Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren

Dienstag, 5. März 2013

Prinzessin Feuerrose und die Honigrosenelfen von Eva Markert


Klappentext:
Feuerrose, die Prinzessin der roten Rosenelfen, ist ganz anders, als man sich eine Elfenprinzessin vorstellt: Sie isst ein bisschen zu viel und fliegt nicht besonders gut – doch sie steckt voller Tatendrang und guter Einfälle.
Die verspielten Rosenelfen leben in den Blüten eines Rosenstocks mitten in einem herrlichen Garten. Eines Tages entdeckt Feuerrose am anderen Ende der Wiese einen gelben Rosenstrauch. Hier trifft sie auf Prinzessin Honigrose und die gelben Rosenelfen.
Die Feuer- und die Honigrosenelfen freunden sich an. Gemeinsam geht es auf Schatzsuche. Neue Spiele werden erfunden. Ein verregnetes Mittsommernachtsfest wird doch noch zum Erfolg.
Aber zuvor muss Feuerrose die Feindschaft zwischen ihr und der roten Rosenelfe Blütelia beilegen.

„Prinzessin Feuerrose und die Honigrosenelfen“ ist eine Erzählung für Kinder ab 5. Band 1 von vier Rosenelfengeschichten. Erhältlich bei Amazon.


Leseprobe:

1
Geburtstage

An einem warmen Sonntag im Mai öffnete sich die erste Knospe am Rosenstrauch und Prinzessin Feuerrose war geboren.
Noch ein wenig verschlafen lugte sie durch die roten Blütenblätter. Wunderschön war die Welt! Vögel sangen, Schäfchenwolken grüßten vom Frühlingshimmel herunter. Sonnenstrahlen streichelten ihr Gesicht, die Bäume winkten mit ihren Zweigen und auf der Wiese lachten zahllose Gänseblümchen.
Prinzessin Feuerrose kletterte aus ihrer Blüte und schaute sich um. Eine weitere Knospe sprang auf, dann noch eine und noch eine, immer mehr, und in jeder Blüte wurde eine Rosenelfe geboren.
Die Prinzessin schüttelte ihre schwarzen Locken, reckte sich und strich ihr leuchtend rotes Tüllkleid glatt. Es hatte genau dieselbe Farbe wie die Blüten am Rosenstrauch. Umständlich entfaltete sie ihre durchsichtigen Flügel und erhob sich ein wenig schwerfällig in die Luft. Eigentlich wollte sie, so wie alle Elfen, einfach davonschweben. Aber das war leichter gesagt als getan. Offenbar hatte die Prinzessin nämlich zwei linke Flügel, denn sie stellte sich ziemlich ungeschickt an. Kaum war sie hochgeflogen, verlor sie das Gleichgewicht, strampelte mit Flügeln, Armen und Beinen und plumpste mitten in eine Blüte hinein.
„Hoppla!“, sagte sie.
„Hoppla“, sagte auch die Rosenelfe, die gerade darin geboren worden war. „Ich heiße Duftine.“
„Ich bin Prinzessin Feuerrose.“
Duftine wollte einen Knicks machen.
Feuerrose hielt sie am Arm zurück. „Lass doch den Quatsch.“
„Wie du befiehlst, Prinzessin.“
„Ich möchte alle Rosenelfen kennenlernen“, rief Feuerrose. Kommst du mit?“
Duftine zögerte. „Ich weiß nicht, ob das geht. Ich bin bloß eine normale Rosenelfe, und du bist die Prinzessin.“
„Na und? Außerdem habe ich keine Lust, allein herumzufliegen. Komm schon!“ Sie streckte Duftine ihre Hand entgegen.
Die zögerte noch immer.
„Ich befehle dir mitzukommen.“
Sofort ergriff Duftine Feuerroses Hand.
„Im Grunde gar nicht so schlecht, die Sache mit dem Befehlen“, dachte Feuerrose. „Auf jeden Fall geht es viel schneller, als jemanden zu überreden.“
Gemeinsam flogen sie los und landeten kurz darauf auf einer Blüte ganz oben am Rosenstrauch. Feuerrose stellte sich wieder sehr tollpatschig an. Die Rose schwankte gefährlich und die Elfe, die darin saß, guckte ganz empört. Sie schaute Feuerrose von oben bis unten an. „Du trägst ein Krönchen. Bist du etwa die Prinzessin?“
„Ja. Ich heiße Feuerrose.“
„Schöne Prinzessin!“, erwiderte die Rosenelfe schnippisch. „Du kannst ja noch nicht mal vernünftig auf einer Blüte landen!“
„Wie redest du denn mit unserer Prinzessin?“ Duftine war entsetzt.
„Ich rede, wie es mir passt“, fauchte die Elfe. „Und ob Feuerrose Prinzessin ist oder nicht, ist mir vollkommen schnurz.“
Dass die beiden sich zankten, und dann auch noch wegen ihr, war Feuerrose gar nicht recht. „Hört auf!“, bat sie. „Mir ist es auch schnurz, dass ich Prinzessin bin.“ Sie blickte die fremde Rosenelfe an. „Sag uns lieber, wie du heißt.“
„Blütelia.“
„Komm mit, Blütelia. Wir wollen alle roten Rosenelfen besuchen.“
Blütelia grummelte zwar noch ein bisschen, aber sie machte sich mit Feuerrose und Duftine auf den Weg.
Die Nächsten, die sie trafen, waren die beiden Elfenjungen Samtian und Dorno.
Feuerrose stellte sich vor.
„Soso“, meinte Samtian. „Du willst also unsere Prinzessin sein?“
„Was heißt hier ‚wollen‘? Ich kann schließlich nichts dafür, dass ich als Erste geboren wurde.“
„Und weil du zuerst geboren wurde, willst du über uns bestimmen?“
„Ich will vor allem eine gute Prinzessin sein.“
Dorno war es anscheinend furchtbar egal, wer über ihn bestimmte oder auch nicht. Er gähnte. „Ach, ich bin ja sooooo müde. Ich glaube, ich muss erst mal ein bisschen schlafen.“
Das konnte Samtian überhaupt nicht begreifen. „Du bist doch gerade erst aufgewacht!“
Dorno antwortete nicht. Ihm fielen schon die Augen zu.
Feuerrose, Duftine und Blütelia flogen weiter, um den Garten zu erkunden. Immer mehr rote Rosenelfen kamen dazu.
Als der Abendstern aufblitzte, schlüpften sie zurück in ihre Rosen. Sie kuschelten sich in die samtigen Blütenblätter und träumten von dem herrlichen Sommer, der vor ihnen lag.


Leserstimmen:

"(...)  Meiner Tochter hat es auf anhieb sehr gut gefallen. Es ist eine schöne Geschichte über die Themen Neid und Freundschaft."


"Ein schönes Buch- ideal zum Vorlesen als Gute Nacht Geschichten. (...)"

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