Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren
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Dienstag, 11. April 2017

Zacki Zack Ostereierei von Margareta Schenk

Ostereierei
Ein Austausch-Hase sorgt für Aufregung im Hasenland. Erst kommt er nicht rechtzeitig, dann verschwindet er wieder. Und auch beim Eier färben und verstecken - da ist er nur hinderlich. Wie wird das noch enden?
Ein Dieb im Hasenland
Max möchte seine Erfindung den anderen Hasen vorstellen. Aber - sie wird gestohlen. Zusammen mit seinen Freunden sucht Zack nach dem Dieb. Gelingt es ihnen, die kostbare Maschine zu finden und zurückzuholen?
PLUS Bastelanleitung für ein Memo-Spiel
Erhältlich bei Amazon




Der Austauschhase
 Zack zeigte seinen Freunden voller Stolz das Diplom der Hasenakademie. Er hatte es geschafft. Er war Osterhase!
„Morgen beginnen die Vorbereitungen für mein erstes Fest als Osterhase. Wir kriegen auch einen Austauschhasen aus dem Norden, einen Schneehasen. Sein Name ist Bodo. Morgen kommt er an. Max ist gestern schon abgereist.“
Leonie und Mathilde hörten aufmerksam zu und kamen aus dem Staunen nicht heraus. Ein Osterhasentausch. Davon hatten sie noch nie gehört.
Am nächsten Morgen versammelten sich alle Tiere aus Wald und Feld in der Nähe des Bahnhofs. Es dämmerte und der erste Güterzug rollte langsam ein.  Ein paar Waggons wurden angehängt. Dann rumpelte der Zug wieder aus dem Bahnhof.
Doch wo war Bodo? Kein Schneehase weit und breit.


Ein Dieb im Hasenland
Zack tollte mit seinen Freunden auf der Hasenwiese. Sie spielten Verstecken und Fangen.
 Mathilde war am leichtesten zu finden. Sie konnte einfach ihren Schnabel nicht halten und gackerte auch in ihrem Versteck munter drauf los.
Bei Leonie war es schon schwieriger. Klein und wendig wie sie war, fand sie immer ein gutes Versteck. Vor lauter Neugier lugte sie aber immer wieder hervor, um zu sehen, wo Zack gerade suchte. So war es nicht verwunderlich, dass auch
sie bald gefunden wurde.
Mitten im Spiel tauchte Max auf.  Er hatte ein Talent, Dinge zu erfinden. Der kleine Hase hüpfte ganz aufgeregt herum, denn jemand hatte seine Eierwurfmaschine gestohlen.







Die Autorin:
Margareta Schenk, geb. 1952 im Saarland, lebt mit ihrer Familie in Bayern. Bereits als Kind erzählte sie ihren Geschwistern ihre erfundenen Geschichten. Später schrieb sie kleine Gedichte über alltägliche Begebenheiten.
Die ausgebildete Krankenschwester und Vorsitzende des Vereins „Future for children e.V.“ aus Schrobenhausen, hat  eigene Erlebnisse und fantasievolle Ideen in zahlreiche Geschichten und Märchen verwandelt.
Sie absolvierte ein Schreibstudium und veröffentlichte schon nach kurzer Zeit ihr erstes Märchenbuch Mias Traum. Die Fortsetzung Mias Abenteuer  ließ nicht lange auf sich warten.
Kurzgeschichten, Märchen und fantastische Erzählungen sind ihre bevorzugten Genres.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Zacki Zack Halloween von Margareta Schenk


Halloween

Ein Geist auf der Stange. Leuchtende Kürbisse. Spukgestalten, die Karotten erbetteln. Gespenster in der Scheune, die Leonie Angst machen. Die kleine Maus sucht bei ihrem Freund Zack einen neuen Schlafplatz.
Doch Leonie schnarcht. Zack kann nicht schlafen. Er beschließt, die Geister zu suchen und zu vertreiben.

Erhältlich bei Thalia und Amazon. 



Der Geist auf der Stange
Voller Interesse hatte Zack die Kürbisernte verfolgt. Jetzt
fuhren die Traktoren mit ihren vollgeladenen Hängern
zurück zum Hof. Da machte sich Zack ebenfalls auf den
Heimweg.
Vor seiner Höhle stieß er fast mit Leonie zusammen. Die
hatte ihn im Dämmerlicht zuerst nicht gesehen. Sie wirkte
ganz aufgeregt.

