinsel und die Farbe. Erst malt er blau auf die Eier. Leider landet der Pinsel nicht oben an der Spitze des Eis, sondern irgendwo in der Mitte. Und aus den Wolken werden dicke Kartoffeln. Aber das ist nicht so schlimm. Er hat noch weitere Eier und versucht, ob es besser wird. Wird es nicht. Anschließend taucht Hopser den Pinsel in die gelbe Farbe. Die färbt sich. Erst bilden sich blaue Schlieren und als Hopser kräftig rührt, färbt sich die gelbe Farbe grün. Eigentlich will er eine gelbe Sonne malen, aber hellgrüne Zweige sind auch schön. Seine zarten kleinen Äste werden leider dicke Balken, die krumm und schief sind. Er probiert es auf dem nächsten Ei und dann auf den restlichen drei Eiern. Überall sind jetzt blaue Kartoffeln und hellgrüne Balken. Gar nicht so, wie er es möchte.
(...)

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