Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren
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Dienstag, 12. August 2014

Caro und Trolli - Sommerfest im Bootsclub von Doris Sutter

Klappentext: Caro ist ein richtiger Pechvogel. In dieser Woche geht einfach alles schief. Im Vereinsheim ist Sommerfest und es regnet. Zu allem Überfluss hat Caro ständig Streit im Kindergarten. Mama ist böse mit ihr, dabei hat sie doch überhaupt nichts gemacht. Keiner liebt sie. Oder doch? Und dann passiert fast ein richtiges Unglück.
Mit Illustrationen von Nicole Keipke
Erhältlich bei Amazon.






Leseprobe:

Gänseblümchen-Laune

Ein Fest im Bootsclub ist eine tolle Sache. Ähnlich wie Geburtstag feiern, nur ohne Geschenke.
Caro freut sich jedes Mal ganz doll, egal, wie das Fest heißt, ob Anfahren, Sommerfest oder Abfahren. An diesem Wochenende wollen die Clubkameraden ihr Sommerfest feiern.
Caro bibbert schon eine ganze Woche vorher, dass ja schönes Wetter ist. Dann kann sie mit den anderen Club-Kindern spielen und herumtoben.
Aber ausgerechnet in der Woche vor dem Sommerfest geht alles schief. Till, Caros Kindergartenfreund, liegt mit einer dicken Erkältung im Bett und fällt aus. Der dicke Max und die Zwillinge mit den gelben Haaren ärgern Caro und zu allem Überfluss regnet es auch noch ununterbrochen.
Das bringt Mama auf die doofe Idee, dass Caro unbedingt mal ihr Zimmer aufräumen muss.
Nicht so wie üblich, nämlich alles, was so herumliegt, einfach unters Bett schieben oder  in der Kuschelecke unter ganz vielen Kissen  verschwinden lassen. Nein, richtig!
Alles soll sortiert, gestapelt und ins Regal geräumt werden. Kein bisschen Spitzerdreck darf mehr in den Ecken liegen. Lauter solche Sachen, die Mütter eben einfallen, wenn sie merken, dass ihren Kindern langweilig ist.  Eigentlich hat Caro immer „Sonnenblumen-Laune“. Nur wenn sie aufräumen muss, da schrumpft die beträchtlich, und es wird so eine Art „Gänseblümchen-Laune“ daraus.

Dienstag, 29. Juli 2014

Caro und Trolli – Abenteuer auf Kokasien von Doris Sutter

Klappentext: Nur mit knapper Not gelingt es Caro und Trolli den wilden Piraten zu entfliehen. Ohne die Hilfe des freundlichen Delfins hätten sie es nicht geschafft. Mit letzter Kraft stranden sie auf einer einsamen Insel. Doch welche Abenteuer erwarten sie dort?
Auch diese Geschichte steckt wieder einmal voller Spannung und Rätsel, doch diesmal verbirgt sie obendrein viele seemännische Begriffe, die im „Nautischen Lexikon“, erläutert werden.
Mit Illustrationen von Nicole Keipke
Erhältlich bei Amazon.

  

