Leseproben für kleine Schmökerratten
- Kinderbücher von Indie-Autoren

Dienstag, 11. August 2015

Die gläserne Wand von Rita Hajak



Klappentext:
Vier Schulkinder geraten, unabhängig voneinander, in eine andere Welt. Das bedeutet für sie unvorhersehbare Gefahren. Während Thomas von den Springspähern verfolgt wird und auf die Hilfe einer kleinen Eichmaus angewiesen ist, muss Sandra in einer Illusion nach dem Fluchwort suchen, durch das die Katze verbannt wurde.
 Tina und Jörg hingegen betreten den Turm, trotz Verbot ihrer Großtante, und fallen durch ein Zeitfenster in die Vergangenheit.
Verzweifelt suchen alle Kinder nach dem Rückweg.

Erhältlich bei Amazon.
Leseprobe:
Langsam krochen Thomas und Nele durch das Unterholz. Ein kleiner Pfad führte zum Fluss. Von Büschen umgeben, waren sie dort einigermaßen geschützt. Ein patschendes, schmatzendes Geräusch ließ sie jedoch nach wenigen Minuten erschrocken aufhorchen.
Sie duckten sich ganz nahe an den Erdboden. Schlagartig wurde es kühler und dunkler. Sie tasteten sich leise vorwärts, bis sie den Fluss sehen konnten. Thomas wollte aufschreien, doch Nele legte ihm ihre kleine Pfote auf den Mund.
Am Rande des Flusses kniete ein Springspäher und trank gierig von dem Wasser. Thomas schwitzte vor Angst und die Haare klebten ihm im Gesicht.
„Jetzt nur nicht die Nerven verlieren“, flüsterte Nele und schaute ihn warnend an.
Er nickte.
Sie waren ganz dicht an das Ungeheuer herangekommen. Jetzt sah Thomas, wie hässlich dieses Wesen war. In seinem langen vernarbten Drachenmaul konnte er die braunverfärbten scharfen Zähne erkennen. Seine Augen waren durchdringend und dunkelrot. Der übrige Körper war schwer und kräftig und hatte die Gestalt eines Kängurus. Der Späher wandte sich ab, hielt aber plötzlich inne. Die Ruhe war trügerisch. Hatte er sie bemerkt?
Thomas klopfte das Herz bis zum Halse. Dann gab es einen lauten Knall. Der Junge riss Augen und Mund auf. Aus dem Drachenhals schlug eine Feuerlohe empor und mit einem schrillen Schrei brach der Späher zusammen. Es wurde wieder heller und er erkannte auf einer Anhöhe einen jungen Mann mit einem Gewehr in der Hand.
 „Kommt heraus, die anderen Späher werden gleich hier sein“, rief er ihnen zu und winkte aufgeregt.
Sie liefen zu ihm hinüber, ihre Knie zitterten.
„Hier entlang“, befahl ihr Retter.
Sie rannten den Pfad weiter, bis zu einem kleinen Felsen, der von unten einen Eingang hatte. Dort schlüpften sie hindurch.
 „Hier sind wir sicher“, sagte der Mann.

Link zur Hörprobe falls gewünscht: https://www.youtube.com/watch?v=9If2O98QTLs  

Vita
Rita Hajak wurde 1950 in Frankfurt am Main geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Anwalts- und Notariatsgehilfin heiratete sie und bekam zwei Kinder. Sie schrieb Kindergeschichten und später Geschichten und Kurzromane für Erwachsene. Was die Genres betrifft, ist sie flexibel. Sie reichen von Liebesroman, über Fantasy, bis zu Krimis. Viele ihrer Kurzgeschichten wurden in Anthologien veröffentlicht. Das Schreiben ist zu ihrer Leidenschaft geworden.
Seid sie ein Enkelkind hat, möchte sie sich mehr den Kinderbüchern widmen.
Homepage:  www.ritahajak.de







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