Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren

Dienstag, 23. Juni 2015

Geschichten vom Lachen und Fröhlichsein von Henry-Sebastian Damaschke




Klappentext:

Der Regenbogen-Elch ist der Einzige seiner Art – weltweit. Deshalb ist er ganz besonders. Er saß eines Tages auf der Fensterbank des Autors und von da an blieb er bei ihm und dem Schaf, dem schwarzen. Der Regenbogen-Elch wurde der beste Freund vom Schaf. Gemeinsam erleben sie viele bunte Abenteuer in dem ganz großen Abenteuer Leben.

Im Band 1 geht es um gute Laune, Missgeschicke und dass man diese mit Lachen manchmal überwinden kann.

4 abgeschlossene Geschichten, 8 Farb-Illustrationen – für Kinder von 6 – 109 Jahren


Die Geschichte/Leseprobe gibt es illustriert als PageFlip zum Blättern.

Erhältlich bei Amazon.





Leseprobe (komplette 1. Geschichte):

Das schwarze Schaf und das Zauberschaf

An diesem Abend war alles so ganz anders als sonst, das Schaf, das schwarze, hatte viel und sehr lange gearbeitet. Es war schon furchtbar müde geworden und saß in seinem Lieblingssessel. Zufrieden von der Arbeit trank es eine Tasse Schaf-Tee in kleinen Schlucken, wovon ihm schön warm wurde.
Es seufzte und schaute hinaus in die Nacht. Es war schon spät, aber plötzlich klopfte es leise an die Terrassentür. Das Schaf, das schwarze, öffnete und schaute vorsichtig um die Ecke, jedoch war nichts zu sehen.
Es runzelte ein wenig die Schafsstirn, setzte sich wieder und lehnte sich gemütlich in seinem Sessel zurück. Da klopfte es wieder, diesmal etwas lauter.
Wer kann das denn nur sein? Komisch, es ist niemand zu sehen, wunderte es sich und hörte in diesem Moment ein leises und vergnügtes Lachen von draußen.
Hm, dachte das Schaf, das schwarze, das kann nur der Regenbogen-Elch, der Schlingel, sein. Das Schaf stand auf und öffnete die Tür, um ihn hineinzulassen, aber da war weder der Regenbogen-Elch noch sonst jemand zu sehen.
Das Schaf, das schwarze, schaute ein wenig ratlos. Es wollte gerade die Tür wieder schließen, da rief jemand:
„Autsch, du hast mir wehgetan!“
Das Schaf, das schwarze, sprang von der Tür weg, es machte „Platsch“, aber nichts war zu sehen. Vorsichtig fragte das Schaf:
„Wer ist da denn?“
„Guten Abend auch, ich bin Zaubi-Trix, das Zauber-Schaf.“
„Ach ja“, stotterte das Schaf, das schwarze, „und warum kann ich dich dann nicht sehen?“
Das Zauber-Schaf kicherte.
„Das ist so gewollt, und fix, da, nun siehst du mich, denn ich bin Zaubi-Trix.“
„Hui!“, staunte das Schaf, das schwarze. „Du bist aber nett anzusehen, du bist ja ganz bunt.“
„Tja, das bin ich, denn wir Zauber-Schafe sind immer alle ganz bunt und man kann uns nur sehen, wenn wir es wollen.“
„Das habe ich ja noch gar nicht gewusst“, sagte das Schaf, das schwarze. „Es ist aber schön, dass du mich besuchst.“
„Ja, manchmal besuche ich andere Schafe, aber nur die netten, zu anderen würde ich nie reisen.“
„Reisen?“, fragte das Schaf, das schwarze.
„Ja, ich reise immer herum und schaue mir alle möglichen Schafe an. Mich können sie ja nicht sehen, und nur wenn sie nett sind, dann zeige ich mich ihnen.“
Das Schaf, das schwarze, lachte.
„Du glaubst also, dass ich nett bin?“
„Jawohl, das glaube ich, und darum darfst du dir auch etwas wünschen.“
„Hm, was wünschen?“
„Ja, du hast einen Wunsch frei, aber überlege dir gut, was du dir wünschst.“
„Hm“, seufzte das Schaf, das schwarze, „und wenn ich mir nichts wünsche?“
„Das geht nicht“, sagte Zaubi-Trix, „du musst dir was wünschen, das ist Pflicht.“
„Ich habe aber keine besonderen Wünsche. Kann ich den Wunsch nicht aufbewahren, bis ich weiß, was ich mir wünschen soll?“
„Nein, du musst dir sofort was wünschen.“
„Oh weh“, stöhnte das Schaf, das schwarze. „Na gut, dann wünsche ich mir, dass keiner mehr neidisch ist auf den anderen.“
„Pfff, das geht nicht, so etwas kann ich nicht erfüllen. Ich bin nur ein kleines Zauber-Schaf.“
„Dann wünsche ich mir, dass keiner mehr auf der Welt Hunger haben muss.“
„Pfff, das geht leider auch nicht, ich bin ein zu kleines Zauber-Schaf.“
„Ja, was geht denn dann?“
„Na, etwas Kleines.“
„Hm, geht denn ein Blumenstrauß?“
„Ja, der geht, auch ein etwas größerer, sogar ein ganzes Feld voller Blumen geht, aber dann ist Schluss.“
„Gut“, erwiderte das Schaf, das schwarze, „dann wünsche ich mir ein ganzes Feld voller Sonnenblumen.“
„Ist das nicht ein bisschen viel?“, fragte Zaubi-Trix.
„Nein“, antwortete das Schaf, das schwarze, „dann kann ich jedem eine Sonnenblume schenken und alle werden sich freuen, weil Sonnenblumen das Herz erfreuen.“
„Gut, dann soll es so sein“, sprach es und verschwand in die Nacht.
Das Schaf, das schwarze, saß noch lange in seinem Sessel und dachte an Zaubi-Trix. Komisch, dachte es, was es nicht alles so gibt, und darüber schlief es ein.
Am nächsten Morgen erwachte das Schaf, das schwarze, sehr früh und machte sich einen Schaf-Tee. Da kam der Regenbogen-Elch um die Ecke. Das schwarze Schaf erzählte ihm, es habe einen komischen Traum gehabt, und es berichtete ihm alles von Zaubi-Trix. Der Regenbogen-Elch schaute das Schaf an und sagte:
„Einen Traum? Dann schau einmal aus dem Fenster.“
Das Schaf, das schwarze, schaute aus dem Fenster und sah ein wundervolles Meer von Sonnenblumen und freute sich darüber sehr.


Autorenvita:
 
Henry-Sebastian Damaschke, Jahrgang 1960, verbrachte seine Kindheit und Jugend im Ruhrgebiet. Nach dem Abitur entschied er sich für die Sozialpädagogik. Sucht- und Drogenprävention wurde einer seiner Arbeitsschwerpunkte.
Anfang 2004 zog er an den Rhein, in seine neue Wahlheimat Köln.
2006 begann er mit seinen Illustrationen und damit entstand die Kinderbuch-Serie “Abenteuer vom Regenbogen-Elch“. Daneben schreibt er Krimis und Satiren und schöpft weitere Figuren für neue Kindergeschichten.
Sein Motto: “Träume sind mächtiger als Tatsachen."

Zu den Printausgaben wurde ein passendes, laminiertes Lesezeichen hergestellt, was kleine und große Leseratten vom Autor direkt erhalten können.



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