„Zacki.“ Leonie schnappte nach Luft, musste eine Pause
einlegen. Dann sprudelte es nur so aus ihr heraus. „Im
Gemüsegarten ist ein Geist. Er sitzt auf einer Stange und
grinst mich immerzu an, egal von welcher Hausseite ich
komme.“
Zack horchte auf. Ein paar Tage vor Halloween ein Geist?
Noch dazu auf einer Stange? Das war sicher ein richtiges
Gespenst. Wie interessant! Das sehe ich mir auf jeden
Fall genauer an, dachte er sich.
Der Weg zum Gemüsegarten führte am Hühnerstall
vorbei. Sofort flog Mathilde herbei. „Wo geht ihr hin?“,
fragte sie neugierig. Als sie hörte, was los war, kam sie
natürlich mit.
Auch Hasso, der Hofhund, schloss sich ihnen an.
Gespensterjagen! Das mochte er nur zu gerne. Zack
wusste, dass Hasso es auch mit einem Geist auf der
Stange aufnehmen würde.
Um das Gespenst zu überraschen, teilten sie sich auf.
Hasso und Leonie schlichen sich um die eine Hausecke -
Mathilde und Zack um die andere.
„Es grinst schon wieder“, schrie Leonie erschrocken, als
sie um die Ecke stürmte.
„Kann gar nicht sein“, brüllte Zack zurück. „Es grinst in
unsere Richtung.“
In sicherer Entfernung blieben sie stehen. Der Geist saß
immer noch auf der Stange. Seine Augen funkelten und
in seinem Mund flackerte ein unruhiges Feuer...

Teil2:
Halloween
Zack hockte vor seiner Höhle und genoss den
wundervollen Herbstabend. Er war sehr zufrieden, denn
sein Wintervorrat war gut gefüllt.
Da flatterte Mathilde herbei. „Komm schnell! Leonie ist
schon wieder in Ohnmacht gefallen“, rief sie aufgeregt.
„Hat sie sich immer noch nicht an die Kürbisgesichter
gewöhnt?“ Zack lachte. Aber er folgte Mathilde sofort.
Auch wenn der Hauskater kein Interesse an Mäusen
hatte, weil er zu gut gefüttert wurde. - Man konnte ja nie
wissen.
Sie brachten Leonie in Zacks Höhle. Als sie aufwachte,
blickte sie ihren Freunden direkt ins Gesicht. „Danke
Mathilde, danke Zack“, flüsterte sie beschämt. „Diese
doofen Kürbisse. Jetzt erschrecke ich mich schon
tagsüber vor ihnen. Wenn die Bäuerin sie wenigstens
immer am gleichen Platz aufstellen würde, dann könnte
ich sie ja meiden. Aber so ...“ Sie seufzte.
Zack sah sie an und schmunzelte. „Leonie, wie willst du
das heute nur schaffen?“ Jetzt grinste er breit.
Fragend schaute Leonie ihn an.
„Dauerohnmacht? Heute ist Halloween. Da wird es richtig
gruselig. Da geistern nicht nur die Kinder, sondern auch
die Seelen der Verstorbenen um die Häuser.“
„Sei still, sonst trau ich mich nicht mehr raus.“ Leonie hielt
sich mit den Pfoten die Ohren zu.
„Vielleicht solltest du auch spuken?“
Zack und Leonie sahen Mathilde erstaunt an. „Machst du
dich lustig über mich?“, fragte Leonie beleidigt.




Über die Autorin:

Margareta Schenk, geb. 1952 im Saarland, lebt mit ihrer Familie in Bayern. Bereits als Kind erzählte sie ihren Geschwistern ihre erfundenen Geschichten. Später schrieb sie kleine Gedichte über alltägliche Begebenheiten.
Die ausgebildete Krankenschwester und Vorsitzende des Vereins „Future for children e.V.“ aus Schrobenhausen, hat eigene Erlebnisse und fantasievolle Ideen in zahlreiche Geschichten und Märchen verwandelt.
Sie absolvierte ein Schreibstudium und veröffentlichte schon nach kurzer Zeit ihr erstes Märchenbuch Mias Traum. Die Fortsetzung Mias Abenteuer ließ nicht lange auf sich warten.
Kurzgeschichten, Märchen und fantastische Erzählungen sind ihre bevorzugten Genres.

