Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren

Dienstag, 17. Juni 2014

Sarah in Mirathasia von Veronika Aretz




Die 12-jährige Sarah will dem Geheimnis ihres Vaters und ihrer Stiefmutter auf der Spur kommen: Warum darf ihr Halbbruder Georg im Internet surfen und sie nicht? Als sie es heimlich testet, landet sie in einem Land, das so unglaublich wie fantastisch ist. Mirathasia. Träumt sie? Alles fühlt sich echt an, sie findet Freunde und kann sich gegenüber Carlos Bande wehren, die dauernd nur Streiche aushecken. Ganz anders als im realen Leben, wo sie auch noch Ärger mit ihrer Klassenkameradin Alina hat. Ist es eine Feindin fürs Leben? Immerhin findet sie Trost im Land der Fantasie, und dort taucht auch dieser seltsame Junge Nico auf ...

Band 1 der fantastischen Serie um ein Land, in das man nur durch das kindliche Sehen gelangen kann.

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Leseprobe:
Als Mutigste von ihnen ging Flocke voran, doch auf einmal flackerte das Licht ihrer Taschenlampe und verlosch schließlich ganz. „Mist! Kaputt!“, schnaufte sie.
„Was is ’n los?“ Michas Stimme zitterte. „Die Taschenlampe kann nicht kaputt sein. Wünsch dir, dass sie wieder funktioniert!“
Sarah trat näher an Flocke heran, doch just in dem Augenblick, als sie ihren Lichtschein auf Flockes Lampe richtete, zuckte Sarahs Lichtkegel ebenfalls und versagte.
„Meine funktioniert auch nicht mehr“, stöhnte sie.
„Meine auch – oh Gott!“ Michas Stimme klang dünn und resigniert. Auf einen Schlag waren sie von vollkommener Dunkelheit eingehüllt.
„Unsere Wünsche gehen nicht mehr in Erfüllung“, schnaubte Flocke, nachdem sie vergeblich versucht hatte, ihre Lampe in Gang zu bringen.
„Natürlich werden unsere Wünsche hier nicht erfüllt!“ Micha atmete hörbar auf. „Wir haben gerade die Grenze des Märchenparks über- … ähm … ich meine unterschritten … und im Märchenpark können wir uns nichts wünschen!“
„Warum denn nicht?“, fragte Sarah.
„Damit niemand die Märchen durcheinanderbringt. Stell dir doch mal vor, ich wäre Rotkäppchen und wünschte mir, die Großmutter solle den bösen Wolf fressen. Was gäbe das für ein Chaos!“
„Das wäre gar nicht so schlimm.“ Flockes Lachen wurde von den feuchten Wänden des Tunnels schnell verschluckt. „Ich würde zu gern sehen, wie die böse Hexe von Hänsel und Gretel die Betten von Frau Holle schüttelt! Verdient hätte sie es ja …


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