Leseprobe: Caro und Trolli – Abenteuer auf Kokasien
Nass und beleidigt paddelt Caro zu ihrem Opa und mault: „Mir ist langweilig! Immer muss ich mit Trolli allein im Altrhein paddeln, wenn du angelst. Können wir nicht mal zusammen einen Ausflug machen? Raus auf den großen Rhein? An den Bodensee? Oder nach Dänemark? Nach
Afrika oder Wangerooge? Oder besser noch ganz weit weg, ins große blaue, weite Meer?“
„Blaues Meer?“, lacht Opa. „Schau nach oben, da hast du ein Meer von einem blauen Himmel, und die weißen Wölkchen sind die Segel am Horizont.“
Caro seufzt und rudert Trolli wieder zurück in den Altarm. Sie macht es sich in dem kleinen gelben Gummiboot bequem und schaut nach oben, wie es ihr Opa gesagt hat. Das Blau des Himmels ist wirklich beinahe wie das Meer, findet sie. Fehlt nur noch das Rauschen der Wellen.
Caro schließt die Augen. Kurz darauf hört sie es plätschern. Die Wellen beginnen, das Boot hin- und herzuschaukeln. Sie schlägt die Augen auf und kann es gar nicht glauben.
Trolli und sie schwimmen auf dem großen blauen Meer. Ein Delfin springt neben ihr aus dem Wasser. Mit mächtigem Getöse pustet er einen richtigen Springbrunnen über die beiden.
„Du liebe Zeit, Caro, was hast du denn jetzt wieder angestellt?“, fragt Trolli erstaunt.
Doch bevor sie ihm antworten kann, sieht sie ein riesiges schwarzes Schiff auf Trolli und sich zukommen. Es hat große schwarze Segel, auf denen ein goldenes Schwert abgebildet ist. Am Achterschiff steckt eine genauso schwarze Piratenflagge mit einem weißen Totenkopf im Fahnenstock.
Den Bug ziert eine Galionsfigur mit einer schauerlichen Fratze. Darüber ragt ein mächtiger Bugspriet weit nach vorn. Piraten mit Kopftüchern und Augenklappen laufen auf dem Deck herum.
Manche tragen lange Schwerter und Enterhaken bei sich. Sie schreien wüste Beschimpfungen zu dem kleinen gelben Boot und schütteln böse die Fäuste. Caro  schlottern die Knie.
„Die wollen uns entern!“, schreit Trolli. „Los rudere, was das Zeug hält, Caro!
Wenn die einen Enterhaken nach mir werfen und die spitzen Dinger mich treffen, geht mir bestimmt die Puste aus!“

Dienstag, 11. März 2014

Ostern mit Caro und Trolli von Doris Sutter




Mit Illustrationen von Nicole Keipke

Klappentext:
An Ostern eröffnen die Bootsfahrer immer die Saison. Darauf freut sich Caro ganz besonders. Sie will endlich wieder mit Trolli zu ihrer Sandinsel paddeln. Dort möchte auch der Osterhase seine Eier für die Kinder verstecken. Da ist sich Caro völlig sicher. Jedoch regnet es seit Tagen. Nun hat der Rhein auch noch Hochwasser und damit wird wohl ihre Bootstour ins Wasser fallen. Wer kann ihr nur dabei helfen, die Regentrude zu wecken?

Erhältlich bei Amazon.



Leseprobe:



Fällt Ostern ins Wasser?

Caro presst ihre kleine Stupsnase ganz fest an die Fensterscheibe ihres Kinderzimmers. Klar, Mama wird wieder strafend schauen, wenn sie den Fleck auf der Scheibe sieht, aber das ist Caro heute egal. Sie ist traurig. Es regnet und regnet und regnet und will überhaupt nicht aufhören zu regnen. Dabei ist doch bald Ostern. Und Papa hat versprochen, dass sie Ostern das erste Mal in diesem Jahr aufs Boot gehen und mit Fandango in den Altrhein fahren werden.

„Was drückst du dir denn die Nase platt?“, knurrt der alte verwaschene Teddybär von seinem Regal herunter.

„Glaubst du, es hört auf zu regnen, nur weil du stundenlang aus dem Fenster starrst?“

„Ach, Teddy!“ Caro zieht geräuschvoll die Nase hoch. „Wenn es nicht bald aufhört zu regnen, gibt es Hochwasser im Rhein, und wir müssen Ostern zu Hause bleiben. Dabei liegt doch Trolli schon frisch geputzt auf der Terrasse und wartet nur darauf, dass es endlich losgeht.“

Ungeduldig schüttelt Teddy seinen leicht schiefen Kopf und fuchtelt mit seinem ausgefransten Arm herum.

„Auf jeden Fall wird sich das Wetter nicht davon ändern, dass du trübsinnig die Regentropfen zählst!“
Teddy ist schon sehr alt. Er hat einmal Caros Papa gehört. Die langen Jahre in dem blauen Sack im Keller haben ihn ein wenig mürrisch werden lassen. Auf jeden Fall kann er überhaupt nicht verstehen, warum Caro und Trolli dauernd vom Rhein, vom Baden und Boot fahren erzählen. Für ihn ist Wasser einfach nur teuflisch nass und das tut ihm überhaupt nicht gut. Das weiß er ganz genau. Caro kennt ihren alten Teddy und ist ihm nicht mehr böse. Oma hat gesagt, dass alte Leute manchmal ein bisschen knurrig sind und man deshalb Rücksicht auf sie nehmen muss. Und so richtig stört Teddy ja nicht, hoch oben auf dem Regal.