Dienstag, 11. Oktober 2016

Zacki Zack - Feuer und Eis von Margareta Schenk

Ein gemeiner Scherz, das Spiel mit dem Feuer und Freunde, die in der Not zusammenhalten.
Zack lernt, wie wichtig es ist, Freunde zu haben, auf die man sich verlassen kann.
Doch auf Zack ist auch Verlass. Er lässt niemanden, der in Not geraten ist, im Stich.
Dabei vergisst er nur manchmal, auf sich zu achten und bringt sich damit in Gefahr.
Erhältlich bei Amazon.

Leseprobe 1:
Kein Rauch ohne Feuer
Zack studierte schon seit geraumer Zeit in der Akademie, da geschah etwas Unglaubliches.
Man warf ihm vor, absichtlich einen falschen Alarm ausgelöst zu haben, und deshalb für Panik und Verletzte verantwortlich zu sein.
Vor Aufregung zitternd stand Zack vor Meister Lampe, der ihn aufgebracht anschnauzte. „Du hast mich schwer enttäuscht.“ Mit zusammengekniffenen Augen musterte er Zack. „Du wirst die Akademie verlassen.“
„Aber wieso?“, stammelte Zack. „Ich habe doch nichts getan“, verteidigte er sich.
Die Augen des Oberhasen verengten sich zu Schlitzen.
„Das nennst du nichts?“ Sein Ton war leise, fast drohend. „Du schreist lauthals „FEUER“ und wunderst dich, wenn Panik ausbricht im Turnsaal?“ Seine Stimme wurde lauter. „Du kannst von Glück sagen, dass es nur ein paar leichte Verletzungen gegeben hat bei dem Durcheinander.“
Dann entspannte Meister Lampe sich etwas. Auf einmal sah er müde und alt aus. „Was hast du dir


nur dabei gedacht? Das hätte schlimm enden können.“ Damit drehte er sich um und ließ Zack stehen. Er gab ihm keine Gelegenheit, sich zu verteidigen.
Niedergeschlagen verließ Zack die Akademie. Die anderen waren im Unterricht, nur er durfte nicht mehr dabei sein. Mit Schimpf und Schande jagte man ihn davon.
Immer wieder ging er durch, was am Vortag passiert war. Er hätte fast die Dekoration fallen lassen, die er gerade in einer Saalecke anbringen wollte, als plötzlich jemand in seiner Nähe
„FEUER“ geschrien hatte. Gesehen hatte er nicht, wer es war, da sofort alle wild durcheinander gerannt waren. Sie hätten ihn dabei um ein Haar von der Leiter gestoßen.
Zack wartete im Feld bis es dunkel wurde. Dann schlich er sich nach Hause. Er wollte nicht gesehen werden und auch mit niemandem reden.
Seine Freunde warteten bereits und versuchten, ihn zu trösten.
„Wir haben es schon gehört“. Die Maus Leonie sah Zack mitleidig an.

Leseprobe 2:
Else in der Eisfalle
„Aufwachen!“ Leonie stürmte in Zacks Höhle und packte den schlafenden Hasen bei den Löffeln.
„Aua!“ Zack setzte sich auf und blickte verwundert zu Leonie.
Die kleine Maus hüpfte durch seine Höhle, fuchtelte mit den Armen in der Luft herum und rief dabei immer wieder: „Else ist im Teich festgefroren. Du musst ihr helfen.“
„Blödsinn, Enten frieren nicht am Eis fest.“ Damit wollte Zack sich wieder hinlegen.

