Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren

Dienstag, 16. April 2013

Kathy im Reich der Elfen von Roman Fessler



Die Geschichte des 12 jährigen Mädchens Kathy mit geheimnisvoller Herkunft.
Um sie zu schützen wurde sie nach der Geburt in die menschliche Welt adoptiert. Kathy ist auserwählt, und jetzt alt genug, das Elfenreich führen.
Eine spannende Geschichte für Kinder, aber auch für junggebliebene Erwachsene.
Lassen Sie sich in eine andere Welt entführen. In die der Elfen, Feen, der fliegenden Ponys und Drachen; und natürlich der Glitzerelfen?
Erfahren Sie, was dort alles passiert.
Erhältlich bei amazon.




Leseprobe

Es ist wieder so weit, es geht ab in den Urlaub. Kathy ist 12, sie freut sich
auf die Berge, meist fährt sie mit ihren Eltern in die Berge. Sie liebt die
Natur und fährt schon seit sie sich erinnern kann mit ihren Eltern nach
Österreich, immer an denselben Ort. Sie kennt jeden Baum, jeden Stein,
jedes Rascheln ist ihr vertraut. Die Fahrt dauert noch etwas. Sie schließt
ihre Augen und sieht die kleine Berghütte vor sich, sie sieht ihr Zimmer,
ihr Bett. Es ist kuschelig, mit schweren Decken und hohen Kissen. Und sie
liebt es so sehr. Sie fühlt sich dort geborgen und beschützt. Mom und Dad
freuen sich auch schon auf den Urlaub. Sie hatten zuerst überlegt dieses
Mal vielleicht ans Meer zu fahren, aber Kathy hatte gebettelt und gefleht,
doch wieder in die Berge zu fahren. Zum Glück haben sie sich überzeugen
lassen. So wie sie sich doch fast immer von Kathy überzeugen lassen.
Das stetige Geräusch des Automotors geleitet Kathy in den Schlaf. Sie
sieht sich im Traum über die Wiesen laufen, hin zu den Wäldern, die sie so
liebt. Kleine Hasen tummeln sich und verschwinden schnell in ihren
Höhlen, wenn Kathy naht. Sie fühlt sich merkwürdig, so anders. Ihr ist, als
würde sie beobachtet. Es scheint, als ruft jemand ihren Namen. Sie schaut
sich um. Es ist nichts zu sehen. Merkwürdig, sehr merkwürdig. Sie betritt
den Wald und fühlt sich sofort zu Hause. Sie geht zu dem riesigen Baum,
den sie letztes Jahr entdeckt hat. Früher ist er ihr nicht aufgefallen, aber
er ist so riesig, er muss schon immer dort gewesen sein.
Sie geht um ihn herum und sieht die Öffnung, groß und einladend. Soll
sie? Ja natürlich, es ist ihr Baum. Sie betritt die Öffnung und kommt ins
Rutschen. Sie fällt und fällt und fällt.
Von dem Gefühl des Fallens erwacht sie. Sie sind angekommen. Hurra..
endlich. Kathy wartet nicht, bis Mom das Haus aufschließt oder Dad das
Gepäck auslädt. Sie stürmt los, lachend, kreischend. Ihre Eltern
schmunzeln, lassen sie laufen. Hier ist sie zu Hause. Sie schauen sich an,
sind froh, dass sie doch wieder hierhergekommen sind.

Kathy kann nicht anhalten. Sie muss in den Wald. Da ist auch ihr Baum. Er
ist ihr so vertraut. Sie sucht nach einer Öffnung. Da ist sie. Es ist genau
wie im Traum. Sie schaut sich um, lächelt.. Ihre Eltern werden sie jetzt
nicht vermissen. Also betritt sie die Öffnung und schließt die Augen.
Wie im Auto beginnt sie zu fallen. Sie hat keine Angst, es ist als ob alles
so sein muss wie es gerade geschieht.
Sie landet auf weichem Gras, öffnet die Augen und schaut sich um. Es ist
warm, Blumen blühen und Vögel zwitschern. Sie reibt sich die Augen,
steht auf und geht einen Pfad entlang, der vor ihr liegt. Sie hat das
Gefühl, dass ihr diverse Augenpaare folgen. Es ist aber niemand zu sehen.
Sie hört ein Wispern, kann aber nichts verstehen. Sie geht weiter. Plötzlich
schwebt etwas an ihr vorbei. Sie sieht genau hin. Es sieht aus.. ja wie..
wie eine Elfe? Ja, wie eine richtige Elfe. Aber es gibt doch gar keine Elfen.
Oder doch? Sie staunt, die Elfe sieht sie an und lächelt. Kathy lächelt
zurück, etwas schief. Sie weiß noch nicht, ob sie glauben soll was sie
sieht. Die Elfe winkt ihr, ihr zu folgen. Kathy geht ihr nach bis zu einem
kleinen Häuschen. Kaum dort angekommen, öffnet eine alte Frau und
sagt. „Hallo Kathy, schön, dass du endlich da bist!“.
Kathy ist verwirrt. Sie kennt die alte Frau nicht, die Stimme kommt ihr
aber vertraut vor, so als ob sie sie schon oft gehört hat. „Komm herein,
Kathy“, sagt die Frau, „hab keine Angst“.

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