 „Else schon.“ Leonie gab keine Ruhe. „Du musst mitkommen und helfen. Wir schaffen es nicht allein.“
Endlich bequemte sich Zack, ihr zu folgen. Er glaubte Leonie aber immer noch nicht. Draußen war es kalt. Ein eisiger Wind pfiff ihnen ins Gesicht, als sie die Höhle verließen. Trotz des warmen Winterfells fror Zack. Missmutig tappte er Leonie hinterher.
„Else ist ganz früh aufs Eis gegangen und an einer dünnen Stelle eingebrochen“, erzählte die Maus. „Mit ihrem kaputten Flügel konnte sie nicht hochfliegen, schaffte es deshalb nicht mehr auf die Eisfläche. Ihr Geschnatter hat zunächst auch keiner gehört. Jetzt ist der Teich noch weiter zugefroren und sie sitzt fest.“
Klaus, Max und Mathilde standen bereits am Ufer und überlegten, was zu tun sei. Klaus hatte sich schon auf das Eis gewagt, doch als es unter seinen Füßen zu knirschen begann, war er schnell wieder umgekehrt.
Da hatte Zack eine Idee. Er bat Mathilde, Stroh aus dem Hühnerstall zu holen. Das sollten die Hühner dann auf dem Eis verteilen und damit eine Straße zu Else bauen. Er selbst suchte in der Zwischenzeit am Waldrand nach einem langen Ast mit einer Astgabel.
Als er damit zurückkam, war das Stroh schon ausgebreitet.
Ein paar Hühner umkreisten Else und hackten einen Ring aus Löchern ins Eis.

Über die Autorin:

Margareta Schenk, geb. 1952 im Saarland, lebt mit ihrer Familie in Bayern. Bereits als Kind erzählte sie ihren Geschwistern ihre erfundenen Geschichten. Später schrieb sie kleine Gedichte über alltägliche Begebenheiten.

Die ausgebildete Krankenschwester und Vorsitzende des Vereins „Future for children e.V.“ aus Schrobenhausen, hat eigene Erlebnisse und fantasievolle Ideen in zahlreiche Geschichten und Märchen verwandelt.

Sie absolvierte ein Schreibstudium und veröffentlichte schon nach kurzer Zeit ihr erstes Märchenbuch Mias Traum. Die Fortsetzung Mias Abenteuer ließ nicht lange auf sich warten.

Kurzgeschichten, Märchen und fantastische Erzählungen sind ihre bevorzugten Genres.
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Dienstag, 4. November 2014

Benji, der Braunbär von Sebastian Görlitzer

Klappentext: Die entzückende Geschichte von Benji und seinem Freund, dem Hasen und ihre gemeinsamen Erlebnisse.
Ein Buch zum Vorlesen oder für die ersten eigenen Leseabenteuer. Bei den Illustrationen ist ein Anmalen unbedingt erwünscht.
Erhältlich als Printbuch über den Karina Verlag oder Amazon.



    1. Kapitel   Benji lernt den Hasen Jambor kennen  
  
In einem Wald fern aller Moderne, wo stattdessen Ruhe und Harmonie im Einklang aufeinander treffen, wo die Natur so vielseitig ist wie sonst nirgendwo und Flüsse sich kilometerlang hinziehen, wohnen die verschiedensten Lebewesen. Große, kleine, gefährliche, schüchterne und welche, die sich zu ihrem eigenen Schutz gelegentlich verstecken.

Manche leben in der Luft, andere im Erdboden, davon viele auf dem Boden und andere im Wasser. Gerade ist der Winter vorübergezogen, und die Pflanzen erholen sich von der kalten Jahreszeit, um in voller Pracht neu zu erblühen.

Neue Lebewesen erblickten das Licht der Welt. Darunter auch ein kleiner Braunbär namens Benji. Ein Neugeborenes, welches neugierig seine Umgebung erforschte und sich mit seinen Vorder- und Hinterpfoten bemühte, sich vorsichtig vorwärts zu bewegen. Es würde nicht lange dauern und er würde sich sicher und ohne ständiges Stolpern fortbewegen können. 

Seine Lebendigkeit bewies er in seinen zwar tollpatschigen, aber schnellen Bewegungen und er erkundete mit seinen schwarzen und runden Augen die Umgebung. Nun weckte ein Stein, rund und mit Moos bedeckt, sein Interesse. Er schnupperte und leckte daran. Anschließend kratzte er mit seinen Pfoten das grüne unbekannte Gewächs zur Seite. Weil Moos nicht allzu interessant ist, wurde auch der Stein schnell uninteressant. Also trottete er immer weiter in den Wald hinein.

Von seiner Mutter weit entfernt, drangen verzweifelte Schreie an sein Ohr. Sie klangen wie die eines fremden Tieres. So beschloss er, den Rufen zu folgen. Dabei waren es nur wenige Meter, die er hinter sich ließ, bis er an einen Baum kam, an dem ein Netz hing. Er untersuchte es. Und ein weiterer Hilferuf erklang. Benji wich erschrocken zurück. Es war ihm nicht geheuer. 

„Ist da jemand?“ Benji stutzte, denn ungewollt hatte er gerade seine Stimme entdeckt. Erfreulich, wie er fand. Denn die würde er sicher benötigen, um irgendwann mit anderen Tieren zu sprechen. Er überlegte kurz, ob Netze vielleicht reden konnten und kam zu dem Schluss, dass dies gar nicht möglich war. Es musste sich demnach um ein hilfloses Wesen handeln, welches sich auch gleich zu Wort meldete.

„Ich bin in diese Falle getappt, weil ich nach Futter gesucht habe, und kann mich nicht befreien“, kam die Antwort unerwartet aus dem Netz. 

Dabei sah Benji, wie die Äste anfingen zu wackeln, als ob sich das Tier darin bewegte.
„Kannst du versuchen, mich zu befreien?“, wurde Benji gebeten. Er wusste allerdings nicht, wie er das fremde Geschöpf befreien konnte. „Wie soll ich das alleine schaffen? Ich bin nur ein kleiner Braunbär“, entschuldigte er sich.

„Bitte, nur einen einzigen Versuch“, wurde er angefleht. Er schritt um den Baum, sah sich um und betrachtete die Falle genauer. Er versuchte, die Stricke, die das Netz zusammenhielten, mit seinen Tatzen auseinanderzureißen.
Es geschah nichts, außer dass er sich an seiner Pfote verletzte, die nun blutete. Doch er gab nicht auf, wo er doch gerade seinen Mut entdeckt hatte. 

Aus der Ferne hörte er plötzlich jemanden immer näher kommen. Schritte. Sie hörten sich an wie die eines Menschen. Es hieß, achtsam sein und eigentlich sich in Sicherheit zu bringen. Doch Benji wusste, wenn ihm die Rettung nicht glückte, würde mit dem unbekannten Geschöpf sicher etwas Furchtbares passieren. Also nahm er alle Kraft zusammen und versuchte sein Glück ein weiteres Mal. Schließlich biss er in eines der unteren Seile, riss mit einer Stärke daran, wie es nur ein Bär schaffen konnte und ließ dabei nicht los. Er gab nicht nach, dafür gab aber der Druck nach. Anders als geplant, krachte der Ast zu Boden. Benji war überrascht, hörte die Schritte, die nun viel näher waren als zuvor, und vor seinen Füßen raschelte es unvorhergesehen. Denn ein kleiner Hase befreite sich und schüttelte die Restfetzen des Netzes von sich. Denn genau an der Stelle, an der Benji vorher mit seinen Zähnen gezerrt hatte, riss er offensichtlich ein Loch in das Netz. Und der kleine Hase konnte sich aus seiner misslichen Lage befreien.

„Ich danke Dir!“, meinte dieser zu dem kleinen Bären. Jedoch war es nicht der richtige Zeitpunkt, darauf einzugehen. Stattdessen forderte Benji auf, von hier zu verschwinden.

„Bald wird dieser Wilderer da sein. Hörst du die Schritte?“, wies Benji auf ihre gefährliche Lage hin. Der kleine Hase richtete die Ohren in die Höhe und lauschte. Er vernahm die Geräusche von Schritten ebenfalls. „Ja, jetzt höre ich es auch. Wir sollten uns in Sicherheit bringen.“ Benji nickte und eilte als Erster davon. Der kleine Hase, der mit dem Tempo des Bären problemlos mithalten konnte, rannte neben ihm her. 

„Mein Name ist übrigens Jambor“, stellte er sich Benji während ihrer gemeinsamen Flucht vor. Nun verriet Benji dem kleinen Hasen auch seinen Namen und lächelte ihn dabei liebenswürdig an. Jambor versprach Benji für seine Rettung treue Freundschaft,die der Bär auch dankend annahm.